Was soll ich schreiben?!

Jetzt ist es tatsächlich soweit. Sowas wie Alltag schleicht sich ein. Frühschicht von 8-12. Pause bis 17.30 - dann nochmal bis ca. 24 Uhr. Wirklich arbeiten tue ich eigentlich nicht. Meistens ist morgens so gut wie nichts los, da ja alle rausgehen um sich die Stadt und die Inseln anzusehen. Und abends stehe ich in der Vinothek, die auch nicht gerade gut besucht ist, zumindest nicht vor 22 Uhr. Vorteil: Ich habe Zeit meine Weine zu lernen. Ich kann jetzt schon Rot von Weiß unterscheiden und kenne sogar schon die ein oder andere Rebsorte. Meine Gins und Whisky Tastings laufen auch jedes Mal etwas entspannter und ich komme bei Whisky auch langsam auf den Geschmack, um so länger ich mich mit dem Thema beschäftige. Außerdem ist auf der Reise Super Mario an Board. Ein Alleinreisender der nicht von Bord geht und morgens immer ein paar Stündchen an der Bar ist und abends ebenfalls wieder eine Flasche bei mir in der Vinothek leert. Ein richtig angenehmer Geselle, dieser Mario. An der Stelle beste Grüße! Auch ansonsten sind auch auf der Reise wieder ein paar nette Gesichter dabei. Kim inklusive Mama sind ebenfalls entzückend. Torben, den ich auf dem Whiskytasting kennengelernt hat, ist frisch Papa geworden und ebenfalls Gastro-Kind. Aber das war es dann auch fast schon wieder mit den netten Gästen, bzw. allgemein den Gästen, denn mit sehr vielen mehr komme ich ja nicht in Kontakt. Ach da war ja noch was – Tante und Onkel von meinem lieben Chef Kai aus Deutschland haben mich heute angesprochen, ob ich nicht dieser ominöse Lars bin. Mal wieder: Kleine Welt. In ein paar Tagen ist allerdings Schluss mit Alltag. Ich bekomme eine neue Barmangerin und auch eine neue Chefin. Mal sehen, ob ich mich da auch so gut mache und es für mich weiter so gut läuft. Auch hoffe ich nicht noch länger als 2-3 Wochen in der Vinothek verbringen zu müssen. Gerne veranstalte ich weiter die Tastings, aber ich brauche wieder mehr Action auf der Arbeit. In acht Tagen ist dann auch schon der zweite Monat vorbei und noch kann ich nicht sagen, dass ich gern demnächst absteigen würde. Allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass sich nach 4-5 Monaten mal eine Phase einschleicht, in der man so gar keine Lust mehr hat. Was gibt es noch neues? In ein paar Tagen ist es vorbei mit der Einzelkabine – ich bekomme wieder einen neuen Kollegen. Ich hatte mich fast schon wieder an mein eigenes Reich gewöhnt. Morgen früh laufen wir in Cadiz ein. Ich denke, dass ich mal wieder rausschauen werde. Es stehen auch keine Tastings an und es wird sicher ein entspannter Arbeitstag morgen. Aber nun ist es Zeit für ein paar Stündchen Schlaf. Nächstes Update und weitere Vorstellungen von Kollegen demnächst. Hoffe ich! Ahoi!