AIDA

Einmal quer durch die Welt

Heute mal ganz verrückt. Wer zu faul zum lesen ist, kann auch gern meiner Stimme lauschen.

Über Dubai nach Marseille

Bei meinem letzten Beitrag - der, WTF auch schon wieder 6 Wochen zurück liegt - war ich gerade auf der AIDAvita im sonnigen Dubai angekommen. Was so ein bisschen Sonne ausmachen kann. Tagsüber war es nicht zu heiß und am Abend konnte man gemütlich draußen sitzen und die Wüstenluft genießen - Ausblick auf Dubais Skyline inklusive. Und das macht schon was aus. Auf der AIDAdiva waren mir die Tage zum Ende hin definitiv zu kurz. 15/16 Uhr Sonnenuntergang und die totale Finsternis - das ist einfach nichts für mich.
Die Stimmung auf AIDAvita war wunderbar und schon wieder hatten wir so einen verrückter Koch, der es einfach nicht sein lassen konnte, sich Tag für Tag, selbst zu übertreffen. So wird das nichts mit dem abnehmen. Aber hey - derzeit habe ich ja auch noch ein Doppel-Bett, Platz ist also noch vorhanden. Was hatte AIDAvita aber sonst noch so zu bieten? Gute Kollegen, einen offenen Pool und ein Volleyballfeld, auf dem der “High Tower” auch oft für Angst und Schrecken gesorgt hat!

IT Probleme

Der ein oder andere hat es sicher in den Nachrichten verfolgen können. Ab dem 25.12.2020 ging leider Garnichts mehr bei AIDA. Nahezu alle Systeme auf allen Schiffen sind nicht mehr zu erreichen gewesen. Als Hotel Controller irgendwie doof, da mein einziges Arbeitsgerät der PC und diese Systeme sind. Zunächst sind davon ausgegangen, dass sich das ein paar Stunden, maximal ein paar Tage ziehen würde, ehe wir wieder normal weiter machen können. Aber Pustekuchen. AIDA musst leider deswegen sogar Reisen absagen und erst Anfang Januar konnte erste Entwarnung gegeben werden. Zumindest laufen die Systeme in der Hauptzentrale wohl wieder und nach und nach werden die Schiffe wieder einsatzfähig gemacht. Die letzten Wochen wurde also ganz oldschool mal wieder mit Stift & Papier gearbeitet, was ja überhaupt nicht so mein Fall ist. Hoffen wir mal, dass da bald vorbei ist.

Aber das nur am Rande. AIDA hat dann aufgrund der aktuellen Situation in Deutschland auch erneut Reisen absagen müssen und wird bis mindestens März stillstehen. Das ist echt ein Trauerspiel. AIDAvita wird bald schon ein Jahr lang in Dubai ohne Gäste liegen. Absolut unvorstellbar und dennoch bald Realität. Wenn ich im Mai nach Hause komme, werde ich mehr als 14 Monate, während dieser verrückten Pandemie, an Bord verbracht haben. Und ich sage euch was. Ich bin auch ein bisschen froh, das Privilieg zu haben, an Bord sein zu dürfen. Sicherlich kann ich mir Schöneres vorstellen, als über so einen langen Zeitraum in einer Blase aus Stahl zu leben, aber betrachten wir es mal in Relation:

  • Ich habe die Möglichkeit ins Fitnessstudio zu gehen (Ob ich diesse Möglichkeit nutze, sei mal außen vorgelasssen)

  • Ich kann jeden Abend mein Feierabendbier in meiner Lieblingsbar trinken

  • Ich habe gutes Internet (Ich bin ja nicht in Deutschland)

  • Ich kann abends mit Freunden (Mehrzahl!) zusammen sitzen

  • Und es ist nicht so scheiße kalt.

Und das sind nur die Highlights. Ganz nebenbei verdiene ich ja auch noch Geld, welches ich nicht so richtig ausgeben kann. Alles in Allem ist das schon ganz OK so. Ja natürlich fehlt die Familie und als frischgebackener zweifacher Onkel, seine Nichte und Neffen, besonders in dieser spannenden Zeit nicht so häufig sehen zu können, ist schade, aber dafür habe ich umso mehr Zeit, wenn ich zurück bin. Ich war schon immer einer, der gerne unter Leute geht und, dann bin ich lieber auf dem Schiff. mehr oder weniger dazu gezwungen, als zuhause meinen Leuten nur mit Abstand zu begegen. Das wäre nichts, woran ich besondere Freude hätte. Im Mai sieht die Welt hoffentich schon wieder anders aus und wir können alle zusammen mal einen drauf machen.

Die Kehrseite der Medallie

Aber nicht allen fällt diese etwas einsame Zeit an Bord der vielen Geisterschiffe leicht und bei vielen anderen Reederein, sind oftmals auch deutlich weniger Crew an Bord, als z.B. bei uns. Und nicht immer haben alle Zugang zu Internet, oder Hobbies die einen bei Laune halten. Eines muss ganz klar sein: Auch wenn es für Außenstehende oft für eine große Party und leicht verdientes Geld klingt, kann ich euch mit Gewissheit sagen: So einfach ist das nicht! Mehrere 1000 Km von zuhause entfernt, vielleicht schon zehn Moante oder mehr an Bord. Jeden Tag die gleiche Aussicht, die gleichen Gesichter, das gleiche Umfeld. Das Wetter draußen oftmals ungemütlich, kalt und in den Wintermonaten dunkel. Das nagt an vielen und wenn die Stimmung dann Bord kippt oder man das Gefühl hat ausgegrenzt zu werden, ist es schwierig seine Gedanken wieder positiv einzustellen. Ich möchte an dieser Stelle meinen tiefsten Respekt an alle Kollegen dort draußen ausprechen und hoffe, dass wir alle gesund bleiben und weiterhin Freude an dem haben, was wir tun. Bleibt stets positiv, auch wenn die Situation derzeit scheiße ist. Wir kommen da alle gemeinsam durch! Ahoi!

Willkommen auf AIDAsol

Nun aber wieder zurück auf AIDAvita. Zumindest kurz. Es ging am 22.01. dann ich Richtung Marseille. Airline KLM über Amsterdam und mit AIR France dann schließlich nach Frankreich. Und was soll man sagen: An den Flughäfen wieder ein ähnliches Bild. Die Menschen stauen sich überall - an den Ceck-In Schaltern, bei den Security und Pass Kontrollen, beim Einsteigen und im Flieger selbst. Aber bei uns werden “Corona-Partys” mit 4 Personen als Straftat verfolgt. Aber da fehlt eben die Lobby. Oh - ich drifte ab! Aber ihr merkt, ganz kalt lässt mich dieses Thema auch irgendwie nicht. Also wo war ich?! Zwei bis unters Dach gefüllte Flüge später, kam ich nach ca. 14 Stunden planmäßig in Marseille an. Das hatte alles reibungslos funktioniert. Zu meiner Ankunft regnete es stark. Regen hatte ich nun wirklich lange nicht gesehen - irgendwie angenehm. An Bord wurde ich gleich doppelt getestet. Linkes und rechtes Nasenloch bekammen jeweils einen eigenen Test. Somit ist Corona Test 7 auch geschafft und es wird irgendwie nicht angenhemer. Heute Nachmittag gibts dann Test Nummero 8. Wahrscheinlich sogar noch während ich hier an diesem Beitrag sitze.

Morgen ist dann die sog. Hard-Qurantäne vorbei und ich habe Übergabe mit einem alten Kollegen, ehe ich dann ab übermorgen wieder die Verantwortung als Hotel Controller übernehme. Ich bin schon sehr gespannt wie die Situation an Bord ist. Man muss wissen, das auch wenn überall AIDA draufsteht, dennoch jedes Schiff sich irgendwie, wie ein anderes Unternehmen anfühlt. Jeder hat so seine eigenen kleinen Regeln und jeder macht es ein bisschen anders wie die anderen. Das ist zum Teil sehr unterhaltsam, aber zum Teil natürlich auch ganz schön traurig für so ein großen und “modernes” Unternehmen. Wenn man einen Durschnitt aller Schiffe nehmen müsste, würde ich sagen, dass die AIDAsol das im Vergleich wohl ganz gut macht. Auf den ersten Blick. Gewissheit jedoch, werde ich erst in ein paar Wochen haben.

Irgendwie verrückt, dass ich nun schon 7 Monate an Bord bin. Und noch drehe ich nicht am Rad. Aber villeicht merke ich es nur selbst nicht. Na ihr lieben Leser und Freude werdet hoffentlich auf mich zukommen, wenn ihr das Gefühl habt, ich lauf nicht mehr ganzr und im Kopf, also eben für meine Verhältnisse. Bisher würde ich sagen ich komme mit der Situation ganz gut zurecht und freue mich auf die letzten drei Monate.

Velo.Bar

Und zum Abschluss noch ein bisschen was in eigener Sache. Es wird ernst. Mit großen Schritten geht es in Richtung “die erste eigenen Bar”. Zunächst mal auf Rädern und wenn sich Corona beruhigt, dann mal sehen was noch so passiert, aber für den Anfangt ist das eine gute Sache und ich würde mich über Unterstützung wirklich sehr freuen. Das geht auch ganu einfach. Ein Like auf Facebook oder Instagram, dass würde schon helfen. Oder wenn Ihr jemanden kennt der bald heiraten möchte, der ein kleines Firmenfest veranstalten möchte, oder vill für seinen Geburtstag im Sommer Lust auf ein Gin-Tasting für seine Gäste hat, dem doch gerne von uns erzählen. Wir freuen uns über jegliche Hilfe.

Das war es dann auch schon! Vielen Dank fürs Lesen und bis bald!

PS: Positive Nachrichten - Der Test war negativ!



Die Zeit rennt - in zweierlei Hinsicht

Ja Moinsen!

Immer noch hier? Immer noch nicht genug von meinem Gesabbel? Dann bitteschön. Viel Spaß mit den folgenden Zeilen.

Wann hatte ich eigentlich den letzten Beitrag geschrieben? 31.08. - Na, dass doch länger her als ich dachte. Entschuldigt also bitte die unverschämt lange Wartezeit und die damit verbundenen Qualen die ihr durchleben musstet. Ohne Mist. Tut mir voll Leid.

Jetzt gehts aber wirklich los

Die Zeit hier an Bord verfliegt jeden Tag schneller. Ich bin schon drei Monate an Bord. Das macht sich vor allem beim Sonnenunter- und Aufgang bemerkbar. Also eher natürlich beim Untergang, da ich den Aufgang zumeist verpenne. Aber während die Sonne zu Beginn meines Einsatzes sich gegen 22.30/23.00 Uhr hinter dem Horizont versteckte und es erst gar nicht richtig dunkel wurde, verschwindet unser kleiner Kutter nun schon gegen 19 Uhr in völliger Dunkelheit. Interessant wird es aber erst im November/Dezember. Dann ist hier um 16 Uhr Feierabend mit Sonnenschein.

Drohenenflug

Einer der wohl positivsten Erfahrungen an Bord, war die Tatsache, dass ich meine neue Drohne hier in die Luft schießen durfte. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen aus den schönsten Aufnahmen ein kleines Video zu erstellen. Wer sich also kurz von dem bisherigen eher langweiligen Lesestoff erholen möchte, darf sich nun zurücklehnen und genießen.

Es bleit zu hoffen, dass es bald heißt “We are back!”

Jetzt kommen wir auch zu dem spannenden Teil: Die AIDAblu macht sich derzeit auf den Weg nach Italien, um dort die ersten Reisen nach oder besser gesagt während dieser sch*** Zeit zu bestreiten. Wenn die Konzepte greifen und die ersten Reisen mit Landgang erfolgreich geschafft sind, sehe dem nächsten Jahr durchaus positiv entgegen. Mein nächster Einsatz ist nämlich für die AIDAsol ab Mitte Januar geplant. Nach zwei Verträgen in völliger Einsamkeit, wird es definitiv Zeit für Action!

Was bei uns sonst noch so los ist

Aber erstmal zurück zur AIDADiva. Die wohl spannendste Aktion war unser Loading am 03.09, bzw. was heißt hier unser Loading. Wir haben Loading für alle Schiffe in Skagen (also von AIDA) aufgenommen, damit wir für die Company etwas Geld sparen. Mehr als 70 vollgepackte Paletten haben wir uns in den Bauch gepackt, die eigentlich überhaupt nicht zu uns gehören. Mehr als 40 Tonnen Ware. Könnt Ihr euch nicht vorstellen? Müsst ihr aber, denn Bilder habe ich leider nicht :-). Am nächsten Tag hieß es dann alle Paletten auf die anderen Schiffe bringen. Nun kommt der Haken an der Sache: Das geht nämlich nicht mit Palette für Palette. Alle Paletten mussten entpackt werden und in die Tenderboote geladen werden und auf den anderen Schiff wieder entladen und wieder auf Paletten gepackt werden. Also musste jeder Karton, jeder Kartoffelsack angepackt werden und verladen werden. So hieß es im Akkord Kisten und Säcke wuchten. Eigentlich kaum vorstellbar, aber wenn alle mit anpacken ist auch diese Aktion schneller erledigt als gedacht. Noch am frühen Nachmittag waren alle 40 Tonnen Ware wieder runter von unserer kleinen Diva und unsere Gänge wieder frei. Und auch wenn es anstrengend war, sind solche Tage eine schöne Abwechslung zu dem sonst manchmal tristen “Corona-Alltag”. Generell haben wir immer mal wieder Besuch von den anderen Schiffen erhalten, die sich diverse Artikel geschnappt haben. Manchmal hab ich das Gefühl, die AIDAdiva ist ein schwimmendes Warenhaus. Shop, Spa, Entertainment, Housekeeping und und und… alle haben sich bedient. Mehrmals. Sollte die DIVA nächstes Jahr wieder auf Reisen gehen, muss erstmal kräftig aufgefüllt werden. Vorteil für die Gäste: Alles neu! Und neu ist bekanntlich immer besser.

So - was noch. Ihr wolltet schon immer mal wissen wir kleinere Dinge zu anderen Schiffen bringen, falls es mal wieder schneller gehen muss oder wenn die See zu rau ist, um eines unserer eigenen Tenderboote zu schicken?

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Ja - Wir haben tatsächlich einen kleinen Test zur 2,5 km entfernten AIDAperla gebracht. Ich hatte natürlich die Hosen etwas voll. Neue Drohne. Windig. Landen auf einem anderen Schiff, dass sich natürlich bei dem Wind auch entsprechend bewegt. Aber ich hatte Bock! Also ein bisschen Klebeband hier und da und ab gings! Nach nur wenigen Minuten, war AIDAperla schon erreicht und ich konnte die Drohne tatsächlich crashfrei im FKK Bereich landen. Dann war die Verbindung weg. Für mich eigentlich fein, denn dann muss ich die Drohne nicht zurückfliegen und lasse sie mir irgendwann die nächsten Tage mitbringen. Aber dann war das Signal doch zurück und ich startete die Drohne aus der Hand eines Kollegen auf AIDAperla und machte mich auf den Weg zurück. Jetzt hieß es nur noch hoffen, dass ich das richtige Schiff angepeilt hatte, denn hier liegen ja noch ein paar Kollegen. Auch wenn ihr jetzt vielleicht doch noch auf das große Unglück wartet, muss ich euch enttäuschen. Alles hat perfekt geklappt. Man erlebt eben immer wieder was Neues. Für alle Beteiligten eine noch nicht erlebte Situation. Video ist in Arbeit.

Verfressener alter Sack

Das Essen ist nach wie vor viel zu gut. Ich fresse mich hier am laufenden Band voll. Das Problem ist, man kann einfach nicht Nein sagen. Ich mein nur ein Beispiel von heute: Frühshoppen mit Weißwurst und Brezen, Hendl und Pommes, Germknödel mit Vanillesauce und Abends dann Rinderfilet mit Kartoffelgratin. Ich mein!? Soll ich das einfach liegen lassen? Aber wie immer versuche ich es morgen wieder! Auch versuche ich es wie jeden Tag morgen wieder mit Sport. Ob das klappt, bleibt abzuwarten. Bisher hab ich es meist auf morgen verschoben. Aber vielleicht werde ich dann am Dienstag erwachsen und werde diszipliniert. Die Uhr schlägt nämlich schon 30!

Junge Junge. Also ich 16 Jahre alt war, waren die mit 30 die alten Vollidioten, deren Leben quasi schon vorbei ist. Jetzt denkt man sich eher: Ach bis 50 kann ich schon noch Gas geben. Aber ich bin dennoch gespannt, was sich die nächsten Jahr noch so tut. Bisher kann ich auf eine Zeit zurück blicken, in der ich fast immer genau das gemacht hab, was mir Spaß macht. Und auch wenn es sich nur schwer vollstellbar ist, dass die Zeit hier an Bord gerade erfüllend ist, bereue ich die Entscheidung kein Stück. Zuhause hätte mich die Kurzarbeit wahrscheinlich voll erwischt und ich hätte ganz schön in die Röhre geschaut. Solange dieser Virus noch aktiv ist, könnte es mich besser nicht treffen. Meine Lebensunterhaltskosten belaufen sich derzeit auf unter 200 Euro im Monat. Also sprich ich zahle für Wohnung, Auto, Sprit, Versicherung, Freizeit, Essen, Trinken und Vollräusche an der Bar nicht mehr als 200 Euro im Monat. Da bleibt also gut was über um ein bisschen Geld zu sparen, um dann die Zeit zu genießen, wenn dieser Albtraum bald vorbei ist.

In diesem Sinne wird am Dienstag erstmal wieder schön gesoffen und der Sport verschoben und sich auf den Kater am nächsten Tag erstmal schön vollgefressen. Dann ist wäre schon wieder Donnerstag. Special Tag. Also irgendwas geiles zu Essen, dass man nicht einfach liegen lassen kann. Ihr merkt also: Teufelskreis.

Ich hoffe Ihr habt weniger schlimme Probleme. In diesem Sinne, lasst euch nicht ärgern und bis bald!

Das war es dann wohl!

Joa – naja was soll ich sagen. AIDAdiva ist erstmal bis mindestens Anfang nächstes Jahr abgemeldet. Hier passiert nicht viel, außer dass wir vielleicht unseren aktuellen Standort wechseln um das Schiff vor dem harten dänischen Winter zu schützen. Doch was ist passiert?

Sollten noch zu Beginn sogar Anfang August die ersten AIDAschiffe wieder starten, wurde dies zunächst auf Mitte August verschoben und dann etwas unglücklich kurzfristig auf Anfang September. Nun erleben wir es ja alle mit, dass wieder Reisewarnungen ausgesprochen werden und auch viele Länder wieder Ihre Grenzen dicht machen, bzw. Quarantäne verordnen, sollte man in das Land einreisen. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht streiten sich gerade einige. Fakt bleibt aber leider zunächst, dass diese Krankheit uns noch bis weit ins das Jahr 2021 beeinflussen wird. Eigentlich unvorstellbar, wenn man nochmal in den Januar oder Februar zurück denkt.

Lange Rede kurzer Sinn, AIDA hat nun nochmal alle Reisen bis mindestens November abgesagt. Viele Schiffe wurden sogar für das komplette Jahr abgesagt. Besonders hart getroffen hat das natürlich die Kollegen auf AIDAperla, blu und mar, die bereits voll mit Crew besetzt sind und alles für den Neustart vorbereitet hatten.

Und die anderen?

Aber „Mein Schiff“ fährt doch?! Richtig – jedoch ohne Landgang. Zunächst hatte AIDA auch über solche Reisen nachgedacht und auch angeboten. Ich kann nicht genau sagen, warum sich hier nochmal umentschieden wurde, jedoch ist der Grund für die weiteren Absagen genau jener, dass man dem Kunden eben nur das „richtige“ Kreuzfahrterlebnis bieten möchte und nicht nur die sog. „Pur“ oder „Blau“ Reisen. Für mich verständlich – nur hätte man sich einen Gefallen getan, diese Strategie von Beginn an zu fahren und nicht jetzt nochmal davon abzuweichen. Hoffen wir, dass AIDA dass alles so überleben kann.

Und bei mir so?

Neuigkeiten von Bord? Eigentlich nicht allzu viel. Wir werden immer noch bestens versorgt und Alkohol ist auch reichlich an Bord. Die Aussicht aus der Kabine ist immer noch gut, wobei das Wetter etwas nachgelassen hat und es auch entscheiden kälter geworden ist über die letzten Wochen. Die Sonne geht nun auch immer früher unter. Als ich an Bord gekommen bin, hatten wir Sonnenuntergang gegen 22:30 – jetzt verschwindet die rote Kugel schon um 20:30. Immerhin blendet die Sonne dann nicht beim Filme schauen abends in der Kabine.

Die mit Sicherheit schönste Sache er letzten Woche waren ein paar Rundflüge mit meiner Drohne, die ich nach vielen Anfragen genehmigt bekommen habe. Es hat alles schon eine sehr besondere Faszination und ich bin sehr froh auf einem dieser Schiffe arbeiten zu dürfen. Es bleibt nur wirklich zu hoffen, dass alles bald zur „Normalität“ zurückkehrt und wir schon bald keine bunten Masken mehr bei H&M im Schaufenster sehen.

Bis zum nächsten Update entlasse ich euch mit ein paar Eindrücken aus den letzten Wochen.

Der erste Monat auf dem Geisterschiff und einen Gast

So.

Wir liegen nahezu unverändert an der Position, an der ich auch an Bord gekommen bin. Knappe 4 Km vor Skagen in Dänemark haben wir mit dem Anker festgemacht. Das Wetter bewegt sich irgendwo zwischen durchwachsen und durchwachsen. Wärmer als 20 Grad wird es hier meistens nicht.

Kommen wir zu den spannenden Sachen. Wann geht es weiter? Norwegen hat wieder dicht gemacht und die ersten Kreuzfahrtschiffe vermelden Corona-Fälle an Bord. Derzeit plant AIDA die Perla, Blu und Mar wieder einzusetzen. Ich selbst befinde mich ja auf der Diva. Ich sehe uns nicht wieder in See stechen, bevor nicht die anderen drei Schwesterschiffe ihre ersten Reisen hinter sich gebracht haben und Erfahrungen in dieser besonderen Situation mit uns teilen können. Aber vor September, eher Oktober sehe ich uns nicht bewegen. Und dann auch sicher nicht in voller Auslastung. Leider. Zu gerne hätte ich wieder richtig Action und Gäste an Bord. Corona beherrscht uns nun schon über ein halbes Jahr. Wer hätte das zu Beginn noch gedacht? Und das Schlimmste: Es ist irgendwie kein Ende zu sehen. Man kann nur hoffen das AIDA und die anderen Redereien das Alles überleben.

Meine Einarbeitung war die letzten zwei Wochen relativ intensiv und ich habe lange Tage mit sehr viel Input gehabt. Also das Gegenteil von meiner Quarantäne Zeit. Aber hat Spaß gemacht und ich wurde mal wieder gefordert. Einen großen Nachteil hat die ganze Sache aber. Mein Essen kommt nicht mehr vor die Tür sondern wird mir in Hülle und Fülle am Buffet präsentiert. Jeden Tag gibt es andere Köstlichkeiten, die man so als Crew sonst nicht zu Gesicht bekommt. Da ist es relativ schwer nein zu sagen. Meine Diät hat also einen kleinen Dämpfer bekommen. Mit ein bisschen Disziplin sollte das aber in den Griff zu bekommen sein. Die ich aber nicht habe - zumindest in der Hinsicht. Wir werden sehen - oder besser ihr - so oft schau ich nicht in den Spiegel.

Aber ein Gast hatten wir dann doch in den letzten Tagen. Der Falke “Otto” hatte sich entkräftet bei uns auf Deck 12 niedergelassen und wurde von unseren Jungs wieder aufgepäppelt. Fast eine Woche lang, hatte er sein von uns gebastelte Nest nicht verlassen. Aber mit lecker Bison-Fleisch und einem warmen Schlafplatz ließ es sich gut leben. Hier und da drehte er dann zu unserer Freude eine Runde ums Schiff, ehe er sich vor ein paar Tagen wieder auf seine eigentliche Reise begeben hatte.

Was gibt es sonst noch? Ach ja wir haben neue Ware bekommen. Puh - wer hätte gedacht, dass selbst die riesigen Lagerräume von so einem Kutter irgendwann mal voll sind. Hier passt wirklich nichts mehr rein. Ich frage ich nur: Wer soll das bitte alles essen/trinken?! Nicht zu übersehen waren auch die unzähligen Paletten mit Mundschutzmasken und Plexiglasscheiben. Wer sich später mal an Bord schützen will, braucht sich jedenfalls keine Sorgen machen - Wir sind vorbereitet.

Und nun noch eine Kleinigkeit zum Abschluss. Sicher habt ihr gemerkt, dass wir nicht mehr auf eggers.blog sind, sondern ich meinen Blog unter die Webseite von meinem Fotografieseite gepackt hab. Ich spare mir ein paar Euro und löse Eggers.blog leider bald auf. Das heißt aber nicht das ich damit aufhöre. Nein Nein! Zu früh gefreut! Ihr findet ihr selbstverständlich auch noch alle alten Beiträge und könnt euch sogar noch ein bisschen auf der Webseite umschauen. Bei Film & Foto immer an uns denken. Wir sind in ganz Deutschland vertreten!

Und nun noch ein paar Eindrücke von der AIDAdiva

Social distancing!

1,5 Meter Abstand - ab sofort! Partys & Veranstaltungen: Abgesagt!

Zudem für jeden Einzelkabine im Passagierbereich - das ist eigentlich ganz angenehm - großes Bett und so.

Ja - was soll ich sagen?! Was zunächst doch recht weit weg (zumindest für mich) schien, trat nun schneller ein, bzw. trat überhaupt ein, als gedacht. Natürlich haben wir weiterhin keinen Fall an Bord. Denn wir sind schon gut sieben Wochen ohne Gäste, hatten kaum Crew-Wechsel und unser Landgang ist auch schon seit dem 17.03 gesperrt und zuvor hatten wir auch immer wieder Ausgangssperre. Und dennoch müssen wir uns an die Regularien der Company halten. Und das heißt: Abstand halten. Jeden Tag Fieber messen. Und im Restaurant einsam auf unseren Teller starren. Die Maßnahmen griffen vor ca. einer Woche. Das bis dato relativ gelassene Bordleben stoppte damit abrupt. Die Crewbar, die zuvor doch immer gut besucht war, ist nun immer wie leergefegt, wenn ich mir mal vor der Schicht was zu trinken hole. Mich bekommen die Kollegen auch nur noch selten zu sehen. Ich mache es mir meist nach Feierabend in meiner Kabinski gemütlich und hoffe viel schlafen zu können. Was sich durch die vielen Arbeiten, die immer noch am Schiff durchgeführt werden, mal besser und mal schlechter arrangieren lässt.

Es könnte alles noch viel schlimmer sein

Aber so negativ sich das Alles bisher vielleicht gelesen hat, ist es dann auch nicht. Wir sind immer noch alle gesund, wir können jederzeit an die frische Luft, es gibt gutes Essen und Getränke, wir leben in einer Gästekabine und überarbeiten uns nicht. In der aktuellen Situation, die ja nunmehr nahezu weltweit herrscht, also garnicht mal so übel. Internet gibt es inzwischen auch umsonst (zumindest für die Social-Media-Kanäle). Was will man also mehr?!

Wie geht es weiter?!

Ich denke, dass kann keiner so genau sagen. Meine ganz persönliche Einschätzung?? Ich werde bis zum Ende meines Vertrages am 30.05 bestimmt keine neuen Gäste sehen und wohl auch nicht solange auf der schönen AIDAvita bleiben. Ich sehe keinen unserer Kutter und auch keinen der anderen Redereien vor Juni wieder in See stechen. Verständlich also, dass nun nach und nach Crew in den vorzeitigen Urlaub gesendet werden. Wann es uns trifft, bleibt noch ab zu warten. Derzeit ist der Flughafen in Dubai noch außer Betrieb. Das könnte sich aber die kommenden Tage ändern. Aber nicht nur AIDA, sondern alle Redereien verhalten sich derzeit absolut fair was die Einhaltung der Verträge angeht. Das Thema passt also soweit erstmal!

Entschuldigt die etwas länger Abwesenheit hier - aber derzeit passiert auch wirklich nicht allzu viel! Ich freue mich, wenn diese Zeit vorbei ist. Die nervt nämlich und ich werde fett.

In diesem Sinne - bleibt gesund!

Corona ist da!

So - ich hoffe mal die Überschrift hat funktioniert und du hast zumindest angefangen diesen Beitrag zu lesen. Und auch wenn du jetzt beleidigt wieder abziehst, weil wir doch keinen Fall an Bord haben, dann verpasst du vielleicht doch noch ein paar spannende Geschichten rund um das verrückte Leben an Bord von AIDAvita.

Mir ist langweilig - ich will nach Hause

Dieser Gedanke ging mir noch letzte Woche immer wieder durch den Kopf. Ich hatte mich schon erkundigt, wo ich eventuell auf die schnelle Zuhause was zum arbeiten finde und die Zeit bis zu meinem nächsten Einsatz überbrücke. Hier Nachts nur herumzusitzen, ist nicht so mein Ding. Aber dann flatterte eine Schlagzeile nach der anderen aus Deutschland rein. Schulen bleiben geschlossen, Bars & Restaurants bleiben geschlossen, Öffentliche Plätze bleiben geschlossen. Die Menschen kloppen sich um Nudeln und Klopapier. Bitte was?!?! Alter Leute, ohne Scheiß jetzt?! Klopapier?! Also ich mein... Also.... Äh.... geht es noch? Wenn die Welt untergeht, dann aber wenigstens noch mal fett in die Schüssel gekackt oder wie ist das zu verstehen?! "Typisch Deutsch" könnte man jetzt denken. Aber die Affen in der USA drehen ja genauso am Rad. Aber wir hatten das Thema Toilette und Asien ja Letztens erst. Die machen sich besonders lustig über uns. Die haben ja ihre "Popodusche". Die verwenden noch nicht mal Papier in den meisten Fällen. Und nachdem auch ein Großmarkt quasi ausgeraubt wurde, war für mich klar: Nein danke, eigentlich ist es hier relativ schön und den Zirkus in Deutschland sitze ich hier gerne aus.

Denn jetzt kommt es: Unsere Bars & Restaurants haben noch geöffnet. Wir feiern Parties und sind dabei weniger als zwei Meter von einander entfernt. Essen gibt es auch noch reichlich. Bier geht uns so schnell nicht aus. Fitnessstudio ist auch 24/7 für uns geöffnet. Das betrifft mich eher weniger, sollte aber hier genannt werden, da ja in Deutschland schon die ersten Schwarz-Keller-Fitnessstudios eröffnet werden.

Zwar können wir unser kleines Dorf AIDAvita nicht verlassen, aber Dubai schottet sich ja auch immer ab.

Ausgang für Alle gestrichen

Heute gab es für uns alle die Meldung, dass wir bis auf Weiteres nicht mehr an Land dürfen. Aufgrund der aktuellen Situation absolut nachvollziehbar. Immerhin liegen hier 10 große Kreuzer, die noch bis gestern Gäste an Bord hatten und wer weiß was die alles eingeschleppt haben. Wie oben schon beschrieben, haben wir hier nicht das schlechteste Leben. Ich selber nutze die Zeit für Spielereien, wie diese:

https://videopress.com/v/GGX3wnL0?controls=false&preloadContent=metadata

Außerdem versuche ich mein Englisch weiter zu verbessern. Englische Serien helfen da hoffentlich. Joa ansonsten bleibt nur zu hoffen, dass der ganze Spuk bald wieder vorbei ist.

Das heißt: Bleibt zuhause, sitzt den Quatsch aus. Nutzt diese Zeit auch für euch. Macht die Sachen, die schon lange auf der Strecke geblieben sind. Und scheiße nochmal, hört auf Klopapier zu horten!

Bis bald und beste Grüße aus der Corona freien Zone AIDAvita!

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Ja bist du denn närrisch?!

Eigentlich nicht zu glauben - aber das "Chaos" nimmt kein Ende. Wir hatten schon gespannt auf erste Infos gewartet, wie viele Gäste uns am 07.03 und am 16.03 erwarten würden und freuten uns auf die diese Touren hier. Alle bereiteten schon Ausflüge und alle Informationen vor, alles sollte perfekt sein, wenn es wieder los geht. Und dann heute: "Na - weißt du schon das Neueste?" Tolle Wurst.Auch die zwei Reisen, die wie vor der Werft gemacht hätten, sind heute kurz vor der Freischaltung zur Buchung abgesagt worden. Offiziell brauchen wir mehr Zeit für die Vorbereitung der Wert, inoffiziell kann man sich natürlich denken, warum wir diese Touren abgesagt haben. Hat hier jemand Bier bestellt?! Corona? Was? Ah ja nehm ich gerne!Ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Am 14.04 werden wir (wahrscheinlich) wieder planmäßig Gäste an Bord haben. Dann wären ziemlich exakt zwei Monate meiner Zeit an Bord vorbei und gesehen hätte ich bis dato: Dubai. Und ne. Da kommt nichts mehr. Sechs Wochen Dubai stehen nun auf dem Programm. Wer also Tipps & Eindrücke aus dieser hoffentlich fantastischen Stadt haben möchte, ist bei mir sicher an der richtigen Adresse (ab April). Heute Nacht werden wir in Dubai ankommen und (bitte Gott) von Bord gehen dürfen (ich glaub ja bald an Garnichts mehr).Aber an dieser Stelle muss auch mal gesagt werden, dass AIDA an sich die richtige Entscheidung trifft. Das Letzte was ich möchte, ist mehrere Wochen auf meiner Kabine zu verbringen, weil wir ein alten Mann mit Husten an Bord haben.Diese Zeit wird vielen sicher lange in Erinnerung bleiben. Da alle etwas mehr Zeit haben als sonst, konnte ich bereits auch schon guten Anschluss finden und bin bereits bekannt als der Crew-Fotograf und kann vielleicht demnächst noch nebenbei ein paar Euros mit privaten Foto-Shootings verdienen.

Mit ein paar Bildern der Crew entlasse ich euch in diesen Donnerstag. Bleibt mir gesund und merkt euch Eins: Gegen Corona gibt es bereits ein bestätigtes Gegenmittel:

Corona bzw. Alkohol! In diesem Sinne: Prost! 
 

Unterwegs auf dem Geisterschiff & neue Routen.

Das ist schon alles irgendwie besonders. Keine Gäste die in den Restaurants sich die Kilos auf die Rippen futtern, keine Gäste die schon am frühen morgen ihre Handtücher über die Liegen schmeißen und auch keine Gäste die mich Nachts mit Ihren Sorgen unterhalten. Beziehungsweise noch viel schlimmer für mich: Keine Gäste die Geld ausgeben. Nahezu alle Bars & Restaurant sind logischerweise geschlossen. Daher kommen leider auch keine Bar & Restaurant Kollegen bei mir mit Ihren Belegen vorbei. Meine sozialen Kontakten in der Nacht beschränken sich damit auf meinen Crew-Bar Kollegen, der mir gegen ca. 02:30 Uhr die einzigen Belege vorbei bringt. Immerhin ist das das Zeichen für mich, dass ich schon knapp die Hälfte der Nacht geschafft habe. Ich habe ja schon nicht viel zu tun, wenn Gäste an Bord sind, aber jetzt wird es tatsächlich anstrengend. Derzeit arbeite ich noch an verschiedenen Foto- und Videoprojekten, oder lese spannende Sachbücher, die ich in der elektronischen Bücherei meines Arbeitgebers finden kann oder beschäftige mich diversen Online-Trainings von AIDA.Zuviel darf ich über unsere Situation derzeit nicht erzählen, aber sagen wir mal, dass wir zumindest mal kein Urlaub haben und einiges gemacht wird uns Crew bei Laune zu halten. Denn auch wenn man es nicht glaubt: Wir haben lieber Gäste an Bord, als mehr oder weniger sinnfrei hier an Bord rumzueiern.In Singapur durften wir leider das Schiff nicht verlassen. Bzw. was heißt hier leider. In Singapur verbreitet sich der Virus derzeit schneller und stärker als in Hongkong. Daher ist die Entscheidung vom Kapitän, uns nicht raus zulassen durchaus nachvollziehbar. Aber ich habe in Singapur wieder mal was gelernt: Schiffe habe nicht alle den gleichen Anschluss, wenn es um das Thema Tanken geht. Denn wir mussten unseren Aufenthalt hier kurzfristig verlängern, da es nicht möglich war uns zu betanken. Der Schlauch hatte nicht gepasst. Und es hatte fast einen Tag gebraucht, ehe das Problem gelöst war und wir den Hafen wieder verlassen konnten. Gefühlt wurden wir allerdings nur leicht angeschubst, denn ich würde sagen wir schleichen gerade übers Meer. Wir haben uns auf den Weg in den Orient gemacht. Wie es aber nun weiter geht und ob und wann wir wieder Gäste bekommen werden, ist leider noch nicht sicher. Es bleibt also spannend. Alles nur nicht ins Mittelmeer!Bitte!

Ich wurde erhört

Einen Teil des Beitrages hatte schon geschrieben, bevor es klar war wo es hingeht, aber nun ist es offiziell: Wir bleiben im Orient. Es sieht wie folgt aus:28.02-08.03 Dubai09.03 Doha10.03 Khalifa Bin Salman11.03 Khasab12.03 Muscat14./15.03 Abu Dhabi16./17.03 Dubai18.03 Doha19.03 Khalifa Bin Salman21.03 Muscat22.03 Khasab23./24.03 Abu Dhabi25.03 - 15.04 Dubai (Werft)Dann geht es wie geplant weiter.Ich freue mich, dass wir nochmal Gäste vor der Werft bekommen. Bleiben also nur noch gut zwei Wochen bis es wieder richtig losgeht! Wer noch nichts vorhat... Die 9-Tagesreise ist schon ab 479 € zu haben ;).Wenn von mir was die kommenden Tage kommt, dann sicher etwas abseits von AIDA. Hier passiert ja derzeit nicht viel.

Das kann doch alles nicht wahr sein!

Noch nicht einmal auf dem Schiff angekommen und bereits eines der größten Abenteuer seit langer Zeit erlebt. Wie das? Dazu muss ich etwas ausholen. Wir erinnern uns: Bei meinem ersten Einsatz verlief die Anreise gut, jedoch wollte man mich auf dem Schiff nicht so wirklich behalten, und erst nach langwierigem Hin und Her durfte ich meinen Vertrag antreten. Das ganze Dilemma hier. Der zweite Versuch, stressfrei an Bord anzukommen, verpuffte seinerzeit, als mein Flieger nach Amsterdam ausgefallen war. Wie es damals weiterging: Hier!Aller guten Dinge sind drei? Naja, es ging ja schon vor knapp zwei Wochen los, als die liebe AIDAvita beschlossen hatte, Hongkong aufgrund der Sorgen rund um das Corona-Virus nicht anzulaufen. Wo sollte ich doch gleich aufsteigen? Ach ja, Hongkong. Die Infos über die neuen Flüge - drei an der Zahl - ließen zwar etwas auf sich warten, erreichten mich aber noch rechtzeitig. Somit stand einem Aufstieg im Vietnam, genauer gesagt in Cai Lan, nichts mehr im Wege. Es sollten jedoch einige Hürden folgen.Einen Tag später als ursprünglich geplant, ging es dann am Dienstag nach Sturm „Sabine“ (die fast auch noch ein Wörtchen mitreden wollte, es aber dann doch gelassen hat) an den Münchner Flughafen zur Hürde Eins. Check-In Qatar-Airline. Zwar durfte mein Koffer bis zu 30 Kg wiegen, das Handgepäck jedoch nur 7 Kg, welches zu meinem Unglück (allerdings im Internet mehrmals bestätigt) auch penibel gemessen wurde. Als die Waage 15 Kg anzeigte, hieß es: lächeln und charmant sein. Kann ich. Ein „Ausnahmsweise“ später hatte ich schon meinen Aufkleber für Handgepäck an meinem Rucksack. Aber ich wäre nicht Lars Eggers, wenn ich nicht auch noch einen Notfallplan in der Hinterhand gehabt hätte: Meine Schwester und mein Vater hatten mich begleitet und warteten mit einem leeren Rucksack auf mich, den ich im Fall der Fälle noch hätte als Gepäck aufgeben können. Eine kleine Falle hatte ich mir mit meiner List allerdings selbst gestellt. Clever wie ich war, hatte ich meinem Escort-Service eine weitere Handgepäcktasche gegeben, damit diese beim Check-In nicht gesehen wird. Ich wollte meine Kamera-Cube einfach als „persönlichen Gegenstand“ durchgehen lassen. Aber der hatte nun diesen schönen Aufkleber von der Airline eben nicht. Ob das noch zum Problem werden würde?!Dann kam der Teil, bei dem ich auch Schwierigkeiten befürchtet hatte, letztlich aber einfach durchgewunken wurde: Die Sicherheitskontrollen. Ab ans Gate und warten. Hier fiel mir dann auf, dass an allen „persönlichen Gegenständen“ der Gäste kein Aufkleber angebracht war. Somit war ich zunächst wieder beruhigt. Allerdings habe ich die Rechnung ohne das Schicksal gemacht, das nun dreist eben jene junge Dame, bei der ich das Gepäck aufgegeben hatte, zur Kontrolle abkommandiert hatte. „Fuck!“ Ob sie sich an mich und meine viel zu schwere Tasche erinnern würde? Ich nahm mir fest vor, ihr einfach nicht in die Augen zu sehen. Dann aber wurde ich plötzlich zur Erste-Klasse-Abfertigung gebeten, wo gerade nur wenig Betrieb war. Glück gehabt!Im Flieger habe ich dann Platz gefunden und alles easy verstauen können. Und noch besser: Nachdem das Boarding komplett abgeschlossen war, sah ich, dass die Reihe hinter mir noch frei war und ergriff die Gelegenheit. So konnte ich es mir dann gut gemütlich machen. Die ersten sechs Stunden vergingen dank Entertainment und gutem Service der Airline stressfrei und schnell.Herzlich willkommen Doha. Auch hier war ich bald am neuen Gate und hatte noch eine gute Stunde bis zum Boarding, welches anschließend ebenfalls entspannt verlief. Im Flieger hatte ich leider nicht wieder so viel Glück und konnte keine leeren Plätze um mich herum erblicken. Immerhin saß neben mir eine Dame aus der „Fraktion Mundschutz“, und die sind ja zu meist recht zierlich. So auch diese. Allerdings ließ es sich die Person vor mir nicht nehmen, den Sitz nach hinten zu stellen und mir dabei fast die Beine zu brechen. Nun setzte die Müdigkeit ein. Der Flug geriet immer mehr zur Qual, war dann aber nach weiteren sechs Stunden irgendwann geschafft.In Bangkok angekommen, empfing mich eine Dame der Airline am Ausgang und die Scheiße nahm ihren Lauf.

Die Sache mit den Toiletten

Wenn wir schon über Scheiße reden, lockere die Story etwas mit den Toiletten im asiatischen Raum auf …In Bangkok angekommen, drängte es nämlich etwas bei mir. Auf den Örtlichkeiten IMG_20200212_185356angekommen, wunderte ich mich über diesen Schlauch neben der Schüssel. „Clever, dann kann man die Toilette schnell und einfach reinigen. Hier wird auch noch an die Toilettenfrauen und -männer gedacht. Stark.“ So dachte ich. Es standen allerdings auch Mülleimer in den Toiletten. Aber als alter Fuchs weiß ich inzwischen: Mülleimer auf Toilette heißt Kein Papier in die Schüssel. Das ist nicht nur in Brasilien so, sogar in weitaus mehr Ländern üblich als zunächst gedacht, und auch in Europa kommt das relativ häufig vor. Als wir letztlich im Vietnam angekommen waren, lächelte mich wieder so ein Schlauch an, und nun musste doch in Erfahrung gebracht werden, was es damit auf sich hat. Nach kurzer Zeit im WWW stellte sich heraus: Das ist gar kein Reinigungsgerät für die Toilette, sondern eines für den Benutzer, also eine „Popodusche“. Üblicherweise reinigt sich der Toilettenbesucher damit seinen Allerwertesten. Oftmals wird hierzu aber auch direkt die Hand verwendet. Laut Knigge empfiehlt sich hier die linke Hand, die man niemanden reicht. Oftmals gibt es auch kein Papier auf den Toiletten. Außerdem empfiehlt es sich, die Temperatur und den Druck des Schlauches vorher zu prüfen. Wenn hier Kärcher-Niveau herrscht, ist das Ganze mit Vorsicht zu genießen. Verbrühungen will auch keiner. Die wären dann tatsächlich für den Arsch. Wenn du also das nächste Mal in Asien auf einer dieser Toiletten sitzt, dann genieße dein Geschäft.

Zurück zu Bangkok und dem Beginn des Abenteuers

Nach diesem Ausflug auf die Örtlichkeiten Asiens zurück zu der netten Dame der Airline, die mich in Bangkok abgefangen hatte. Sie versuchte mir zu erläutern, dass ich aus dem Flughafen, also aus der Transitarea, herausgehen müsse, um meinen Koffer zu holen, da sie nicht in der Lage gewesen waren, diesen an die Airline für den letzten Flug zu überreichen. Zeit bis zum Boarding des letzten Fluges: zwei Stunden. Die ersten 30 Minuten gingen für das Laufen Richtung Ausgang drauf. Dort: Passkontrolle. Wartezeit: Eine Stunde. Großartig. Doch ich glaubte, clever zu sein. Ich entdecke ein Schild, welches einen Treffpunkt für Seefahrer anzeigte. 600 Meter im Flughafen kosteten mich allerdings auch fast 10 Minuten. Weitere Minuten vergingen, ehe mich die Mitarbeiterin vor Ort zurück zur „normalen“ Passkontrolle schickte. Insgesamt verlor ich also Zeit, statt aufzuholen. Es wurde an der Zeit, Dreistigkeit an den Tag zu legen. Die Schlange zeigte zwei Linien: „Holzklasse bitte links und eine Stunde warten“ und „1st Class und Benachteiligte bitte rechts und zwei Minuten warten.“ Ich war selbst erstaunt, wie einfach es war, hier fix durchzuflitzen. Ein bisschen Panik und Schweiß in meinem Gesicht überzeugten den Mitarbeiter davon, dass ich es eilig hatte. So - wo aber war nun mein Koffer?! Ich suchte an der Tafel. Ah, Doha! Band 17 und los! Am Band eingetroffen, wurde ich sogar etwas entspannter, denn die Koffer waren quasi gerade erst angekommen. Aber als ich nach der zweiten Runde meinen Koffer nicht finden konnte, wurde es wieder spannender. Die Sache, dass ungefähr jeder zweite Koffer auf den ersten Blick so aussah wie meiner, machte es nicht unbedingt besser. Nach langen Minuten ging es dann zu einem Mitarbeiter, der mich ein Band weiterschickte. Fuck - da steht ja auch Doha! Der Puls sank wieder, aber nicht allzu lange, denn auch dort war nichts zu finden. Wieder einen Mitarbeiter zu Rate gezogen - der ging mit mir an einen komischen Schalter, und schließlich folgte der entscheidende Tipp: Versuchen Sie es mal beim Übergepäck. Mit Erfolg. Ich hatte meinen Koffer.Endlich zum Ausgang und weiter zum Eingang. Wo ist der Check-In? Noch 45 Minuten bis zum Boarding. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es gefühlt 30 Grad und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit in dem Flughafengebäude hatte? Aber endlich hatte ich den Check-In gefunden! Hier mein Koffer - und los! Denkste! „Sorry Sir, to heavy!“ Hui - ob ich jetzt Zeit für Diskussionen hatte? „How much?“ So lautete meine Gegenfrage, nachdem ich ein paar Sekunden versucht hatte, zu erklären, dass ich bereits zwei Flüge hinter mir habe und es zunächst hieß, das Gepäck werde komplett durchgeschickt. Wenn man in Europa Gepäck mit Übergewicht hat, zahlt man gefühlt mehr Gebühren als für das Flugticket selbst. Hier wollte die Dame für acht Kilo Übergewicht allerdings nur knapp 25 Euro, weshalb ich mir das alles ersparen und bezahlen wollte. Aber ich hatte die Endrechnung ohne die Dame gemacht. Die schickte mich nämlich zum Bezahlen quer durch den Flughafen. Wieder waren somit 20 Minuten weg. Als ich dann endlich wieder am Schalter war, fiel mir eine junge Frau am Schalter neben mir auf: Offensichtlich europäisch, wenn nicht sogar deutsch, hochroter Kopf und pure Verzweiflung im Gesicht. Wir schauten uns kurz an, dann war klar: AIDA. Auch wenn die Zeit knapper und knapper wurde, freute ich mich ungemein, da ich ab sofort die Scheiße nicht mehr allein durchlaufen musste. Und es waren noch einige Hürden zu nehmen.Sarah, so der Name meiner Leidensgenossin, hatte noch ganz andere Probleme. Man wollte sie gar nicht ins Land lassen. Aber ich war ja auch eingecheckt worden. Das sorgte nun allenthalben für Verwirrung, weshalb meine Papiere erneut geprüft wurden. Dass wir nur noch 15 Minuten bis zum Boarding hatten, war den Damen am Schalter sichtlich egal. Nach weiteren wertvollen Minuten waren wir gemeinsam zumindest bei jenem Problem angekommen, das ich schon eine geraume Zeit mit mir herumschleppte: Übergepäck. Immerhin hatten wir gelernt, dass sich selbst die schlüssigste Argumentation nicht lohnt, sondern es besser ist, zunächst rasch zu bezahlen. Gesagt, getan und ab zum Gate. „Nur“ noch Sicherheits- und erneute Passkontrolle vor uns. Die Sicherheitskontrolle verlief erstaunlich zügig. Bei der Passkontrolle setzte ich wieder auf Panik und Schweiß, um schnell durchzukommen. Dann ging es endlich zum Gate, welches nicht mehr „Boarding“ anzeigte, sondern „Final Call“. Ich war als erster vor Ort und gab an die Mitarbeiter weiter, dass noch mindestens eine Person käme und sie doch bitte warten mögen. Dann kam zwar zunächst nicht meine Kollegin angerannt, aber eine weitere Dame, die ebenfalls von mir mit dem Wort: „AIDA?!“ begrüßt wurde - und tatsächlich: Nun waren wir schon zu Dritt. Auch Sarah - die zweite Kollegin hieß übrigens Silvi - war angekommen, und tiefe Erleichterung machte sich breit.

Kommen wir ohne Maske überhaupt ins Flugzeug?

Auffällig war zudem, dass es von Flughafen zu Flughafen immer mehr Mundschutzmasken an den Fluggästen zu sehen gab. In Bangkok waren wir bereits die Einzigen, die ohne Mundschutz unterwegs waren; ganz gleich, ob Mitarbeiter oder Fluggäste. Alle hatten Masken. Sollte einem das Angst machen? Ich weiß nicht. Aber es ist schon krass zu sehen, wie das die Menschen beeinflusst, wobei man auch sagen muss, dass dort generell viel Mundschutz getragen wird. Daher habe ich auch keinen richtigen Vergleich, was dort „normal“ ist. Aber auch im Flieger waren wir dann ausnahmslos die einzigen Personen ohne Mundschutzmaske.Flug Nummer drei von Drei war zum Glück nicht besonders lang, dafür auch nicht gerade komfortabel. Und gegen Ende hatte man das Gefühl: jetzt läuft es doch. Pünktlich wurde gelandet, Passkontrolle verlief ohne Schwierigkeiten und die Koffer wurden gleich gefunden. Höhepunkt: Unser Agent war auch schon da. Also ab ins Hotel. Oder? Der Fahrer konnte leider kein Wort Englisch, was die Angelegenheit verkomplizierte. Nach etwa einer Stunde Fahrtzeit waren wir offenbar in der Nähe der Küste. Riesige Hotelkomplexe zeichneten sich im Dunkeln ab. Ein Hotel erschien pompöser als das andere. Allerdings waren die Straßen menschenleer und das um 17.30 Uhr Ortszeit. Am Hotel angekommen, bestätigte sich der Eindruck - wir waren wohl die einzigen Gäste. Was auch immer hier sonst abgeht, gerade jetzt war hier jedenfalls Totentanz angesagt. Ob es darin lag, dass nicht Hauptsaison ist, oder ob es mit dem Virus zu tun haben könnte, konnte mir niemand erklären, da wirklich hier keiner auch nur zwei Sätze Englisch sprechen konnte.Auch wenn wir ziemlich ermüdet von den Flügen waren, machten sich Silvi, Sarah und ich noch auf den Weg, um etwas zu essen, was angesichts der leeren Straßen gar nicht so einfach war. Das erste Restaurant nahm keine Kreditkarte, das zweite verscheuchte unser Interesse mit der fettesten Ratte im Eingangsbereich, die ich je gesehen habe, und das dritte Restaurant, eher ein Kiosk, erschien zunächst nicht sehr einladend, erwies sich dann aber als recht nett. Bier gab es für etwa einen Euro, und eine Flasche Vodka für 5,50 Euro. Insgesamt bestellten wir viele Getränke und reichlich zu essen und hatten am Ende keine 50 Euro auf der Uhr. Das war echt günstig.

AIDAvita fährt unseren Hafen nicht an

Schon vor dem Essen kamen die ersten Gerüchte auf, dass wir am morgigen Tage überhaupt nicht auf unser Schiff aufsteigen könnten. Nach weiteren Gesprächen mit bekannten Crew-Mitgliedern kam dann tatsächlich die Bestätigung, dass dem Schiff das Anlegen verwehrt worden sei und man nun nach Bangkok fahre. Bangkok?! War das nicht der Flughafen, der uns Schweiß, Tränen und Blut geraubt hatte? Welch eine Ironie! Bis dato hatten wir aber auch noch nichts Offizielles gehört.Im Hotel dann eine nette Überraschung - Transfer morgen früh um fünf Uhr. Na geil, jetzt noch 6 Stunden schlafen und wieder weiter, aber keine Ahnung, wohin es eigentlich geht.

Wir waren nicht alleine!

Wenige Stunden später stand ich also wieder am Eingang des Hotels, und war bereit, erneut zu diesem Höllenflughafen zu fliegen. Zu meiner Überraschung waren tatsächlich noch andere AIDA-Crewmitglieder in dem Hotel. Wir waren nunmehr insgesamt 9 Leute. Teamstimmung kam auf, die besonders heiter wurde als der Busfahrer auf einmal umdrehte und zurückfuhr. Unsere Flüge waren erneut gestrichen worden, und wir fuhren zunächst zurück ins Hotel.

Das wars dann mit meiner 1000 Euro-Drohne

Zurück im Hotel war schnell klar – wir wollten die Zeit hier nutzen. Auch wenn wir noch nicht genau wussten, wann es für uns weitergehen würde, haben sich ein paar von uns dazu entschlossen, einen Trip zu unternehmen. Es sollte in die Bucht von Hai Long DSC07321.jpggehen. Ein wundervoller Ort, der leider an diesem Tag etwas nebelverhangen war. Das hatte aber auch seinen Charme. Was uns schon am Tag zuvor aufgefallen war: Hier steht ein Hotel-Komplex neben dem anderen, aber es ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen. So kam es, dass wir uns zu sechst ein 30-Mann-Boot charterten und uns auf dem Weg in die besagte Bucht machten. Die Stimmung war gut, und Bier gab es für rund 1.20 Euro ebenfalls an Bord. Nach einer langen Fahrt durch eines der heutigen Weltwunder, hielten wir dann an einer wundervollen Höhle, die gar kein Ende zu nehmen schien. Am Ausgang der Höhle und mit wunderbarem Blick über die Bucht dann die Idee, hier die Drohne fliegen zu lassen. Gesagt, getan. Alles bereit gemacht. Allerdings hatte ich kein Internetempfang und auch das GPS-Signal ließ zu wünschen übrig. Hatte ich schon erwähnt, dass es zudem leicht nieselte? Der Start verlief zunächst gut, sie schwebte noch im Schutz eines Felsvorsprungs in der Luft, doch kaum war meine kleine Drohne im „Freien“, verlor ich das Bildsignal und die Drohne machte sich selbstständig auf und verschwand zwischen zwei Felsen. Der Flug dauerte laut Aufzeichnungen nicht einmal 48 Sekunden. Das war irgendwie ärgerlich. Aber ich habe nun gelernt:1. Nicht bei Regen fliegen.2. Nicht ohne GPS-Signal fliegen.3. Nicht ohne Internetverbindung fliegen.4. Nicht fliegen, wenn ich meine Brille nicht dabeihabe. Ich hatte nämlich meine Drohne zudem kurz nach dem Start mit einem Vogel verwechselt.5. Auch mal aufs Bauchgefühl verlassen – und das war an diesem Tag nicht besonders gut.Nach ein paar vergeblichen Versuchen, die Verbindung zur Drohne erneut aufzubauen, ging es langsam zurück Richtung Festland und Hotel. Nach einem mehr oder wenig gutem Essen sank ich erschöpft ins Bett und fiel ziemlich fix ins Koma, aus dem ich erst um 1 Uhr in der Nacht erwachte.

Zurück nach Bangkok

Inzwischen stand auch fest, dass es morgens um 6 Uhr wieder an den Flughafen und von dort aus über Ho Chi Min Stadt nach Bangkok gehen würde. Am Flughafen angekommen, nahmen die Probleme und Hürden einmal mehr kein Ende. „Sorry Sir, only 20 Kilos!“ Gemeint war mein Koffer, der immer noch über 28 Kilo auf die Waage brachte. Fast alle von uns hatten „Übergepäck“, weshalb wir zunächst versuchten, zu diskutieren und letztlich bezahlten. Sonst wird das nie was. Immerhin war das zunächst das einzige Problem, das wir hatten. Der Flug verlief anschließend fast schon zu reibungslos, was sich in Ho Chi Minh Stadt dann rächen sollte.

Kein Einlass nach Thailand

In Ho Chi Ming Stadt ging es dann raus – Gepäckholen und wieder neu einchecken. Doch Pustekuchen. Wir könnten ohne ein Flugticket aus Thailand nicht einreisen. Dass wir auf dem Schiff arbeiten sollten, interessierte die Dame am Schalter überhaupt nicht. Glücklicherweise war auch unserer General-Manager mit in der Truppe. Er hat alle notwendigen Kontakte schnell am Telefon und versuchte, uns irgendwie in dieses Flugzeug zu bringen. Allerdings rückte das Boarding immer und immer näher. Nach ein paar Telefonaten zogen wir uns zurück. Es hieß nun warten auf ein paar Dokumente, die uns helfen sollten, doch noch fliegen zu dürfen. Ich gönnte mir eine Stärkung bei meiner alten Liebe „Burger King“, und als ich zurückkam, standen schon wieder alle aufgeregt am Schalter. Nun sollte es doch in den Flieger gehen. Allerdings zog sich auch das ohne Ende hin. Die Nervosität stieg. Jetzt war zwar das Gepäck eingecheckt, wir aber nicht im Flieger. Als wir nun alle endlich Boardingpässe hatten, wurde sich vorgedrängelt, wo es nur ging. Und tatsächlich: Noch bevor unsere Namen durch die Lautsprecher schallten, hatten wir das Gate erreicht. Verschwitzt ging es in den Flieger zu unserem hoffentlich letzten Flug.

Neue Gerüchte

In Bangkok angekommen, schien unsere Pechsträhne endlich ein Ende zu nehmen. Das Gepäck war da und unsere Fahrer gefunden. Sollte es alles so einfach bleiben?! Plötzlich klingelte das Telefon eines Kollegen: „Asien ist abgesagt, alle Gäste verlassen morgen das Schiff und wir fahren leer raus aus dem Corona-Gebiet“. Oh nein – bitte nicht. Ich bin nur wegen der Route auf diesem Horrortrip. Aber als dann auch die nächste Kollegin die Info bekommen hatte, war es wohl bestätigt. Na, das wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das Chaos endlich ein Ende nehmen würde. Aber jetzt erstmal ins Hotel und duschen.

Luxus-Hotel in Pattaya

Nach gut zwei Stunden kamen wir dann endlich am Ziel an und waren etwas überrascht. Gab es keine freien Hotels oder was läuft hier falsch? Uns wurde das Gepäck abgenommen, wie man es sonst nur aus Filmen kennt. Ihr wisst schon, wo ein Mensch mit Hut das Gepäck auf diese Wagen stellt und dann auf das Zimmer bringt. Ferner wurde sich verbeugt, und es gab leckere Getränke, während wir auf unsere Zimmerkarten warteten. Das Beste kam aber erst noch.

DSC07340-HDR.jpg

Das Ding hatte einen Pool auf dem Dach – ne warte: Zwei Pools. Mit Blick auf das Meer und den Sonnenuntergang; ein reiner Traum. Auch die Zimmer waren gigantisch. Da hat sich AIDA absolut nicht lumpen lassen. Aber wir hatten uns das definitiv verdient. Essen war auch mit dabei, und so ließen wir es uns noch richtig gut gehen an diesem Abend, schlenderten durch die Straßen und waren auf der berühmten „Walking Street“. „Massage, Massage“ und jede Menge Ping-Pong-Angebote wurden uns zugerufen. Niemals war man sich sicher, ob hier Frauen oder Ladyboys am Start waren. Ein gefährliches Spiel. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte. Kommen wir zum Finale …

Endlich zuhause

Am nächsten Morgen ging es erneut mit dem Taxi zum Schiff. Oder vielleicht besser gesagt, sollte es zum Schiff gehen. Und tatsächlich: Etwa 20 Minuten später standen wir vor AIDAvita. Kaum zu glauben. Wir hatten es geschafft. Nachdem wir mit dem Gepäck dann auch im Inneren des Schiffes standen, gab es wirklich keinen Zweifel mehr. Wir waren zuhause.

Keine Gäste an Bord

Fünf Tage Anreise, vier verschiedene Länder, zwei Hotels und eine versenkte Drohne im Vietnam. Was für ein Trip! Und wie geht es jetzt weiter? Das ist nach wie vor ungewiss. Seit zwei Tagen sind wir mittlerweile ohne Gäste unterwegs nach Singapur, wo wir auch das Schiff nicht verlassen werden. Wo es dann hingeht, ist tatsächlich noch immer nicht bekannt.Über die aktuelle Situation und was ich jetzt eigentlich mache, solange keine Gäste an Bord sind, berichte ich dann in den kommenden Tagen.

Treffen in fernen Ländern? Hier bin ich!

Moin zusammen,morgen geht es nun "endlich" los. Zumindest wenn Sabine soweit nichts dagegen hat. Bisher habe ich aber schon weniger namenhafte Stürme stärker blasen gesehen. Morgen soll es nun aber über Doha und Bangkok in den Vietnam, genauer gesagt nach Cai Lan gehen. Anschließend trifft man mich wie folgt an:

Cai Lan Vietnam 13./14.02
Da Nang Vietnam 15./16.02
Nha Trang Vietnam 17.02
Ho Chi Minh City Vietnam 18./19./20.02
Singapur Singapur 22./23./24.02
Semarang Indonesien 26.02
Benoa Indonesien 28./29.02
Darwin Australien 03./04./05.03
Komodo Island Indonesien 08.03
Lombok Indonesien 09.03
Surabaya Indonesien 11.03
Singapur Singapur 14.03
Port Kelang Malaysia 29.03
Langkawi Malaysia 30.03
Male Malediven 03./04.04
Cochin Indien 06.04
New Mangalore Indien 07.04
Marmugao Indien 08.04
Muscat Oman 11.04
Dubai Vereinigte arabische Emirate 13./14./15.04
Al Fujayrah Vereinigte arabische Emirate 16.04
Muscat Oman 17.04
Salalah Oman 18.04
Aqaba Jordanien 24./25.04
Suez Kanal Durchquerung Ägypten 26./27.04
Limassol Zypern 28.04
Valetta Malta 01.05
Palma de Mallorca Spanien 03.05
Cadiz Spanien 05.05
Leixoes Portugal 07.05
Vigo Spanien 08.05
Gijon Spanien 09.05
Portland Großbritanien 11.05
Honfleur Frankreich 12.05
Dover Großbritanien 13.05
Antwerpen Belgien 14.05
Hamburg Deutschland 16.05
Honfleur Frankreich 18.05
Fishguard Großbritanien 20.05
Liverpool Großbritanien 21.05
Belfast Großbritanien 22.05
Greenock Großbritanien 23.05
Dublin Irland 24.05
Cobh Irland 25.05
Portland Großbritanien 27.05
Dover Großbritanien 28.05
Hamburg Deuschland 30.05

Meldet euch gerne hier, wenn ihr in der Nähe seid! Ich freue mich!Bald dann erste Eindrücke von der AIDAvita!

GRÖẞER IMMER BESSER?

Die einen würden sagen „Ja“ – „Auf die Technik kommt es an“ die anderen. Aber wovon reden wir hier? Woran ihr denkt, da bin ich mir nicht ganz sicher. Ich jedoch rede (besser vielleicht: schreibe) von meinem Umstieg von der AIDAmar auf die AIDAprima. Die nämlich ist gleich mal ein ganzes Stück größer und „moderner“ als der Kutter, auf dem ich vor zwei Wochen noch unterwegs war.

Gefühlt gibt es doppelt so viele Restaurants und Bars – womöglich nicht nur gefühlt, aber das müsste ich nachlesen – dazu reicht die Motivation gerade nicht aus. Es gibt auf jeden Fall etwas mehr Vielfalt. Hier finden sich nämlich jetzt auch ein Klettergarten, eine Art Wasserpark inkl. Rutschen, ein sog. Beachclub, ein Kochstudio, unzählige Shops und einen Magnum-Store, sowie die berühmte Scharfe Ecke, an der es noch bis spät in die Nacht lecker Curry-Wurst gibt. Zwar nichtganz so wie in eurer Vorstellung – bzw. hier eine kurze Darstellung meiner Gedanken, als mir davon das erste Mal berichtet wurde: Ihr kennt Ditsche und seine kleinen Sketsche in dem Imbiss? Ja – ungefähr so hatte ich mir das vorstellt. Ditsche hört sich für euch an wie ne neue Ketchup Sorte? Dann ist es spätestens jetzt an der Zeit „Ditsche“ auf Youtube einzugeben. Aber immerhin: Bier aus der Knollenflasche gibt es! Und die Wurst die da über den Tresen kommt, schmeckt auch nicht schlechter als die auf dem Spielbudenplatz in Hamburg auf der Reeperbahn. Aber ich schweife ab – hab aber auch gerade echt Hunger. Und Durst. Bier. Hä?!

 

„Hallo – spricht da der Nightauditor der AIDAprima?“ meldete sich vor wenigen Tagen eine Kollegin eines unserer Flottenschiffe, die damit kämpfen mussten, dass deren Nightauditor krank im Bett lag und sie nun ohne Nightauditor-Wissen versuchte die Nacht zu überstehen. „Ich dachte ich ruf mal auf dem großen Schiff an. Dort MUSS jemand mit Erfahrung sitzen!“ Ich hab selten so gelacht, aber konnte ihr trotzdem helfen. Also um es kurz zu machen: Der Job ist wie fast erwartet ähnlich, nur noch weniger als auf den kleinen Schiffen, da hier wohl zuvor nicht die hellsten Birnen auf dem Arbeitsplatz von mir saßen – oder so taten (Dann wären sie wiederum Genies). Jedenfalls sind mir hier noch weniger Arbeiten zugeteilt als zuvor. Einzig die Arbeit, die mir vorher schon nicht besonders gefallen hat, ist nun noch mehr. Mehr Bars und Restaurants bedeuten auch mehr Belege die es zu sortieren gibt. Abgesehen davon, trage ich nur noch ein paar Zahlen ein und bin eigentlich soweit durch mit meinem Job. Wenn da nicht noch die Gäste wären.

Von denen gibt es ja nun auch doppelt so viele an Bord. Und auch doppelt so viele verlaufen sich Nachts an die Rezeption. Jetzt gibt es doppelt so viele Geschichten zu erzählen. Aber es sind eher doppelt so viele gleicheGeschichten. Aber vielleicht dennoch ein paar kleine Highlights, die ich guten Gewissens erzählen kann:

03:00 Uhr morgens: „Hallo ist dort die Rezeption?!“ „ja bitte?!“ „Ich habe um 8 Uhr einen Termin im SPA – könnte ich das verschieben?“ Kurze Stille in der Leitung – der Gast scheint selbst zu merken, dass das schwierig werden könnte und setzt erneut an. „Ah – das ist wohl jetzt eher schwierig oder?!“

08:00 Uhr morgens: „Hallo?! Im Gang auf Deck 7 liegen zwei fast nackte Männer im Flur“

Gerade sind wir mit Kurzreisen beschäftigt und viele Tage auf See, weshalb ich nur sehr wenig von draußen berichten kann, was sich aber hoffentlich jetzt ab Samstag endlich ändert. Dann geht’s es wieder auf unsere normale Ostsee-Tour. Schon am 8.6. freue ich mich sogar auf bekannte Gesichter, die eine Tour auf der AIDAprima gebucht haben. Im Juli sogar dann noch mehr Besuch! Bis dahin bin ich auf dem großen Kutter hoffentlich dann auch richtig angekommen. Denn einen großen Nachteil hat meine Position dann eben doch. Während alle anderen sich bei Bier, Wein & Schnaps in der Crewbar näher kommen und Freundschaften schließen, bleiben mir meist nur ein paar Gesprächen in der Messe beim Essen, wenn die Laune der Kollegen häufig noch nicht auf vollen Touren läuft oder insbesondere e beim Frühstück, eigentlich nur der Körper des Kollegen vor einem sitzt. Der Rest scheint noch irgendwo fernab im Reich der Träume zu sein. Doch wenn jetzt die normalen Touren wieder starten und ich mit einem schönen Bierchen in der Hand in Stockholm an der Pier sitze, dann weiß ich wieder warum hier mir gerade diese Position an Bord ausgesucht habe. Nämlich die Position, die als eine von ganz wenigen, den ganzen Tag frei hat und für die kein Ausflug zu lange ist. Dann hat man auch genug Zeit um in Ruhe ein Foto zu machen.

3 Wochen geschafft!

Wie schon als Barkeeper vergeht die Zeit wie im Flug – wenn nicht sogar noch schneller. Man wird ja auch nicht jünger. Da sitz ich nun in meiner Nachtschicht von 23 Uhr bis 7 Uhr. Die Vorteile liegen klar an auf der Hand:Ich hab ab 7 Uhr dann den ganzen Tag frei, ich arbeite allein und dann kommen wir auch schon zu den Nachteilen: Ich arbeite allein und hab ab 7 Uhr den ganzen Tag frei. Und dann der nächste Vorteil der vom Nachteil zunichtegemacht wird: Ich trinke kaum Alkohol– dafür Zucker aufgelöst in Energy und Softdrinks und lecker zubereitet in Schokolade. Sport? Ja – hatte ich vor. Habe ich vor. Naja iwas dazwischen. Noch bin ich jedenfalls nicht dazu gekommen. Kommt noch. Vielleicht. Hoffentlich.

Die Route – die Metropolentour. Ja – naja ich würd sie persönlich nicht unbedingt buchen. Die wirklich interessanten Städte wie London und Paris sind zu weit von der Küste entfernt, sodass ein Besuch dorthin immer mit relativ hohen Kosten verbunden ist. Zugleich sind die Städte viel zu groß, um sie an einem Tag zu erkunden. Brügge und Rotterdam machen da die Ausnahme und können sich als Highlights der Reise betiteln lassen. Letzteres hab ich mir selbst schon ein bisschen angesehen, Brügge fehlt noch, steht allerdings weit oben auf meiner Liste.

Als alter Hobbyfotograf würde ich ja öfter gern zu den Abendstunden unterwegs sein, aber das lassen meist unsere Liegezeiten nicht so. Schade eigentlich und für Fotografen der große Nachteil, wenn man glaubt mit dem Schiff viele schöne Destinationen in wenigen Tagen fotografieren kann. Also ja kann man – aber nicht umsonst sind berühmte Fotos zumeist in den frühen Morgen oder späten Abendstunden entstanden.

Aber zurück zum Schiffsleben. Die Crew, die Kollegen und Vorgesetzten scheinen alle samt relativ entspannt zu sein – was ja bei meinem letzten Vertrag nicht ganz der Fall gewesen ist. Gefühlt fehlt dem Schiff allerdings ein wenig Action – aber ich arbeite ja auch, wenn die in der Theorie stattfindet, also vielleicht täuscht das auch. Was gibt’s über meinen Job zu erzählen? Ich sitze nachts im Büro direkt an der Rezeption und empfange die Kollegen aus den Bars und den Restaurants, prüfe ob deren Belege vollständig sind, richtig storniert wurde und bin verantwortlich für alle Gäste und Anrufe die Nachts entweder meine Nummer wählen oder persönlich an die Rezeption kommen. Hier ist die Vielfalt eigentlich nicht zu überbieten. Hier ist wirklich alles dabei: Besonders unterhaltsam an den Tagen, an den wir die Zeit umstellen.

„Ich stehe hier vor dem Restaurant mit anderen Gästen und die sollten schon seit 15 Minuten offen haben!“ – mhm sie sind leider ne Std. zu früh dran.

Aber auch sonst… Karte verloren oder auch Karte verloren und nicht mehr wissen welche Kabine man den bewohnt. Weckruf stellen. Fernseher zurücksetzten, Batterien tauschen, Safenummer vergessen, Essen im Restaurant buchen, den Geburtstag von seinem Sohn vergessen und in einer Nacht und Nebel Aktion eine Torte ordern wollen. Oder eben auch sich volllaufen lassen und mit der Alten streiten, dass es das ganze Deck mitbekommt. Klimaanlage zu kalt oder auch zu warm. Die Kabine ist zu laut, das Schiff wackelt zu sehr. Mir ist schlecht. Ich will den Doktor sehen „Das kostet aber außerhalb der Sprechzeiten extra!“ Oh ne dann nicht. Nehmen die in England eigentlich auch Dollar? Ja man könnte eigentlich ein Buch schreiben und ich arbeite nur nachts an der Rezeption. Die Kollegen von der Tagschicht können da sicher noch so einige Geschichten erzählen. Generell gefällt mir der Kundenkontakt aber und man freut sich, wenn man dem Gast wieder weiterhelfen konnte, oder ein Missverständnis aus der Welt schaffen konnte.

Die ersten Eindrücke sind somit durchaus positiv. Vielleicht nicht ganz so großartig, wie man sich das zuvor vorgestellt hatte. Aber die schönen Touren kommen noch und dann zahlt es sich aus 7 Tage die Woche zu arbeiten und 4,5 Monate lang auf feiern zu verzichten. Ja daran glaube ich – ganz fest – Also naja – Ja doch ganz bestimmt.

Wenn ich so ein bisschen meinen Rhythmus gefunden habe, kommt hier sicher auch wieder mehr. Nicht nur über das Leben an Bord, sondern hoffentlich auch wieder weiter im Bereich Bar usw.

Bis dahin

Lars

Zurück zu AIDA und Sturm in Amsterdam

Hallo zusammen,ich weiß es wird langsam schwierig da noch ganz durchzublicken. Doch wieder Schiff? Bin ich nicht gerade erste in Ingolstadt und dem neuen Job so richtig angekommen? Ja, was soll ich sagen? Dieses Mal war es eine Bauchentscheidung. Ich hatte schon immer mit dem Gedanken gespielt ganz vielleicht mal wieder auf den Kutter zu steigen, dass sich jetzt mein Leben innerhalb von zwei Wochen auf den Kopf stellen würde, damit hatte ich nicht so richtig mit gerechnet. Aber zu den Fakten:Ich steige am 14.03.2019 auf die AIDAmar auf und wechsle zum 16.05 auf die AIDAprima. Am 22.07 ist dann die Fahrt erstmal wieder vorbei. Aussagen wie "die nächsten 3 Jahre bleibe ich Seemann" gibt es dieses Mal nicht! Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Dieses Jahr bringt die Zukunft noch die Herausforderung den Couchclub in München ab September leiten zu dürfen. Darauf freue ich mich schon und bin gespannt was mich erwartet.Steht da nicht noch was von Sturm in Amsterdam? Richtig - es wäre ja auch nicht mein Leben, wenn nicht wieder etwas nicht so ganz läuft wie geplant (Wer sich erinnern kann - das letzte Mal hätte ich, wegen fehlender Papiere {ich war nicht schuld}, fast nicht aufsteigen dürfen. Gestern aber, war es der Wind der alles etwas durcheinander brachte. Am Münchner Flughafen angekommen, dachte ich zunächst die Technik ist in Deutschland einfach noch nicht so weit und das Self-Check-In ist eben doch noch nicht ganz ausgereift. Ich konnte mich nämlich nicht einchecken. Am Schalter: "Der Flug nach Amsterdam? Der ist gestrichen, gehen Sie hier und dort hin". Am nächsten Schalter angekommen, eine endlose Schlange und nur zwei verzweifelte Mitarbeiter, die jeden Gast einzeln umbuchten, Hotels organisierten, usw. usw. Da stand ich nun. Zwischenzeitlich zweimal mit AIDA telefoniert, mit meinem Papa telefoniert, meine Musikplaylist durchgehört und alle Teile der Herr der Ringe Reihe angesehen. Letztendlich gab es die Info, dass es heute nicht mehr nach Amsterdam geht und ich auch ersten morgen (also heute.) um 17.30 den Flieger nehmen kann. Immerhin Lufthansa. Das Hotel Kategorie: Luxus. Bis auf die unnötige Wartezeit am Schalter, war das ganze eigentlich eher entspannt als nervig. Heute morgen habe ich ordentlich gefrühstückt und warte gerade auf mein Taxi, dass mich dann wieder an den Münchner Flughafen bringt. Dort hoffe ich auf ein stressfreien Security-Check. Ich mag mein Kamera-Equipment ungern am Flughafen zurücklassen....Dann ab nach Amsterdam. Das Schiff liegt eh noch die ganze Nacht, daher war die unerwartete Verspätung kein Problem. Ich bin schon gespannt, welche Hürden noch zu meistern sein werden, ehe der entspannte Teil des Abenteuers los geht.Wer in den kommenden Wochen mal in Hamburg ist, kann gerne mal für ein paar Stündchen an Bord kommen als Tagesbesucher. Schreibt mir, dann zeig ich euch mein schwimmendes Zuhause für die nächsten Monate.

Ein kurzer Rückblick

Leicht einen sitzen und keine Termine. Auch für mich eines der besten Beschreibungen für Glück. Also leicht einen sitzen hab ich - allerdings die Termine nehmen noch kein Ende. Arbeitsamt hier, Arbeitsamt da, TÜV, kein TÜV, Werkstatt, Wohnung leer räumen, München, Nürnberg und Coburg im täglichen Wechsel. Also knapp ne Woche dauerts wohl noch bis ich wirklich etwas rasten kann. Aber wie war es jetzt auf dem dicken schmutzigen Dampfer. Es lässt sich mehr oder weniger mit DURCHWACHSEN beschreiben denke ich. Selten hatte ich so viele Höhen und Tiefen in einer so kurzen Zeit. Nach ersten Horrortagen, konnte ich mich jedoch schnell einleben und hatte großen Spaß in der AIDAbar. Die Kollegen respektierten mich und wir hatten ein gutes Team. Dann kam die Versetzung in Vinothek, womit das ganze Dilemma dann begonnen hatte. Die ersten Wochen waren noch spannend, zwar auch anstrengend, aber ich konnte zeigen was ich kann. Nach der ersten Phase allerdings und ohne ein Ende dieser Zeit in Sicht, ging es mir zunehmend schlechter und die Motivation ließ stark nach! Oder weniger die Motivation als meine Laune. Es kostete jeden Tag mehr Energie die Schicht zu bestreiten. Nach einem gefühlten Kampf raus aus der Vinothek, rein in die Poolbar begann ein sehr schöne, wenn auch sehr kurze Zeit an Bord der AIDAblu. Ich konnte mir sehr schnell den Respekt einer hoch gefürchteten Head Barkeeperin verschaffen. Nachdem Sie mir beim ersten Vorstellen noch nicht mal meine Hand geben wollte, sollte ich sie schon nach wenigen Tagen "Ate" nennen, was soviel wie Schwester bedeutet. Wir arbeiteten Hand in Hand in der Bar. Ich versuchte alles was ich bisher wusste an die anderen Jungs weiter zu geben. Zudem startete ich endlich mein Crosstraining und hatte dadurch zwar sehr lange Tage aber ich war gefordert und hatte einen guten Ausgleich zu meinem Barleben. Es ist interessant, dass die Zeit in der Poolbar von meinen Vorgesetzten genau andersrum eingeschätzt wurde. Das hatte ich ein paar Tage vor meinem Abstieg erfahren. Während meiner Zeit dort, hatte niemand mit mir darüber gesprochen. Aber darauf kommen wir später zurück. Nach der Poolbar ging es für ein paar Tage in die Blubar und von dort in die Cafe Mare Bar - mein Bonbon zum Abschluss. Geplant waren genau zwei Reisen, also ca. 3 Wochen dort. Dann sollte die Kollegin wieder übernehmen. Aber es kam wie oft auf dem Schiff kommt. Der Plan ging nicht auf. Ich sollte in der Cafe Bar bleiben. Ich übte also über vier Monate die sogenannte Headbarkeeper Position aus - bekam aber meine Beförderung nicht. Aktuell plane ich im September wieder aufzusteigen. Ich glaube nicht, dass das alles war. Ich hatte einfach Pech. Und das nächste mal hab ich Glück. Und wenn nicht, dann ist die Option AIDA eben leider früher zu Ende als gedacht, aber dann ziehe ich eben eine andere. Aber weg von meinem Arbeitsleben an Bord. Darüber gibt es nämlich wirklich nichts aussergewöhnliches zu sagen. Das Schiffsleben außerhalb der Arbeitszeiten ist aber schon etwas besonderes. Alles ist iwie eine große Familie. Alle helfen sich gegenseitig. Wir sitzen ja schließlich alle im gleichen Boot. Das Essen ist gut und das Bier günstig. Was will man eigentlich mehr? Mal ein freier Abend wäre schön gewesen, aber das ist im Bardepartment nicht vorgesehen. Vor 0 Uhr ist da niemals Feierabend. Das zerrt - die anderen können gemeinsam Essen gehen oder sich von dem Abendprogramm an Bord verzaubern lassen. Es entspricht etwas mehr dem Traumjob,  von dem viele denken das ihn alle am Schiff haben. In der Bar ticken die Uhren allerdings etwas anders. Aber das Arbeiten als Barkeeper hat auch Vorteile. Es gibt in den meisten Bars drei Schichten, was bei regelmäßiger Rotation recht angenehm ist. Zu lange in der gleichen Schicht nervt allerdings ziemlich schnell. Stichwort 10 Wochen Vinothek.Aber dann verdient man doch sicher ein Haufen Kohle.... Ja und nein. Für die vielen Stunden, keinen freien Tag keinen freien Abend verdient man einen Witz. Aber bedenkt man, dass Unterkunft und Verpflegung schon dabei ist, ist es wiederum gar nicht so schlecht. Man kann gut was beiseite legen - wenn man will - mehr zumindest als an Land. Ist es das wert? Das ist so ein bisschen dir Frage. Das muss ich noch rausfinden. Aber es gibt einen Vorteil an Bord, den ich tatsächlich nicht mehr missen will: Keine Sorgen. Also im Sinne von keine Rechnungen die im Briefkasten liegen, kein Auto das kaputt geht und repariert werden will. Kein Haushalt der gemacht werden muss. Man muss sich um nichts kümmern, außer seine Arbeit an Bord. Daran könnte ich mich tatsächlich gewöhnen. Denn kaum an Land angekommen, ging es schon los. Bis nächste Woche stecke ich noch voll im Papierkrieg. Was mache ich jetzt eigentlich mit dem Blog? Der soll weiter gehen. Vielleicht demnächst mit ein paar leckeren Cocktailrezepten und immer mal wieder paar Geschichten, wie es bei mir und der Bar weiter geht. Vielleicht schaff ich es ja sogar mal mehr als alle drei Wochen zu schreiben. Sobald ich meinen eigenen Schreibtisch wieder habe, klappt das mit Sicherheit!Bis dahin sehen wir uns vielleicht am Tresen! Ahoi!

Land in Sicht!

Aber sowas von! 5 Schichten a 12 Stunden noch, dann ist es endgültig vorbei! Kann es wirklich kaum erwarten. Der oft angekündigte Motivationsschub bleibt bei mir aus. Wäre nicht in 5 Tagen Schluss, wäre ich selber bald nach Hause. Einen großen Rückblick will ich nochmal nach ein paar Tagen an Land weiter schreiben, aber vielleicht nur ein paar Sätze. Es war eine große Erfahrung, aber auch lange nicht der Traumjob, von dem viele denken, dass ich ihn ausführe. Solch einen Vertrag werde ich nicht nochmal machen - das steht schon mal fest. Aber es wird mit Sicherheit noch einer werden - das steht auch fast fest. Ich hoffe einfach, dass es auch anders geht und auch durch meine neue Position alles etwas anders wird. Ich wurde auch zu einem Führungsseminar von Aida eingeladen, welches nur für weit aus höher Positionierte bestimmt ist. Ich freu mich schon und bin zudem dankbar das meine Leistungen und Bemühungen doch in einer gewissen Weise anerkannt worden sind.Aber dazu wann anders mehr - nun nur ein paar Bilder von der Reise mit Sandra und Stefan! Danke, dass Ihr hier wart! Bis bald schon! Ahoi!

Noch 3.....

Wochen und ein paar Tage.... ich bin immer noch in der Cafe Mare Bar und werde dort wohl auch bis zum Ende meines Vertrages verweilen. Die Bar ist genauso wenig meins wie es die Vinothek war... keine Tresengäste und viel Kaffee aus der Maschine. Zwar das eigene Outlet.. aber das könnte auch ein 12-jähriger hinkriegen. Ich fange meist gegen 12 Uhr an - weßhalb ich zu oft noch nach der Arbeit in der Crew bar versacke... weder gut für meine Leber noch für mein Bordkonto. Man gönnt sich ja sonst nix. In drei Tagen ist die Reise und damit die letzte Kanaren Tour vorbei. War schön - reicht jetzt aber! Nach weiteren 2.5 Reisen sitze ich schon im Flieger Richtung Nürnberg! Endlich. Nach über 180 Tagen mal wieder einen freien Abend! Ich freu mich drauf! Es gibt sonst nicht viel zu berichten, außer das nächste Reise Sandra und Stefan zu mir kommen und ich mich freue mit den zwei das ein oder andere zu erleben. Davon werde ich bestimmt berichten. Bis dahin. Ahoi

Schon wieder zwei Wochen vorbei.

Heute mal vom Handy aus - sonst wird das nichts mehr mit einem neuen Beitrag. Langsam ist man echt froh - besser: bin ich froh, wenn es rum ist. Die letzten Reisen waren sehr sehr langweilig und ich war kaum draußen. Wenn ich mich recht entsinne dann war es einmal in Funchal (der Ausflug ist aber im Nebel versunken) in den letzten drei Wochen. Aber ich tausche bald die Schicht, sodass ich wieder am Nachmittag eine lange Pause habe und raus kann. Wird Zeit. Die Zeit an Bord rennt aber trotzdem.... in drei Wochen kommen schon Sandra und Stefan zu mir an Bord (gute Freude aus Nürnberg)!! Freu mich riesig... wird bestimmt ne schöne Tour und wir werden bisschen was zusammen unternehmen. Danach sind es auch nur noch 1.5 Reisen, ehe es nach Hause geht. Oder auch in drei Beiträgen, wenn man meinen aktuellen Schnitt nimmt... zuhause freu ich mich auf Familie und Freunde - auf ein großes Bett und meine Lieblingsbars. Schon 140 Tage arbeite ich nun am Stück. Tag ein und Tag aus. Kein Wochenende. Kein Sonntag. Kein freier Tag. Nicht einmal ein freier Abend. Das zerrt schon auch iwann mal an einem. Aber nun es nur noch etwas mehr als 40 Tage. Die werden auch schnell vergehen. In wenigen Tagen findet zudem ein großer Crew Wechsel statt. Es werden ein paar tolle Leute gehen. Bin schon gespannt wer so nach kommt. Bis dahin verweile ich noch etwas in der Cafe Mare Bar und hoffe schon bald wieder spannendere Geschichten erzählen zu können. Ahoi!

Seit neun Tagen nicht an Land

Ja nun seit nun nach langem Nerven und Würgen jetzt dann doch endlich mein Crosstraining als Redakteur angefangen habe gibt es darüber nicht viel zu berichten, außer das ich grundsätzlich froh bin, einfach mal etwas anderes zu machen. Was mache ich eigentlich genau? Ich bin vor allem verantwortlich für die AIDA Heute, eine kleine Zeitschrift mit den wichtigsten Infos für den Tag an Bord, die jeden Tag 1500 x gedruckt werden muss. Texte einfügen und austauschen, erweitern und kürzen. Öffnungszeiten ändern und anpassen, und den Tagesablauf detailliert eintragen. Philipp lacht wahrscheinlich, wenn er das hier liest. Der Eggers und Texte schreiben – na das kann ja was werden… Aber ich hab ja vom Besten gelernt die letzten Jahre – das klappt nämlich ganz gut! Und so viel ist da auch wieder nicht dabei. Ja – der Nachteil an dem Training ist jedoch meine aktuellen Arbeitszeiten von 9 bis 12 von 14 bis 20 und von 21 bis 00 30 Uhr. Ich arbeite also quasi den ganzen Tag. Deshalb auch die Überschrift….. Mit Landgang ist da nicht viel. Aber das ändert sich schon bald wieder. Ab der nächsten Reise, bin ich nur noch vereinzelt für das Training beim Redakteur und werde zudem wieder die Bar wechseln. Ich bekomme erneut eine eigene Bar – die Cafe Mare Bar– dieses Mal allerdings mit zwei Mitarbeitern. Es ist wieder ein weiterer Schritt Richtung neuer Position. Dann habe ich tatsächlich auch fast alle Bars an Bord in nur einem Vertrag kennengelernt. Mal sehen vielleicht geht es zum Ende meines Vertrages noch in die Anytme Bar, dann hab ich alles durch. Ich gehe aber davon aus, dass ich meinen Vertrag wohl in der Cafe Mare beende. Wir werden sehen.Ansonsten ist die Stimmung bei mir an Bord zur Zeit so mittelmäßig. Ich bin etwas genervt von meinen Vorgesetzten, oder besser von der Hierarchie hier an Bord und wie diese funktioniert, bzw. in meinen Augen nicht funktioniert – ich seh irgendwie nicht ein, nur weil das ja „Schiff“ ist oder „ja das ist schon immer so“ manche Sachen einfach zu hinzunehmen. Das ist für mich Stillstand – man möchte sich nicht weiterentwickeln. „Du bist ja nur Barkeeper“. Hört man dann auch hier und da mal. Ich habe schon lange aufgehört mich vor meinen Vorgesetzten in die Hose zu machen und blind irgendwelchen sinnlosen Anweisungen zu folgen oder alles zu glauben was sie einem so erzählen. Das soll hier gar nicht falsch rüberkommen. Das sind privat alles großartige Menschen, die sicherlich auch beruflich hier an Bord ordentlich was auf dem Kasten haben, aber man hat das Gefühl, dass Sie sich ein bisschen was auf Ihre Position einbilden. Nicht alle – das muss hier auch mal gesagt werden. Aber manche fühlen sich eben so sehr auf den Fuß getreten, weil man hier und da mal einen Vorschlag macht, etwas anders zu machen als bisher. Der große Vorteil an einem Erstfahrer ist, dass er die Dinge noch aus einem anderen Blickwinkel sieht. Mit Sicherheit stumpft man eben nach ein paar Jahren AIDA ab und verliert den Blick für Neues. Aber es wäre ja eine Schande, wenn dann auf einmal jemand Neues kommt und eine Idee hat, die eventuell auch noch Sinn macht. „Warum bin ich denn da nicht draufgekommen – das können wir nicht umsetzten, wie stehe ich denn dann da?“ So oder so ähnlich müssen sich die Gedankengänge anhören. Auch enden Diskussionen immer meist zu Gunsten der Vorgesetzten. Das ist dann reine Psychologie – der Mensch ist grundsätzlich von seiner Meinung mehr überzeugt, auch wenn es neutral betrachtet falsch ist. Und bei AIDA scheint das Phänomen besonders stark ausgeprägt zu sein. „Ich habe Recht – habe ja schließlich Streifen“. Das interessante an der ganzen Sache ist eigentlich ja, dass dies kein AIDA Problem ist. In wie vielen Unternehmen habe ich schon gearbeitet, wo ich mir auch immer an Kopf gefasst habe: Was machen die da? Und sicher, habt auch ihr sowas bei euch auf der Arbeit erlebt. Es ist überall das Gleiche. Auch wenn es alles nur in kleinem Stil war – als Phillip, Chris und Ich „Departure“ organisiert haben, konnte man sehen wie es funktionieren kann. Und es ist auch nicht, was wir alles richtiggemacht haben – wie auch? Aber die Dynamik im Team war der Wahnsinn und es kann so viel dabei entstehen, wie man ja auch sehen konnte. Es war nicht nötig zusagen du machst das und du machst das so und so. Wir waren alle die dabei waren ein großes Team und es hat sich für jeden Bereich eigentlich ein Team völlig selbständig gebildet, weil sich jeder dort angeschlossen hat, was er gut kann. Neben nur groben Vorgaben (Es gab quasi nur eine To do Liste aber ohne Zuteilung wer was macht – das war jedem freigestellt), waren den Jungs und Mädels quasi freie Hand gelassen. Wir hatten Vertrauen in die Leute und wurden dafür mehr als belohnt. Was wir eigentlich bei allein drei Veranstaltungen, auch insbesondere bei der letzten Veranstaltung auf die Beine gestellt haben, gleicht einem kleinen Wunder. In der kurzen Zeit mit freiwilligen Leuten. Auch wenn es schon ein halbes Jahr her ist. Ich bin immer noch stolz auf uns alle. Bis dato sind und bleiben wir die einzigen, die in der Größe und liebe zum Detail dort etwas auf die Beine gestellt haben. Für alle die sich jetzt denken – „Hä?  Wo von sabbelt der Trottel da?“  die schauen auf www.esevents.de und dürfen sich von den dort verlinken Videos ein bisschen verzaubern lassen. Bei Departure 1, passt die Musik leider nicht mehr zu dem Video und auch die Webseite ist nicht mehr wirklich aktuell, da wir so als E&S Events aktuell nicht mehr auftreten.Jetzt bin ich etwas weit abgekommen, aber das musste jetzt auch mal gesagt werden. Ich bin aktuell einfach zu sehr fokussiert, weiter voran zu kommen, als das ich einfach nur meinen etwas zu simplen Barkeeperjob mache und das restliche Schiffsleben genieße. Und für viele andere Dinge einfach mein Hirn ausschalte. Das klappt aber nicht und wird auch nix mehr bis zum Ende es Vertrages. Ich werde also meinen Vorgesetzten weiter aufn Sack gehen und meine Infos die ich gern hätte einfordern. Und immer hinterfragen, warum genau ich eigentlich das mache, was ich gerade tue. Allen voran dann, wenn ich mir schon wieder denke: „Watn dummer Scheiß ey!“Das sind so schöne letzte Worte, dass ich meinen Beitrag hier beende und mich die Tage wieder melde! Ahoi!

Zwischen Alltag und frischer Luft

Nachdem Onkel Patrick schon keine Fingernägel mehr hat, da er schon nervös auf den nächsten Beitrag wartet, soll es nun so weit sein. Es gab jetzt schon länger nix mehr von mir zu hören, da es zurzeit tatsächlich etwas langweilig auf dem Schiff ist. Ich erlebe aktuell an Land mehr. Ich werde demnächst ein paar Bilder hochladen – hoffe ich. Mein Tag beginnt von 9 Uhr bis 12.30 Uhr in der Poolbar. Das Wetter ist aktuell kein Genuss, weshalb sich auch nur wenige Menschen an meinen Tresen verlaufen. Wenn ich nachmittags um 17.30 Uhr wieder starte, fangen wir meist schon an die Bar zu schließen. Nach mehrstündigem Putzwahn geht es dann aber nicht in den wohlverdienten Feierabend, sondern als Aushilfe in die anderen Bars. Dort ist auch nichts los – aber Hauptsache, wir haben 11 Stunden am Tag gearbeitet. Naja aber es gibt schlimmeres. Ich habe jetzt noch genau zwei Monate, ehe es wieder nach Hause geht. Ich freu mich schon riesig darauf mal wieder ein Tag lang das zu machen, was ich möchte – nämlich NICHTS! Bin mir aber relativ sicher, dass die letzten zwei Monate relativ fix vorbei seien werden. Für die Zukunft steht aktuell noch alles offen. Derzeit ist noch kein weiterer Vertag unterschrieben. Allerdings werden es immer mehr Optionen, die ich ziehen kann. Ganz neu: Burgerking Deutschland hätte mich gern zurück. Lustigerweise war eine meiner Cocktail Workshop Teilnehmerin eine große Destrict Leiterin und wird sich bald bei mir melden. Mal sehen was sie so für mich hat. Ein bisschen reizt mich die alte Liebe Burgerking ja doch immer noch ein bisschen. Aber alles mit Ablaufdatum. In ein paar Jahren geht es ja schließlich mit der eigenen Geschichte los. Bis dahin mache ich gerne alles, wenn die Rahmenbedingungen passen. So kann ich mir auch vorstellen als Wirtschaftsingenieur einzusteigen – ein paar Jahre… Na wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Auch startet jetzt endlich mein Crosstraining zum Redakteur in ein paar Tagen. Dann werde ich zwar kaum noch raus kommen da ich dann gefühlt den ganzen Tag arbeite, aber wird Zeit, dass ich damit endlich anfangen kann. Denke viel mehr als 2 – 3 Wochen werde ich nicht dafür brauchen, ehe alles sitzt. Wenn das dann abgeschlossen ist, hab ich nur noch einen Monat an Bord. So kann man es nämlich auch sehen. Bald stehen dann schon die Flugdaten fest und der Abschied rückt näher und näher. Was aber dann doch noch Erzähl-Potential hat, ist die Tatsache, dass das Schiffsleben neben der vielen Arbeit auch noch weitere nicht so schöne Nebenwirkungen hat. So ist nun erstmalig eine gute Freundin abgestiegen, die ich tatsächlich gern noch länger an Bord gehabt hätte. Wir haben uns richtig gut verstanden und hatten viel zusammen unternommen. Wenn es blöd läuft, siehst du solche Freunde dann Jahre lang nicht, da sie auf anderen Schiffen unterwegs sind oder eben gerade an Land, wenn du aufm dem Kutter bist. An dieser Stelle also beste Grüße an Sarah! Hoffentlich bis bald! Aber so ist das eben an Bord - fast täglich steigen tolle Menschen ab und es kommen andere. Auch für mich heißt es bald … auf AIDAsehen! Aktuell gehe ich davon aus, dass ich noch einen Vertag mindestens fahre – aber das wird dann erst gegen Ende des Jahres sein. Von April bis August ca., wird an Land geackert. Mal sehen, was sich so ergibt. Bin für alles offen! Mit diesen Worten, geht es ab ins Bett. Bis nächste Woche! Ahoi!

Kein Blog mehr?!

Doch natürlich! Nur fehlt etwas die Zeit - oder besser die Motivation. Ich hatte relativ kurz nach meinem letzten Beitrag sogar schon etwas verfasst, bin aber nicht fertig geworden..... hoffentlich schaffen es diese Zeilen. Ja was soll ich erzählen? Aus Weinexperte Lars ist jetzt Poolboy Lars geworden. Es macht Spaß - die neue Head Barkeeperin ist auch in Ordnung und die Gäste super entspannt. So hab ich das gern! Die Reisen sind nach wie vor ruhig und daher ist nicht viel zu tun. Ich warte aktuell darauf, endlich mit meinem Crosstraining anfangen zu können. Ich muss da mal jemanden in Arsch treten, glaub ich. Dann kann ich von der Arbeit als Redakteur auch mal was berichten. Die Workshops in der Vinothek besuche ich auch immer noch, um meiner Ablöse Duncan etwas beizustehen. Unsrere gemeinsamem Runden kommen sehr gut an und wir werden das noch weiter beibehalten, solange es die ruhigen Reisen zulassen.Ein kleines Highlight gab es allerdings in den letzten Tagen. Daniel und Menny waren zu Besuch in Cadiz und wir haben paar feine Stunden verbracht! Auch in Furteventura haben Sarah und ich die Insel mit dem Auto unsicher gemacht. Das mache ich jetzt öfter. Ist günstig, einfach und man sieht deutlich mehr! Nur noch 2.5 Monate trennen mich aktuell von einem ganzen Tag auf dem Sofa mit Lieferservice und Bier so wie ein Abend in der Sondabar mit den besten. Oder ein Essen bei der Oma in der Stube. Eigentlich als normaler Mensch gar nicht vorstellbar: Wir arbeiten hier jeden Tag 11 Stunden, an 7 Tagen in der Woche und 30 Tagen im Monat und das sechs davon ohne Pause. Wir haben hier keine anstrengende 50 Std Woche, sondern eine ganz normale 77 Std Woche. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Es ist eine ganz besondere Erfahrung und ich bin froh sie gerade zu machen und werde sie bestimmt auch nochmal antreten. Nicht alles was glänzt ist Gold auf dem Schiff, dass hat man vielleicht schon in den letzten Blogs erahnen können, allerdings würde ich auch niemanden davon abraten, diesen Schritt zu wagen. Auch ich habe an Bord extrem viel dazu gelernt und das in kürzester Zeit. Aber da geht immer noch mehr :D Bin schon heiß auf die kommenden Monate. Mal sehen was ich bis dahin zu reißen kann. Und für alle die mir hier und da Nachrichten in Whatsapp oder via Facebook zukommen lassen: Ich versuche wirklich zu antworten, aber dazu fehlt tatsächlich die Zeit - ich gebe aber mein bestes und schicke die Antworten bald möglichst raus. An dieser Stelle seid alle herzlichst gegrüßt und bis zum nächsten Blog von eurem Poolboy Lars