Einmal quer durch die Welt

Heute mal ganz verrückt. Wer zu faul zum lesen ist, kann auch gern meiner Stimme lauschen.

Über Dubai nach Marseille

Bei meinem letzten Beitrag - der, WTF auch schon wieder 6 Wochen zurück liegt - war ich gerade auf der AIDAvita im sonnigen Dubai angekommen. Was so ein bisschen Sonne ausmachen kann. Tagsüber war es nicht zu heiß und am Abend konnte man gemütlich draußen sitzen und die Wüstenluft genießen - Ausblick auf Dubais Skyline inklusive. Und das macht schon was aus. Auf der AIDAdiva waren mir die Tage zum Ende hin definitiv zu kurz. 15/16 Uhr Sonnenuntergang und die totale Finsternis - das ist einfach nichts für mich.
Die Stimmung auf AIDAvita war wunderbar und schon wieder hatten wir so einen verrückter Koch, der es einfach nicht sein lassen konnte, sich Tag für Tag, selbst zu übertreffen. So wird das nichts mit dem abnehmen. Aber hey - derzeit habe ich ja auch noch ein Doppel-Bett, Platz ist also noch vorhanden. Was hatte AIDAvita aber sonst noch so zu bieten? Gute Kollegen, einen offenen Pool und ein Volleyballfeld, auf dem der “High Tower” auch oft für Angst und Schrecken gesorgt hat!

IT Probleme

Der ein oder andere hat es sicher in den Nachrichten verfolgen können. Ab dem 25.12.2020 ging leider Garnichts mehr bei AIDA. Nahezu alle Systeme auf allen Schiffen sind nicht mehr zu erreichen gewesen. Als Hotel Controller irgendwie doof, da mein einziges Arbeitsgerät der PC und diese Systeme sind. Zunächst sind davon ausgegangen, dass sich das ein paar Stunden, maximal ein paar Tage ziehen würde, ehe wir wieder normal weiter machen können. Aber Pustekuchen. AIDA musst leider deswegen sogar Reisen absagen und erst Anfang Januar konnte erste Entwarnung gegeben werden. Zumindest laufen die Systeme in der Hauptzentrale wohl wieder und nach und nach werden die Schiffe wieder einsatzfähig gemacht. Die letzten Wochen wurde also ganz oldschool mal wieder mit Stift & Papier gearbeitet, was ja überhaupt nicht so mein Fall ist. Hoffen wir mal, dass da bald vorbei ist.

Aber das nur am Rande. AIDA hat dann aufgrund der aktuellen Situation in Deutschland auch erneut Reisen absagen müssen und wird bis mindestens März stillstehen. Das ist echt ein Trauerspiel. AIDAvita wird bald schon ein Jahr lang in Dubai ohne Gäste liegen. Absolut unvorstellbar und dennoch bald Realität. Wenn ich im Mai nach Hause komme, werde ich mehr als 14 Monate, während dieser verrückten Pandemie, an Bord verbracht haben. Und ich sage euch was. Ich bin auch ein bisschen froh, das Privilieg zu haben, an Bord sein zu dürfen. Sicherlich kann ich mir Schöneres vorstellen, als über so einen langen Zeitraum in einer Blase aus Stahl zu leben, aber betrachten wir es mal in Relation:

  • Ich habe die Möglichkeit ins Fitnessstudio zu gehen (Ob ich diesse Möglichkeit nutze, sei mal außen vorgelasssen)

  • Ich kann jeden Abend mein Feierabendbier in meiner Lieblingsbar trinken

  • Ich habe gutes Internet (Ich bin ja nicht in Deutschland)

  • Ich kann abends mit Freunden (Mehrzahl!) zusammen sitzen

  • Und es ist nicht so scheiße kalt.

Und das sind nur die Highlights. Ganz nebenbei verdiene ich ja auch noch Geld, welches ich nicht so richtig ausgeben kann. Alles in Allem ist das schon ganz OK so. Ja natürlich fehlt die Familie und als frischgebackener zweifacher Onkel, seine Nichte und Neffen, besonders in dieser spannenden Zeit nicht so häufig sehen zu können, ist schade, aber dafür habe ich umso mehr Zeit, wenn ich zurück bin. Ich war schon immer einer, der gerne unter Leute geht und, dann bin ich lieber auf dem Schiff. mehr oder weniger dazu gezwungen, als zuhause meinen Leuten nur mit Abstand zu begegen. Das wäre nichts, woran ich besondere Freude hätte. Im Mai sieht die Welt hoffentich schon wieder anders aus und wir können alle zusammen mal einen drauf machen.

Die Kehrseite der Medallie

Aber nicht allen fällt diese etwas einsame Zeit an Bord der vielen Geisterschiffe leicht und bei vielen anderen Reederein, sind oftmals auch deutlich weniger Crew an Bord, als z.B. bei uns. Und nicht immer haben alle Zugang zu Internet, oder Hobbies die einen bei Laune halten. Eines muss ganz klar sein: Auch wenn es für Außenstehende oft für eine große Party und leicht verdientes Geld klingt, kann ich euch mit Gewissheit sagen: So einfach ist das nicht! Mehrere 1000 Km von zuhause entfernt, vielleicht schon zehn Moante oder mehr an Bord. Jeden Tag die gleiche Aussicht, die gleichen Gesichter, das gleiche Umfeld. Das Wetter draußen oftmals ungemütlich, kalt und in den Wintermonaten dunkel. Das nagt an vielen und wenn die Stimmung dann Bord kippt oder man das Gefühl hat ausgegrenzt zu werden, ist es schwierig seine Gedanken wieder positiv einzustellen. Ich möchte an dieser Stelle meinen tiefsten Respekt an alle Kollegen dort draußen ausprechen und hoffe, dass wir alle gesund bleiben und weiterhin Freude an dem haben, was wir tun. Bleibt stets positiv, auch wenn die Situation derzeit scheiße ist. Wir kommen da alle gemeinsam durch! Ahoi!

Willkommen auf AIDAsol

Nun aber wieder zurück auf AIDAvita. Zumindest kurz. Es ging am 22.01. dann ich Richtung Marseille. Airline KLM über Amsterdam und mit AIR France dann schließlich nach Frankreich. Und was soll man sagen: An den Flughäfen wieder ein ähnliches Bild. Die Menschen stauen sich überall - an den Ceck-In Schaltern, bei den Security und Pass Kontrollen, beim Einsteigen und im Flieger selbst. Aber bei uns werden “Corona-Partys” mit 4 Personen als Straftat verfolgt. Aber da fehlt eben die Lobby. Oh - ich drifte ab! Aber ihr merkt, ganz kalt lässt mich dieses Thema auch irgendwie nicht. Also wo war ich?! Zwei bis unters Dach gefüllte Flüge später, kam ich nach ca. 14 Stunden planmäßig in Marseille an. Das hatte alles reibungslos funktioniert. Zu meiner Ankunft regnete es stark. Regen hatte ich nun wirklich lange nicht gesehen - irgendwie angenehm. An Bord wurde ich gleich doppelt getestet. Linkes und rechtes Nasenloch bekammen jeweils einen eigenen Test. Somit ist Corona Test 7 auch geschafft und es wird irgendwie nicht angenhemer. Heute Nachmittag gibts dann Test Nummero 8. Wahrscheinlich sogar noch während ich hier an diesem Beitrag sitze.

Morgen ist dann die sog. Hard-Qurantäne vorbei und ich habe Übergabe mit einem alten Kollegen, ehe ich dann ab übermorgen wieder die Verantwortung als Hotel Controller übernehme. Ich bin schon sehr gespannt wie die Situation an Bord ist. Man muss wissen, das auch wenn überall AIDA draufsteht, dennoch jedes Schiff sich irgendwie, wie ein anderes Unternehmen anfühlt. Jeder hat so seine eigenen kleinen Regeln und jeder macht es ein bisschen anders wie die anderen. Das ist zum Teil sehr unterhaltsam, aber zum Teil natürlich auch ganz schön traurig für so ein großen und “modernes” Unternehmen. Wenn man einen Durschnitt aller Schiffe nehmen müsste, würde ich sagen, dass die AIDAsol das im Vergleich wohl ganz gut macht. Auf den ersten Blick. Gewissheit jedoch, werde ich erst in ein paar Wochen haben.

Irgendwie verrückt, dass ich nun schon 7 Monate an Bord bin. Und noch drehe ich nicht am Rad. Aber villeicht merke ich es nur selbst nicht. Na ihr lieben Leser und Freude werdet hoffentlich auf mich zukommen, wenn ihr das Gefühl habt, ich lauf nicht mehr ganzr und im Kopf, also eben für meine Verhältnisse. Bisher würde ich sagen ich komme mit der Situation ganz gut zurecht und freue mich auf die letzten drei Monate.

Velo.Bar

Und zum Abschluss noch ein bisschen was in eigener Sache. Es wird ernst. Mit großen Schritten geht es in Richtung “die erste eigenen Bar”. Zunächst mal auf Rädern und wenn sich Corona beruhigt, dann mal sehen was noch so passiert, aber für den Anfangt ist das eine gute Sache und ich würde mich über Unterstützung wirklich sehr freuen. Das geht auch ganu einfach. Ein Like auf Facebook oder Instagram, dass würde schon helfen. Oder wenn Ihr jemanden kennt der bald heiraten möchte, der ein kleines Firmenfest veranstalten möchte, oder vill für seinen Geburtstag im Sommer Lust auf ein Gin-Tasting für seine Gäste hat, dem doch gerne von uns erzählen. Wir freuen uns über jegliche Hilfe.

Das war es dann auch schon! Vielen Dank fürs Lesen und bis bald!

PS: Positive Nachrichten - Der Test war negativ!



Bist du denn wahnsinnig?

Ja Moin Moin und willkommen zurück.

Man, dieser Beitrag hätte schon lange, wenn nicht sogar sehr lange kommen sollen. Aber was soll ich sagen?! Ich hatte besseres zu tun. “Hat er nicht gesagt"!?” “Darf er das?” Na gut, ganz so stimmt das ja eigentlich auch nicht. Die Zeit war einfach mal wieder schneller als ich. Kaum mal nicht richtig hingeguckt schon sind schon wieder mehr als zwei Monate rum und ich sitze nicht mehr im kalten Skagen auf AIDAdiva, sondern….

Nein, nicht zuhause auf dem gemütlichen Sofa. Hätte ich mir ja eigentlich verdient nach so einem fünf monatelangen Einsatz, oder?! Fünf Monate auf einem vereinsamten alten Kutter, weit draußen auf dem Meer, in dem kalten & dunklen Dänemark. Nur 100 Mann*innen (so schreibt man das doch jetzt oder?! ) an Bord, anstatt der sonst üblichen 3000 Menschen, die den kalten Stahlkoloss erst so richtig mit Leben füllen. Habe ich jetzt eigentlich genug Mitleid bei meinem Leser hervorgebracht?! Fein, dann kann ich ja langsam mit der Sprache rausrücken, wo ich eigentlich bin. Aber ein bisschen muss ich euch noch hinhalten. Jetzt wird erstmal noch ein bisschen von den letzten Eindrücken auf AIDAdiva berichtet.

Der letzte Beitrag war kurz vor meinem 30. Geburtstag - möglicherweise habe ich auch deswegen einfach länger gebraucht, weil ich mich in Selbstmitleid gebadet habe. 30! Dreißig! Alt! Das ist die Hälfte von 60! Das Ende ist nah! Naja gut wollen wir mal wieder ein bisschen Ernsthaftigkeit in diesen Beitrag bekommen. So schlimm ist das ja alles nicht. Ich freue mich auf die 30iger. Meine Kollegen freuten sich auch, dass endlich mal wieder jemand dumm genug war und seinen 30. Geburtstag auf dem Schiff verbringt. so konnten Sie endlich mal wieder eine Tradition hervorkramen. Mir haben sie es als “Treppenputzen” verkauft. Angeblich Tradition. “Da müsse jeder durch". Jaaaa ne is klar. Schaut ich das Dilemma an:

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Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an meine Kollegen. Hat wirklich super viel Spaß gemacht im Bärenkostüm mit Wikingerhelm und Feen-Flügel den sch*** Reis vom Boden zu kehren. Mit einer Bürste die für alles gemacht war, nur eben nicht fürs fegen. Wirklich nochmal von ganzem Herzen DANKE, für diese 45 Minuten auf dem Boden der Anytimebar. Ich werde diesen Moment so schnell nicht vergessen. Das schöne daran: Ihr auch nicht! Ich hatte einen großen Vorteil: Bei mir hat sich das Bild von einem Riesen in einem Bärenkostüm mit Wikingerhelm und Feen-Flügel nicht eingebrannt. Ihr seid jetzt die mit den Albträumen - nicht ich! Ätschibätsch!

Abends habe ich mich natürlich noch mit reichlich alkoholischen Getränken bei meinen Kollegen für dieses einmalige Ereignis bedankt. Und das ist auch schon die fast perfekte Überleitung zu meinen nächsten Themen. Denn ja, wir können hier noch gemeinsam alkoholische Getränke verzehren. Lecker Lecker sag ich euch und auch irgendwie angenehm, sich jeden Abend in seiner Lieblingsbar, bei seinem Lieblingsbarkeeper sein Feierabendbier genehmigen zu können und sich mit den Kollegen auszutauschen. Und das auch noch ganz ohne Plexiglasscheibe vor der Nase. Das ist (zumindest für mich) einer der ganz großen Vorteile warum ich so lange und vor allem gerne so lange auf der AIDAdiva war.

Corona findet in dem Sinne bei uns nicht statt. Wir alle leisten dafür aber auch unseren Beitrag, indem wir uns zu Beginn unseres Einsatzes zwei Wochen in Quarantäne begeben. Wer da nochmal etwas genauer wissen möchte wie das aussieht, kann das gerne hier nachlesen. Denn hier bedeutet das nämlich 14 Tage du und dein Zimmer und sonst nix. Also Hobby haben, sonst könnte es problematisch werden! Und ich bin sehr froh, dass wir das so machen. Wir sind sicher und können uns dann anschließend “frei” bewegen. Ich mein wir sind immer noch auf dem Schiff isoliert von dem Rest der Welt. Aber der Rest der Welt hat größtenteils seine Schotten dicht gemacht, also von daher sehe ich dort nicht den ganz großen Vorteil, den man nun an Land hätte. Ich bin allgemein froh, dass ich mich mit dem Thema Corona nicht groß auseinander setzen muss (auch wenn ich es viel zu viel tue) und möchte derzeit auch unter den aktuellen Gegebenheiten nicht in Deutschland sein wollen.

Man kann schon sagen, dass ich die Zeit derzeit nicht besser nutzen hätte könnte. Den im Gegensatz zu dem Wunsch der Regierung (Achtung es folgt eine Anspielung auf den von der Bundesregierung veröffentlichten Videos, in dem man zum Held werden kann, wenn man nur faul auf der Couch liegt), gammel ich eben nicht nur faul vor der Glotze und Netflix rum und schieb mir eine Pizza nach der anderen rein und warte darauf das ich irgendwann komplett verdumme, sondern habe etwas getan! Schon von Beginn an habe ich die Zeit, die man in dem Sinne ja durch Corona gewonnen hat, genutzt. Also jene Zeit die man sonst für Ausflüge, Freunde treffen oder Reisen genutzt hätte. Dank Internet konnte ich mich in vielen Gebieten weiterbilden und mich via Zoom mit Freunden und Familie austauschen. Zudem habe ich der Zeit drei große Projekte voran treiben können und teilweise überhaupt erst starten können. Nehmen wir als Beispiel meine kleine Foto-Unternehmung “frame by frame”. Nur durch die viele Zeit, die ich an Bord durch die Situation hatte, konnte ich es zu Dem machen was es jetzt, nach den ersten 6 Monaten, ist. Nämlich ein kleines erfolgreiches Fotografen Netzwerk, dass in dieser Zeit schon knapp 40 Aufträge erfolgreich über die Bühne gebracht hat und alles ohne dass ich überhaupt selbst in Deutschland war beziehungsweise bin. Grüße gehen daher raus an alle Teammitglieder und insbesondere an meinen Kollegen und Bruder von und zu Arno! So jetzt ist aber auch mal wieder gut mit dem “Schaut, was für ein geiler Typ ich bin und wie man solche Zeiten richtig nutzt.” Ihr könnt nun die nächste Folge von eurer Lieblingsserie auf Netflix einschalten. Hihi - kleiner Scherz!

Oder aber ihr bleibt noch ein bisschen und ich erzähle euch wie es nach AIDAdiva weiterging. Kurze Einleitung dazu. Eigentlich hatte ich mich schon auf den Abstieg am 6.12.2020 gefreut und mir dick im Kalender eingetragen, doch dann aber kam eine Anfrage von meiner Landseite, ob ich mir nicht vorstellen kann direkt auf eine anderes Schiff zu wechseln und dann einfach direkt bis Mitte April für AIDA unterwegs zu sein. Puh, das wären ja nahezu 10 Monate. Gerüchten zufolge war ein Europäer noch nie so lange am Stück im Einsatz oder sagen wir es mal so: Es ist absolut ungewöhnlich das Verträge über die 6 Monate rausgehen, denn dann sind die Leute meist fertig mit den Nerven und brauchen eigentlich auch dringend Urlaub. Es geht dann irgendwann nicht mehr um das körperliche sondern um den Kopf. Wenn man 7 Tage die Woche mehr als 10 Stunden arbeitet und immer Action am Start hat, geht das irgendwann auf die Psyche. Also das wäre der Normalfall, mit Gästen und so. Jetzt geht es noch einigermaßen, dafür hat man jetzt die Einsamkeit, die nervt. Was viele oft immer noch vergessen, ist das unser Phillies und Indies immer mind. 8 Monate fahren, oftmals auch bis zu 12 Monate. Das ist der absolute Wahnsinn und dann auch immer noch mit einem Dauergrinsen auf dem Gesicht. Da habe ich wirklich den aller größten Respekt vor. Deswegen dachte ich mir, ich wage einfach mal das Selbstexperiment und fahre keine 8 Monate am Stück, sondern 10,5 Monate. Ich habe also der Landseite gesagt, dass ich nicht nur bis Mitte April, sondern bis Mitte Mai für AIDA unterwegs sein möchte. “Ja bist du denn narrisch?" Diese Antwort, bzw. Frage (in den verschiedensten Dialekten und Sprachen) habe ich dann ziemlich oft gehört, nachdem ich Kollegen von meinem Vorhaben erzählt habe. Aber wie sieht das denn nu aus.

Also der Plan ist/war Folgender: Am 03.12 geht es auf die AIDAvita nach Dubai. Weihnachten/Silvester hier abfeiern und dann Mitte Januar weiter auf die AIDAsol nach Frankreich bis Mitte Mai. AIDAsol wäre ab Mitte Januar quasi mein regulärer Einsatz gewesen und auf der Vita mache ich nun Urlaubsvertretung. Das ist mir auch ganz recht so, denn wer den Blog verfolgt hat, weiß dass ich Anfang des Jahres schon einmal hier auf dem Kutter in Dubai war und es jetzt nicht die allergeilste Zeit hatte. Und ich nicht riskieren wollte dann solange auf einem Schiff zu sein, auf dem ich mich nicht wohl fühle. Ich bin also froh, wenn es Mitte Januar wieder weiter geht. Mit den Wechseln der Schiffe geh die Zeit auch gut rum. Soviel nun zu dem Plan.

Nun ist der 03.12 ja auch schon wieder etwas länger verstrichen und ihr fragt euch sicher, wie das denn so war mit der Reise nach Dubai während der verrückten Pandemie. Ja nu, dann lehnt euch mal zurück. Los geht es. Obwohl einen Moment bleiben wir noch kurz auf der AIDAdiva. Denn der letzte Abend war auch noch einmal ein ganz besonderer. Es kamen nochmal alle Jungs aus der Galley & dem Housekeeping zusammen und natürlich auch die restliche Bande meiner deutschen & europäischen Kollegen waren am Start und wir hatten einen schönen letzten Abend zusammen. Ich bin sehr stolz mit so genialen Leuten gefahren sein zu dürfen und hoffe den ein oder anderen Mal wieder zu sehen! So das musste ich noch loswerden. Zurück zur Reise nach Dubai.

Am 03.12 ging es dann wie auch vorher geplant von Skagen nach Hamburg ins Hotel, um vor dem Flug nach Dubai einen Covid-test machen zu können. Die Fahrt nach Hamburg absolvierten wir in einem Kleinbus und in guten sechs Stunden. Im Hotel dann das erste mal Konfrontation mit Corona. Natürlich Maske. Am Boden überall Aufkleber und am Tresen Plexiglas. Also eig. genauso so wie man es bisher so mitbekommen hat. Dafür dann alle Gäste mit dem gleichen Stift einen Zettel ausfüllen. Gott, wann hört dieses allgemeine Zettelausgefülle endlich mal auf und wir tragen unsere Daten digital ein?! Das frage ich mich schon seit Jahren. Naja Jut, also eingecheckt und Zimmer bezogen. War eig. ganz nett. Ich habe die Zeit in Hamburg natürlich genutzt, um ein paar alt bekannte Gesichter zu sehen und mit Ihnen einen sicheren Spaziergang mit ausreichend Abstand (Hallo ist doch klar!) zu machen. Am nächsten Morgen war dann der besagte Test. BOAH ist das unangenehm, wenn der einem das Ding da in Rachen und Nase donnert. Es ist zwar auch schnell vorbei, aber es ist wirklich super unangenehm und reiht sich bei mir noch vor Spritzen und Zahnarzt ein. Eine neue erste Erfahrung, auf die ich gern verzichtet hatte und es warteten ja noch zwei weitere Tests auf mich. Am Abend habe ich mir noch den traurig - leeren Kiez angesehen und bin nach wie vor geschockt und hoffe das alle meine geliebten Kneipen das irgendwie überstehen. Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Taxi Richtung Flughafen. Das Handy zeigte mir schon die erste frohe Botschaft an: Eine Stunde Verspätung. Der Flughafen ähnlich erschreckend leer wie der Kiez gestern. Vorteil war natürlich, dass das mit dem Einchecken ging fix und dort dann auch erstmal etwas Entwarnung: Der Flug habe keine Verspätung die Meldung sei falsch! Naja dann ists ja fein.

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Es ging natürlich alles super schnell. Sicherheitscheck mit null Wartezeit und am Gate auch kaum jemand zu sehen. Ich packte also Laptop aus und arbeite ein bisschen, bis ich irgendwann Unruhe am Schalter bemerkte. Kurz darauf wurde durchgesagt, dass der Flug gestrichen ist. Ich hab mir dann kurz meine Infos geholt: Für mich sollte es wieder zurück zum Start gehen (nur leider ohne 4000 Euro), also Gepäck wieder abholen, wieder raus aus dem Flughafen, wieder zum Check-In und mir einen neuen Flug geben lassen. Gemacht. Getan. “Ja also. Morgen könnten Sie fliegen!”

Naja lange Reder kurzer Sinn. Ich habe das kurz mit AIDA abgeklärt, ging soweit in Ordnung und ich habe mir schön auf Kosten der Airline eine Nacht im benachbarten Radisson Hotel bezahlen lassen. Funfact dort: Essen konnte man sich nur mit den Lieferservice bringen lassen, da zu wenig Gäste im Hotel sind und das Restaurant geschlossen hat. Beim Frühstück bestätigte sich dies dann. Ich war während der gesamten Zeit der einzige Gast. War aber alles in allem ein sehr angenehmer Aufenthalt in dem Hotel. Kann man sich nicht beschweren. Also am Morgen des nächsten Tages erneut zum Flughafen. Koffer abgeben, Security Check Teil II und wieder am Gate warten. Es sollte über Frankfurt nach Dubai gehen. Es waren nun schon einige Personen mehr am Gate und der Flieger schien voll zu werden. Mit leichter Verspätung ging es los. Beim Einsteigen wurde immer wieder auf den Mindestabstand hingewiesen, während man sich im Flieger dann Schulter an Schulter neben seinen Nachbarn gesetzt hat. Mit dem richtigen Humor könnte man drüber sogar lachen. Das versteh wer will.

Lustiger Zufall. Durch meinen gestrichenen Flug, saß ich nun mit einer Kollegin im gleichen Flieger und wir hatten auch von Frankfurt dann den selben Anschlussflug. Ich finde das immer sehr angenehm, wenn man sich das Leid, dass man oft mit Aufstiegen im weit entfernten Ausland hat, teilen kann. Ich möchte da nur kurz na meinen Aufstieg im Februar erinnern. Könnt ihr hier nachlesen! . Der Flug dann von Frankfurt war dann irgendwie nicht so schön. Zwar hatte ich den Platz am Notausgang, Beinfreiheit und so und fast wäre ich auch ohne Nachbar geblieben. Allerdings meinte wohl eine 1.50 m große (kleine) Frau, das sie etwas mehr Beinfreit braucht. Da haben ihnen die netten Flugbegleiter doch glatt den Platz neben dem 130 Kilo Mann angeboten. Wie nett! Danke Merkel! Naja also war dann irgendwie Schluss mit der Gemütlichkeit. Zu Beginn gabs dann noch sogar was zu Essen, aber wie sich dann rausstellte war es das dann mit dem “Service” Lufthansa und irgendwie hatte ich mir bei einem 7 Stunden Flug doch mehr erwartet und bereits ja auch mit anderen Airlines erlebt. So viel mit Premium hat Lufthansa dann doch nicht zu tun. Aber ich hatte da vielleicht auch einfach ein falsches Bild. Bin nicht so oft bisher mit dem Kranich unterwegs gewesen. Erschwerend für mein Eindruck kam nämlich hinzu, dass die Toiletten sich dazu entschlossen haben über zu laufen. Und wo war doch gleich nochmal der Platz am Notausgang? Genau - direkt bei den Toiletten. Geil! Und wir reden hier nicht von eben mal ein bisschen übergelaufen. Nein Nein. Man könnte meinen, dass der Vogel bald absaufen würde, der Teppichboden im Umkreis von mind. 10 Metern hat sich so dermaßen mit Wasser voll gesogen, dass das Wasser bei jedem Schritt in alle Richtungen sprizte. Jede Decke wurde organisiert und verteilt und als Lappen verwendet. Eine Kollegin diskutierte sogar noch mit dem Kollegen ob man eine Durchsage machen sollte um Gäste zu bitten die Decken noch rauszurücken, weil sie es nicht unter Kontrolle bekommen hatten. Es floss und floss. Happy Seaday würden wir bei uns an Bord sagen. Naja jedenfalls war es dann auch vorbei mit Beinfreiheit, weil sie dann bei uns die ganzen vollgesaugten Decken und ihre Wagen parkten in denen sie eimerweise das Wasser eingegossen haben. Ne richtig schöne Angelegenheit sage ich euch. Aber auch der Flug ging zu Ende. Ankunft in Dubai: 2 Uhr morgens.

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In Dubai war dann wieder weniger von Corona zu spüren. Der Flughafen war bums voll. Abstände Fehlanzeige - aber Masken. Gut eine Stunde stand ich in der Schlange zur Passkontrolle. Vorab musste man noch 5 Zettel ausfüllen uns ich ein App runterladen und haste nicht gesehen. Jao was soll ich sagen.. am Ende hat keiner danach gefragt. Ich habe die Zettel dann am Schiff entsorgt. Dann hat aber alles geklappt. Gepäck, Agent und Kollegin waren noch da und es ging ab ins Hotel. Das Hotel war nicht fernab vom Hafen und man konnte sogar schon die AIDAprima sehen. Zum Hotel gibt es nicht viel zu sagen, außer das es echt alt war, aber wohl mal zu den Luxus Hotels gehört haben muss.

Mein Zimmer konnte gar mit Zwei Bädern und zwei Zimmern beeindrucken. Da war sogar so ne Badewanne mit Düsen drinne. Halleluja. Naja dafür hat es irgendwie komisch gerochen und alles sah wie schon erwähnt sehr alt aus. Aber warum eig. überhaupt nochmal Hotel? Na wir mussten natürlich nochmal getestet werden. Das fand am nächsten morgen statt und beanspruchte zum Glück nur ein Nasenloch und war somit fix erledigt. Nach einer weiteren Nacht im Hotel ging es dann endlich auf die kleine Vita, die mehr oder weniger noch unverändert dort lag, wo ich sie verlassen hatte. Ja dann ging es recht schnell auf unsere Kabinen und hier hause ich nun seit fast 7 Tagen. Morgen steht erneut ein Covid-test bevor und wenn der dann negativ ist, darf ich zumindest schon mal arbeiten. Gegessen wird aber noch auf Kabine! Eine weitere Woche also noch ehe es wieder “Freiheit” heißt.

Damit wären wir dann auch schon mehr oder weniger am Ende angekommen. Ich bin gespannt, was mich in den weiteren Wochen hier an Bord und generell in den weiteren Monaten bei AIDA noch so erwartet. Hoffen wir das es bald schon wieder weiter geht und wir mit weiteren Schiffen in neue Abenteuer stechen können.

Wie ich mich kenne wird das nix mehr mit einem weiteren Eintrag vor Weihnachten und Neujahr, weshalb ich euch an dieser Stelle schon mal eine besinnliche Zeit im kreise der Familie wünsche und einen guten Rutsch ins Jahr 2021 - ich mein 2020 kann ja nun wirklich keiner mehr sehen. Kommt gut rüber und bis bald meine lieben Matrosen & Landratten.

PS: Wer mich etwas unterstützen möchte, der kann dies tun, indem er diese Umfrage hier ausfüllt und bei Fotos & Videos oder sogar Live Stream Unterstützung an mich denkt! Vielen Dank!

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Die Zeit rennt - in zweierlei Hinsicht

Ja Moinsen!

Immer noch hier? Immer noch nicht genug von meinem Gesabbel? Dann bitteschön. Viel Spaß mit den folgenden Zeilen.

Wann hatte ich eigentlich den letzten Beitrag geschrieben? 31.08. - Na, dass doch länger her als ich dachte. Entschuldigt also bitte die unverschämt lange Wartezeit und die damit verbundenen Qualen die ihr durchleben musstet. Ohne Mist. Tut mir voll Leid.

Jetzt gehts aber wirklich los

Die Zeit hier an Bord verfliegt jeden Tag schneller. Ich bin schon drei Monate an Bord. Das macht sich vor allem beim Sonnenunter- und Aufgang bemerkbar. Also eher natürlich beim Untergang, da ich den Aufgang zumeist verpenne. Aber während die Sonne zu Beginn meines Einsatzes sich gegen 22.30/23.00 Uhr hinter dem Horizont versteckte und es erst gar nicht richtig dunkel wurde, verschwindet unser kleiner Kutter nun schon gegen 19 Uhr in völliger Dunkelheit. Interessant wird es aber erst im November/Dezember. Dann ist hier um 16 Uhr Feierabend mit Sonnenschein.

Drohenenflug

Einer der wohl positivsten Erfahrungen an Bord, war die Tatsache, dass ich meine neue Drohne hier in die Luft schießen durfte. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen aus den schönsten Aufnahmen ein kleines Video zu erstellen. Wer sich also kurz von dem bisherigen eher langweiligen Lesestoff erholen möchte, darf sich nun zurücklehnen und genießen.

Es bleit zu hoffen, dass es bald heißt “We are back!”

Jetzt kommen wir auch zu dem spannenden Teil: Die AIDAblu macht sich derzeit auf den Weg nach Italien, um dort die ersten Reisen nach oder besser gesagt während dieser sch*** Zeit zu bestreiten. Wenn die Konzepte greifen und die ersten Reisen mit Landgang erfolgreich geschafft sind, sehe dem nächsten Jahr durchaus positiv entgegen. Mein nächster Einsatz ist nämlich für die AIDAsol ab Mitte Januar geplant. Nach zwei Verträgen in völliger Einsamkeit, wird es definitiv Zeit für Action!

Was bei uns sonst noch so los ist

Aber erstmal zurück zur AIDADiva. Die wohl spannendste Aktion war unser Loading am 03.09, bzw. was heißt hier unser Loading. Wir haben Loading für alle Schiffe in Skagen (also von AIDA) aufgenommen, damit wir für die Company etwas Geld sparen. Mehr als 70 vollgepackte Paletten haben wir uns in den Bauch gepackt, die eigentlich überhaupt nicht zu uns gehören. Mehr als 40 Tonnen Ware. Könnt Ihr euch nicht vorstellen? Müsst ihr aber, denn Bilder habe ich leider nicht :-). Am nächsten Tag hieß es dann alle Paletten auf die anderen Schiffe bringen. Nun kommt der Haken an der Sache: Das geht nämlich nicht mit Palette für Palette. Alle Paletten mussten entpackt werden und in die Tenderboote geladen werden und auf den anderen Schiff wieder entladen und wieder auf Paletten gepackt werden. Also musste jeder Karton, jeder Kartoffelsack angepackt werden und verladen werden. So hieß es im Akkord Kisten und Säcke wuchten. Eigentlich kaum vorstellbar, aber wenn alle mit anpacken ist auch diese Aktion schneller erledigt als gedacht. Noch am frühen Nachmittag waren alle 40 Tonnen Ware wieder runter von unserer kleinen Diva und unsere Gänge wieder frei. Und auch wenn es anstrengend war, sind solche Tage eine schöne Abwechslung zu dem sonst manchmal tristen “Corona-Alltag”. Generell haben wir immer mal wieder Besuch von den anderen Schiffen erhalten, die sich diverse Artikel geschnappt haben. Manchmal hab ich das Gefühl, die AIDAdiva ist ein schwimmendes Warenhaus. Shop, Spa, Entertainment, Housekeeping und und und… alle haben sich bedient. Mehrmals. Sollte die DIVA nächstes Jahr wieder auf Reisen gehen, muss erstmal kräftig aufgefüllt werden. Vorteil für die Gäste: Alles neu! Und neu ist bekanntlich immer besser.

So - was noch. Ihr wolltet schon immer mal wissen wir kleinere Dinge zu anderen Schiffen bringen, falls es mal wieder schneller gehen muss oder wenn die See zu rau ist, um eines unserer eigenen Tenderboote zu schicken?

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Ja - Wir haben tatsächlich einen kleinen Test zur 2,5 km entfernten AIDAperla gebracht. Ich hatte natürlich die Hosen etwas voll. Neue Drohne. Windig. Landen auf einem anderen Schiff, dass sich natürlich bei dem Wind auch entsprechend bewegt. Aber ich hatte Bock! Also ein bisschen Klebeband hier und da und ab gings! Nach nur wenigen Minuten, war AIDAperla schon erreicht und ich konnte die Drohne tatsächlich crashfrei im FKK Bereich landen. Dann war die Verbindung weg. Für mich eigentlich fein, denn dann muss ich die Drohne nicht zurückfliegen und lasse sie mir irgendwann die nächsten Tage mitbringen. Aber dann war das Signal doch zurück und ich startete die Drohne aus der Hand eines Kollegen auf AIDAperla und machte mich auf den Weg zurück. Jetzt hieß es nur noch hoffen, dass ich das richtige Schiff angepeilt hatte, denn hier liegen ja noch ein paar Kollegen. Auch wenn ihr jetzt vielleicht doch noch auf das große Unglück wartet, muss ich euch enttäuschen. Alles hat perfekt geklappt. Man erlebt eben immer wieder was Neues. Für alle Beteiligten eine noch nicht erlebte Situation. Video ist in Arbeit.

Verfressener alter Sack

Das Essen ist nach wie vor viel zu gut. Ich fresse mich hier am laufenden Band voll. Das Problem ist, man kann einfach nicht Nein sagen. Ich mein nur ein Beispiel von heute: Frühshoppen mit Weißwurst und Brezen, Hendl und Pommes, Germknödel mit Vanillesauce und Abends dann Rinderfilet mit Kartoffelgratin. Ich mein!? Soll ich das einfach liegen lassen? Aber wie immer versuche ich es morgen wieder! Auch versuche ich es wie jeden Tag morgen wieder mit Sport. Ob das klappt, bleibt abzuwarten. Bisher hab ich es meist auf morgen verschoben. Aber vielleicht werde ich dann am Dienstag erwachsen und werde diszipliniert. Die Uhr schlägt nämlich schon 30!

Junge Junge. Also ich 16 Jahre alt war, waren die mit 30 die alten Vollidioten, deren Leben quasi schon vorbei ist. Jetzt denkt man sich eher: Ach bis 50 kann ich schon noch Gas geben. Aber ich bin dennoch gespannt, was sich die nächsten Jahr noch so tut. Bisher kann ich auf eine Zeit zurück blicken, in der ich fast immer genau das gemacht hab, was mir Spaß macht. Und auch wenn es sich nur schwer vollstellbar ist, dass die Zeit hier an Bord gerade erfüllend ist, bereue ich die Entscheidung kein Stück. Zuhause hätte mich die Kurzarbeit wahrscheinlich voll erwischt und ich hätte ganz schön in die Röhre geschaut. Solange dieser Virus noch aktiv ist, könnte es mich besser nicht treffen. Meine Lebensunterhaltskosten belaufen sich derzeit auf unter 200 Euro im Monat. Also sprich ich zahle für Wohnung, Auto, Sprit, Versicherung, Freizeit, Essen, Trinken und Vollräusche an der Bar nicht mehr als 200 Euro im Monat. Da bleibt also gut was über um ein bisschen Geld zu sparen, um dann die Zeit zu genießen, wenn dieser Albtraum bald vorbei ist.

In diesem Sinne wird am Dienstag erstmal wieder schön gesoffen und der Sport verschoben und sich auf den Kater am nächsten Tag erstmal schön vollgefressen. Dann ist wäre schon wieder Donnerstag. Special Tag. Also irgendwas geiles zu Essen, dass man nicht einfach liegen lassen kann. Ihr merkt also: Teufelskreis.

Ich hoffe Ihr habt weniger schlimme Probleme. In diesem Sinne, lasst euch nicht ärgern und bis bald!

Das war es dann wohl!

Joa – naja was soll ich sagen. AIDAdiva ist erstmal bis mindestens Anfang nächstes Jahr abgemeldet. Hier passiert nicht viel, außer dass wir vielleicht unseren aktuellen Standort wechseln um das Schiff vor dem harten dänischen Winter zu schützen. Doch was ist passiert?

Sollten noch zu Beginn sogar Anfang August die ersten AIDAschiffe wieder starten, wurde dies zunächst auf Mitte August verschoben und dann etwas unglücklich kurzfristig auf Anfang September. Nun erleben wir es ja alle mit, dass wieder Reisewarnungen ausgesprochen werden und auch viele Länder wieder Ihre Grenzen dicht machen, bzw. Quarantäne verordnen, sollte man in das Land einreisen. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht streiten sich gerade einige. Fakt bleibt aber leider zunächst, dass diese Krankheit uns noch bis weit ins das Jahr 2021 beeinflussen wird. Eigentlich unvorstellbar, wenn man nochmal in den Januar oder Februar zurück denkt.

Lange Rede kurzer Sinn, AIDA hat nun nochmal alle Reisen bis mindestens November abgesagt. Viele Schiffe wurden sogar für das komplette Jahr abgesagt. Besonders hart getroffen hat das natürlich die Kollegen auf AIDAperla, blu und mar, die bereits voll mit Crew besetzt sind und alles für den Neustart vorbereitet hatten.

Und die anderen?

Aber „Mein Schiff“ fährt doch?! Richtig – jedoch ohne Landgang. Zunächst hatte AIDA auch über solche Reisen nachgedacht und auch angeboten. Ich kann nicht genau sagen, warum sich hier nochmal umentschieden wurde, jedoch ist der Grund für die weiteren Absagen genau jener, dass man dem Kunden eben nur das „richtige“ Kreuzfahrterlebnis bieten möchte und nicht nur die sog. „Pur“ oder „Blau“ Reisen. Für mich verständlich – nur hätte man sich einen Gefallen getan, diese Strategie von Beginn an zu fahren und nicht jetzt nochmal davon abzuweichen. Hoffen wir, dass AIDA dass alles so überleben kann.

Und bei mir so?

Neuigkeiten von Bord? Eigentlich nicht allzu viel. Wir werden immer noch bestens versorgt und Alkohol ist auch reichlich an Bord. Die Aussicht aus der Kabine ist immer noch gut, wobei das Wetter etwas nachgelassen hat und es auch entscheiden kälter geworden ist über die letzten Wochen. Die Sonne geht nun auch immer früher unter. Als ich an Bord gekommen bin, hatten wir Sonnenuntergang gegen 22:30 – jetzt verschwindet die rote Kugel schon um 20:30. Immerhin blendet die Sonne dann nicht beim Filme schauen abends in der Kabine.

Die mit Sicherheit schönste Sache er letzten Woche waren ein paar Rundflüge mit meiner Drohne, die ich nach vielen Anfragen genehmigt bekommen habe. Es hat alles schon eine sehr besondere Faszination und ich bin sehr froh auf einem dieser Schiffe arbeiten zu dürfen. Es bleibt nur wirklich zu hoffen, dass alles bald zur „Normalität“ zurückkehrt und wir schon bald keine bunten Masken mehr bei H&M im Schaufenster sehen.

Bis zum nächsten Update entlasse ich euch mit ein paar Eindrücken aus den letzten Wochen.

Der erste Monat auf dem Geisterschiff und einen Gast

So.

Wir liegen nahezu unverändert an der Position, an der ich auch an Bord gekommen bin. Knappe 4 Km vor Skagen in Dänemark haben wir mit dem Anker festgemacht. Das Wetter bewegt sich irgendwo zwischen durchwachsen und durchwachsen. Wärmer als 20 Grad wird es hier meistens nicht.

Kommen wir zu den spannenden Sachen. Wann geht es weiter? Norwegen hat wieder dicht gemacht und die ersten Kreuzfahrtschiffe vermelden Corona-Fälle an Bord. Derzeit plant AIDA die Perla, Blu und Mar wieder einzusetzen. Ich selbst befinde mich ja auf der Diva. Ich sehe uns nicht wieder in See stechen, bevor nicht die anderen drei Schwesterschiffe ihre ersten Reisen hinter sich gebracht haben und Erfahrungen in dieser besonderen Situation mit uns teilen können. Aber vor September, eher Oktober sehe ich uns nicht bewegen. Und dann auch sicher nicht in voller Auslastung. Leider. Zu gerne hätte ich wieder richtig Action und Gäste an Bord. Corona beherrscht uns nun schon über ein halbes Jahr. Wer hätte das zu Beginn noch gedacht? Und das Schlimmste: Es ist irgendwie kein Ende zu sehen. Man kann nur hoffen das AIDA und die anderen Redereien das Alles überleben.

Meine Einarbeitung war die letzten zwei Wochen relativ intensiv und ich habe lange Tage mit sehr viel Input gehabt. Also das Gegenteil von meiner Quarantäne Zeit. Aber hat Spaß gemacht und ich wurde mal wieder gefordert. Einen großen Nachteil hat die ganze Sache aber. Mein Essen kommt nicht mehr vor die Tür sondern wird mir in Hülle und Fülle am Buffet präsentiert. Jeden Tag gibt es andere Köstlichkeiten, die man so als Crew sonst nicht zu Gesicht bekommt. Da ist es relativ schwer nein zu sagen. Meine Diät hat also einen kleinen Dämpfer bekommen. Mit ein bisschen Disziplin sollte das aber in den Griff zu bekommen sein. Die ich aber nicht habe - zumindest in der Hinsicht. Wir werden sehen - oder besser ihr - so oft schau ich nicht in den Spiegel.

Aber ein Gast hatten wir dann doch in den letzten Tagen. Der Falke “Otto” hatte sich entkräftet bei uns auf Deck 12 niedergelassen und wurde von unseren Jungs wieder aufgepäppelt. Fast eine Woche lang, hatte er sein von uns gebastelte Nest nicht verlassen. Aber mit lecker Bison-Fleisch und einem warmen Schlafplatz ließ es sich gut leben. Hier und da drehte er dann zu unserer Freude eine Runde ums Schiff, ehe er sich vor ein paar Tagen wieder auf seine eigentliche Reise begeben hatte.

Was gibt es sonst noch? Ach ja wir haben neue Ware bekommen. Puh - wer hätte gedacht, dass selbst die riesigen Lagerräume von so einem Kutter irgendwann mal voll sind. Hier passt wirklich nichts mehr rein. Ich frage ich nur: Wer soll das bitte alles essen/trinken?! Nicht zu übersehen waren auch die unzähligen Paletten mit Mundschutzmasken und Plexiglasscheiben. Wer sich später mal an Bord schützen will, braucht sich jedenfalls keine Sorgen machen - Wir sind vorbereitet.

Und nun noch eine Kleinigkeit zum Abschluss. Sicher habt ihr gemerkt, dass wir nicht mehr auf eggers.blog sind, sondern ich meinen Blog unter die Webseite von meinem Fotografieseite gepackt hab. Ich spare mir ein paar Euro und löse Eggers.blog leider bald auf. Das heißt aber nicht das ich damit aufhöre. Nein Nein! Zu früh gefreut! Ihr findet ihr selbstverständlich auch noch alle alten Beiträge und könnt euch sogar noch ein bisschen auf der Webseite umschauen. Bei Film & Foto immer an uns denken. Wir sind in ganz Deutschland vertreten!

Und nun noch ein paar Eindrücke von der AIDAdiva

14 Tage Quarantäne.

Also so richtige Qurantäne.

Für diejenigen unter euch, die den letzten Eintrag noch nicht kennen: Ich bin wieder auf See und wie alle die derzeit auf ein AIDA-Schiff aufsteigen, 14 Tage in Quarantäne gekommen. Also erstmal wieder beruhigen. Kein Corona.

Aber bevor ich euch mehr über diese spannende Zeit erzähle, erstmal noch ein bisschen was zu meiner Woche bevor es losging.

Das muss man erstmal organisiert bekommen

Nachdem AIDA mich für den 03.07 für 9 Uhr morgens in Bremerhaven bestellte, sah ich etwas geschockt in meinen Terminkalender.

27.06 - Paarshooting in Coburg, 28.07 Shooting in der Bäckerei Feiler in Coburg, 29. und 30.6 Shooting in Schmalkalden,01.07 (2 Uhr morgens) erneut Backstubenshooting, erneut 01.07 Familienshooting in Nürnberg, 02.07 Hochzeitsshooting in München, 03.07 Hochzeitsshooting in Nürngerg, 03.07 Familientag in München, 04.07 Freundeshooting in München und es hätten weitere Aufträge am 06. und 09.07 gewartet. Absagen wollte ich nichts und musste ich zum Glück auch nicht. Hier großen Dank an Linda und Joscha die alle Shootings ab dem 03.07 hervorragend übernommen haben.

Und dennoch war es eine ganz schön hektische Woche, denn die Familie wollte verabschiedet werden (In München und Nürnberg), es musste gepackt werden und ich musste noch zu meiner Aufstiegsuntersuchung. Die Shootings nicht zu vergessen. Aber wie sich das für einen Eggers gehört, habe ich alles völlig stressfrei abgearbeitet. Nachdem ich das Hochzeitsshooting in München beendet hatte, habe ich sogar noch mein Auto beim Sebastian abgeben können (der leiht sich das glücklicherweise solange aus), der mich dann zu dem Abschiedsessen München fahren konnte. Nach einem schönen Abend mit der kompletten Bande (schön,dass ihr alle so kurzfristig da wart), ging es dann zum Bahnhof. 12 Stunden mit mir und der deutschen Bahn standen bevor. Umsteigen in Frankfurt und Hannover. Umsteigen von ICE, auf IC, auf RE. Man staune: Pünktlich - auch wenn das nicht immer ganz klar war. In Bremerhaven dann Taxi noch mal zur Polizei.

"Danke Herr Eggers, gegen sie liegen keine Strafanzeigen vor und sie dürfen aufsteigen. Viel Spaß"

Ah danke fürs Nachsehen!

Die anderen acht Kollegen waren auch alle schon da und so ging es dann an Bord der AIDAdiva und auch wie befürchtet, ohne große Umwege direkt auf Kabine.

Wie muss man sich das nun vorstellen? Ich bewohne eine sogenannte Balkonkabine auf Deck 7. Man hat eigentlich alles was man braucht. Getränke für zwei Wochen, ein Bett, ein Bad mit Warmwasseranschluss, einen winzigen Schreibtisch (Ablage trifft es da eher), ein kleines Sofa und wie es sich für diese Art von Kabine gehört, natürlich auch einen eigenen Balkon.

Achso das Fahrrad. Ja - Das war mein kleiner Extrawunsch, der mir ebenfalls erfüllt wurde. Bevor ich aufgestiegen bin, war ich optimistisch was den Sport angeht. Wie jedesmal eigentlich. Wie erfolgreich ich wohl dieses mal war?!

Der Tagesablauf

Ein freundliches Klopfen gegen 8 Uhr weckt mich meistens: Frühstück. Auf meinem selbst bestellten Tablett gibt es eine Schüssel mit Jogurt und Obst, ein Kännchen Milch und ein paar Haferflocken. Gesund sollte es sein. Nachdem ich dann versucht habe wach zu werden klingelt um 9 Uhr dann das Telefon. Meine Kollegin, die ich bald ablösen werde versucht mir über das Telefon schon die ersten wichtigen Aufgaben näher zu bringen. Ich zeichne unsere Gespräche immer auf, um nicht so viel mitschreiben zu müssen. Nach ca. 1.5 Stunden brummt der Schädel und wir beenden das Gespräch. Ab an meinen eigenen Rechner. Schließlich habe ich in der vergangenen Woche knapp 10 000 Bilder gemacht die noch bearbeitet werden wollen. Ein paar Videos stehen auch noch an, die geschnitten werden wollen. Doch kaum angefangen, klopft es wieder freundlich an der Tür: Mittagessen. Das wechselt bei mir täglich. Wenigstens ein Mal am Tag muss ich "normal" essen. Dann gibt es hier und da auch mal ein Mittagsschläfchen, ehe ich mich kurz vor 16 Uhr auf mein nächstes Trainingsgespräch vorbereite. Wiederum 1.5 Std später ist das nun auch geschafft. Aber kaum aufgelegt klingelt erneut das Telefon. Der Küchenchef. Ein kurzes Pläuschchen und meine Bestellung für den nächsten Tag wird aufgenommen. Die lautet eigentlich meistens: "Wie immer. Morgens Jogurt, Obst und Haferflocken, Mittags Europäisch (was auch immer auf der Karte steht. z.B. gefüllte Paprika) und Abends Salat mit Tuna." Der gute Björn versucht mich zwar immer mal wieder mir auch die bösen Sachen wie Desserts oder "Specials" wie Pizza anzudrehen, aber ich bin größtenteils standhaft geblieben. Nachdem er aufgelegt hat, klopft es dann erneut freundlich an der Tür: Abendessen. Wie gerade beschrieben etwas Grün mit Fisch. Zum Essen vielleicht ein Film geschaut oder direkt weiter an meinen Sachen gearbeitet. Und jetzt kommts. Gegen 21 Uhr schlüpfe ich dann in meine sexy Fahrradhose und öffne YouTube, suche mir einen Indoor-Cycling (auch bekannt als Spinning) Kurs raus und trete wie ein Irrer in die Pedale. Das nun schon 13 Tage am Stück. Ohne Ausnahme. Mal sehen wie lange ich noch dran bleiben kann. Sobald ich dann einigermaßen wieder auf mein Leben klar komme und mein Puls unter 180 gesunken ist, gibt es die verdiente Dusche. Auch wenn ich wünschte ich könnte danach schlafen wie ein Baby, bin ich meisten noch recht aktiv und arbeite an meinen Fotosachen. www.frame-by-frame.org - einfach mal vorbeischauen! Vor 1 Uhr schlafe ich meist nicht, was ich morgens dann seit 13 Tagen immer sehr bereue. Da muss ich noch einen besseren Rhythmus finden.

Aber wie war es denn nun 14 Tage auf einer Kabine eingesperrt zu sein? Ganz ehrlich? Ich hab das noch nicht einmal richtig mitbekommen oder realisiert. Ich hatte so viel zu tun, dass die Tage nur so verflogen sind. Und ich hab nicht eine Minute "gezockt" . Immer gut wenn man ein funktionierendes Hobby hat. Das hat mir ja bereits auf der AIDAvita sehr geholfen. Mich wird man so schnell nicht vor Langweile puzzeln oder stricken sehen, soviel ist sicher.

Morgen geht es ein bisschen früher als geplant schon raus aus der Quarantäne, ehe dann langsam der Ernst an Bord beginnt. Wann aber wieder Gäste an Bord kommen werden und wir auch hier aus Skagen (Dänemark) mal wieder weg kommen steht noch in den Sternen. Ganz persönlich denke und hoffe, dass wir Ende August wieder in See stechen können. Es bleibt spannend.

Ich glaube ich habe da was vergessen

Ich öffne mein Blog, um die neusten Infos mit euch zu teilen, da fällt mir auf, dass ich ja noch nicht einmal mit euch geteilt habe, dass ich von dem Kutter endlich mal runter gekommen bin. Am ziemlich genau den 03.05 ging es endlich nach Hause. Nach gut 60 Tagen in Dubai war endlich Schluss mit dem Quatsch. Mit dem einzigen Flieger, der an diesem Tag vom Flughafen Dubai startete ging es ab nach Frankfurt und von dort ab nach Nürnberg. Flieger und Zug leer. Kann man sich dran gewöhnen. An die Maske etwas weniger.

Zuhause angekommen, konnte ich es kaum erwarten, endlich wieder unter Leute zu kommen. Auf der AIDAvita war es dann doch etwas einsam gegen Ende hin. Also ging es schon nach wenigen Tagen auf in den Norden. Viele gute Freunde wurden getroffen und jede Menge Bier getrunken. Der Vorteil an dieser Situation: Alle guten Kollegen waren auch gerade zuhause und freuten sich auf meinen Besuch. So kamen auf meinem alten Kombi schnell 5000 Km in den ersten 5 Wochen zusammen. Hamburg, Rostock, Warnemünde, Berlin, Wismar, Elmshorn, Stuttgart, Darmstadt, München, Frankfurt, Reutlingen, Coburg und Nürnberg. Manche Orte gefielen mir so gut, die besuchte ich gleich mehrmals.

Nun waren noch nicht ganz 7 Woche vergangen da klingelte aus dem Nichts mein Handy mit einer Rostocker Nummer. Na das wird doch nicht.... Doch! AIDA. Mir wurde eine neue Stelle angeboten. Eine Stelle die derzeit an Bord gebraucht wird (also nach wie vor ohne Gäste). Aber bitte doch schon in 7 Tagen aufsteigen. Also am kommenden Freitag. Puh... gerade lief es mit dem Fotos machen echt gut und ich hatte jede Menge Termine... auch nach dem 03.07. Ich konnte also nicht sofort zusagen und versuchte alle Termine zu drehen und Ersatz für mich zu finden. Nach aber nur einer Stunde konnte ich AIDA bereits die Zusage geben und darf mich jetzt Manager Warehouse Junior nennen. Gehaltsstufe: Kühlschrank auf Kabine.

Ich freue mich auf die neue Position und darauf wieder zum Geld sparen gezwungen zu werden. Ganz ehrlich...... Was die ganze Fahrerei kostet, und die vielen Strafzettel erst (Führerschein muss ich auch abgeben). Gar nicht sprechen brauchen wir von Kosten für Essen & Trinken. Und so lange wir noch nicht an Land dürfen und auch nicht so viele Leute allgemein an Bord haben, denke ich das wird ganz gut klappen.

So ich denke das sollte als kleines Update genügen. ;) Bis voraussichtlich bin ich auf der AIDAdiva zu finden und kümmere mich dort um die Warenwirtschaft an Bord! Hoffe das man auch bald als Gast wieder zu uns kommen kann!

Als kleine Vorwarnung: Ich werde den Blog bald auf www.frame-by-frame.org umziehen. Dort dürft ihr neben meinem dummen Gelaber dann auch noch schöne Fotos betrachten.

Bis bald und bleibt gesund!

Ja - ich lebe noch!

Tag 50?! Irgendwie sowas. Einigen wir uns auf 51. Tag 51 in Dubai. Was könnte es Schöneres geben? Und das Beste an der Sache. Wir bleiben noch mindestens weitere 45 Tage hier! Yeah!

Naja ihr merkt - ein bisschen Sarkasmus findet sich in den ersten Sätzen sicher wieder. Aber man gewöhnt sich daran. Man gewöhnt sich an das Abstand halten (seit über drei Wochen nun), man gewöhnt sich ans tägliche Fiebermessen (meine Durchschnitt liegt bei 36,5 Grad), man gewöhnt sich daran, dass kaum noch jemand hier ist. AIDA hat in den letzten Wochen die meisten, also allen voran die Europäer nach Hause geschickt. Nicht weil AIDA die Asiaten nicht leiden kann, sondern weil dorthin keine Flüge möglich sind. Dort ist der sogenannte "Lockdown" etwas strenger als bei uns und das obwohl dort die Fälle deutlich geringer sind. In Indien wirst du von der Polizei mit einem Stock verprügelt und musst Liegestütz machen, wenn du dich nicht an die Vorgaben hältst. Auch eine Möglichkeit. Ich könnte nun auch noch meinen Senf dazu geben, was heute in Deutschland beschlossen wurde. Aber seien wir doch mal ehrlich, dass Thema kann doch nun wirklich keiner mehr hören. Daher wieder zurück an Bord der AIDAvita und meinem langweiligen Käseleben. Ich sitze weiterhin mehr oder weniger meine Arbeitszeit nachts ab, aber verfüge Dank einer SIM-Karte aus Dubai über besten Internet Empfang und habe wohl bisher mehr gelernt und organisiert, als in den letzten paar Jahren zusammen. Durch den "Zwang" hier auf diesem Stuhl meine Zeit abzusitzen, kann ich nicht im Bett rumeiern oder ähnlich. So arbeite ich z.B. an einer neuen Webseite, bzw. habe sie ist schon soweit, dass ihr gerne mal vorbei schauen könnt.

So wenn ihr nicht schon auf der Webseite unterwegs seid, geht es weiter. Ähm.. ja genau. Also ich arbeite generell viel an "FRAME BY FRAME" oder mache Bilder von dem Kutter gegenüber, der versucht hat mit den Lichtern in den Kabinen sich bei Dubai zu bedanken. Das Original verstecke ich lieber mal tief auf meinem PC, aber hier ein Eindruck, wie es hätte aussehen sollen und wie es für den Rest der Welt aussieht ;)

Übersetzt so viel wie: DANKE DUBAI

Natürlich schaue ich auch immer mal wieder einen Film oder ein paar Folgen einer Serie. Wer hier also noch Empfehlungen hat, immer her damit. Und selbstverständlich arbeite ich auch noch ein bisschen für AIDA, aber damit lässt sich derzeit nicht allzu viel Zeit füllen. Man muss ehrlich gestehen, dass es aber auch im normalen Betrieb einen nicht überfordert. Bisher hatte ich allerdings nur wenige Nächte, die nicht vorbei gehen wollten. Meistens rennt die Zeit und ich bin gut mit meinem Kram beschäftigt und wenn es Holzhacken in Animal Crossing auf der Nintendo Switch ist. Ich hab meinen Spaß! Und dann gibt es da noch einen Punkt: Ich spare Geld. Das tue ich sonst nie. Denn das kann ich nicht. Da bin ich zu doof für. Aber nun werde ich quasi dazu gezwungen. Ich meine.... selbst wenn ich mich jeden Tag volllaufen lassen würde und eine Schachtel Zigaretten rauchen würde, hätte ich Schwierigkeiten auf eine Bordrechnung von mehr als 200 Euro zu kommen. Die Crew-Preise sind nach wie vor unschlagbar und ich vermisse sie immer wieder wenn ich zuhause bin. Zudem gebe ich kein Geld für Freizeit aus (wir dürfen ja schließlich nicht runter) und fürs Essen muss ich hier ja auch nicht zahlen. Ich zahle also fleißig Studentenschulden zurück und werde noch richtig zum Sparfuchs. Aber das war es dann auch schon mit den ganz großen Vorteilen. Ich würde nämlich doch lieber verschiedene Länder bereisen und mein Geld für eine paar geile Touren ausgeben. Aber derzeit wird gegessen was auf den Teller kommt. Zudem sind es auch nur noch sechs Wochen, ehe es für mich (zumindest offiziell) nach Hause geht. Das ist auch quasi schon morgen. Ich hoffe bis dahin darf man in Deutschland schon wieder Freunde & Familie besuchen!

Bis dahin lasst euch nicht ärgern und bleibt gesund! Beste Grüße von der AIDAvita!

Social distancing!

1,5 Meter Abstand - ab sofort! Partys & Veranstaltungen: Abgesagt!

Zudem für jeden Einzelkabine im Passagierbereich - das ist eigentlich ganz angenehm - großes Bett und so.

Ja - was soll ich sagen?! Was zunächst doch recht weit weg (zumindest für mich) schien, trat nun schneller ein, bzw. trat überhaupt ein, als gedacht. Natürlich haben wir weiterhin keinen Fall an Bord. Denn wir sind schon gut sieben Wochen ohne Gäste, hatten kaum Crew-Wechsel und unser Landgang ist auch schon seit dem 17.03 gesperrt und zuvor hatten wir auch immer wieder Ausgangssperre. Und dennoch müssen wir uns an die Regularien der Company halten. Und das heißt: Abstand halten. Jeden Tag Fieber messen. Und im Restaurant einsam auf unseren Teller starren. Die Maßnahmen griffen vor ca. einer Woche. Das bis dato relativ gelassene Bordleben stoppte damit abrupt. Die Crewbar, die zuvor doch immer gut besucht war, ist nun immer wie leergefegt, wenn ich mir mal vor der Schicht was zu trinken hole. Mich bekommen die Kollegen auch nur noch selten zu sehen. Ich mache es mir meist nach Feierabend in meiner Kabinski gemütlich und hoffe viel schlafen zu können. Was sich durch die vielen Arbeiten, die immer noch am Schiff durchgeführt werden, mal besser und mal schlechter arrangieren lässt.

Es könnte alles noch viel schlimmer sein

Aber so negativ sich das Alles bisher vielleicht gelesen hat, ist es dann auch nicht. Wir sind immer noch alle gesund, wir können jederzeit an die frische Luft, es gibt gutes Essen und Getränke, wir leben in einer Gästekabine und überarbeiten uns nicht. In der aktuellen Situation, die ja nunmehr nahezu weltweit herrscht, also garnicht mal so übel. Internet gibt es inzwischen auch umsonst (zumindest für die Social-Media-Kanäle). Was will man also mehr?!

Wie geht es weiter?!

Ich denke, dass kann keiner so genau sagen. Meine ganz persönliche Einschätzung?? Ich werde bis zum Ende meines Vertrages am 30.05 bestimmt keine neuen Gäste sehen und wohl auch nicht solange auf der schönen AIDAvita bleiben. Ich sehe keinen unserer Kutter und auch keinen der anderen Redereien vor Juni wieder in See stechen. Verständlich also, dass nun nach und nach Crew in den vorzeitigen Urlaub gesendet werden. Wann es uns trifft, bleibt noch ab zu warten. Derzeit ist der Flughafen in Dubai noch außer Betrieb. Das könnte sich aber die kommenden Tage ändern. Aber nicht nur AIDA, sondern alle Redereien verhalten sich derzeit absolut fair was die Einhaltung der Verträge angeht. Das Thema passt also soweit erstmal!

Entschuldigt die etwas länger Abwesenheit hier - aber derzeit passiert auch wirklich nicht allzu viel! Ich freue mich, wenn diese Zeit vorbei ist. Die nervt nämlich und ich werde fett.

In diesem Sinne - bleibt gesund!

Corona ist da!

So - ich hoffe mal die Überschrift hat funktioniert und du hast zumindest angefangen diesen Beitrag zu lesen. Und auch wenn du jetzt beleidigt wieder abziehst, weil wir doch keinen Fall an Bord haben, dann verpasst du vielleicht doch noch ein paar spannende Geschichten rund um das verrückte Leben an Bord von AIDAvita.

Mir ist langweilig - ich will nach Hause

Dieser Gedanke ging mir noch letzte Woche immer wieder durch den Kopf. Ich hatte mich schon erkundigt, wo ich eventuell auf die schnelle Zuhause was zum arbeiten finde und die Zeit bis zu meinem nächsten Einsatz überbrücke. Hier Nachts nur herumzusitzen, ist nicht so mein Ding. Aber dann flatterte eine Schlagzeile nach der anderen aus Deutschland rein. Schulen bleiben geschlossen, Bars & Restaurants bleiben geschlossen, Öffentliche Plätze bleiben geschlossen. Die Menschen kloppen sich um Nudeln und Klopapier. Bitte was?!?! Alter Leute, ohne Scheiß jetzt?! Klopapier?! Also ich mein... Also.... Äh.... geht es noch? Wenn die Welt untergeht, dann aber wenigstens noch mal fett in die Schüssel gekackt oder wie ist das zu verstehen?! "Typisch Deutsch" könnte man jetzt denken. Aber die Affen in der USA drehen ja genauso am Rad. Aber wir hatten das Thema Toilette und Asien ja Letztens erst. Die machen sich besonders lustig über uns. Die haben ja ihre "Popodusche". Die verwenden noch nicht mal Papier in den meisten Fällen. Und nachdem auch ein Großmarkt quasi ausgeraubt wurde, war für mich klar: Nein danke, eigentlich ist es hier relativ schön und den Zirkus in Deutschland sitze ich hier gerne aus.

Denn jetzt kommt es: Unsere Bars & Restaurants haben noch geöffnet. Wir feiern Parties und sind dabei weniger als zwei Meter von einander entfernt. Essen gibt es auch noch reichlich. Bier geht uns so schnell nicht aus. Fitnessstudio ist auch 24/7 für uns geöffnet. Das betrifft mich eher weniger, sollte aber hier genannt werden, da ja in Deutschland schon die ersten Schwarz-Keller-Fitnessstudios eröffnet werden.

Zwar können wir unser kleines Dorf AIDAvita nicht verlassen, aber Dubai schottet sich ja auch immer ab.

Ausgang für Alle gestrichen

Heute gab es für uns alle die Meldung, dass wir bis auf Weiteres nicht mehr an Land dürfen. Aufgrund der aktuellen Situation absolut nachvollziehbar. Immerhin liegen hier 10 große Kreuzer, die noch bis gestern Gäste an Bord hatten und wer weiß was die alles eingeschleppt haben. Wie oben schon beschrieben, haben wir hier nicht das schlechteste Leben. Ich selber nutze die Zeit für Spielereien, wie diese:

https://videopress.com/v/GGX3wnL0?controls=false&preloadContent=metadata

Außerdem versuche ich mein Englisch weiter zu verbessern. Englische Serien helfen da hoffentlich. Joa ansonsten bleibt nur zu hoffen, dass der ganze Spuk bald wieder vorbei ist.

Das heißt: Bleibt zuhause, sitzt den Quatsch aus. Nutzt diese Zeit auch für euch. Macht die Sachen, die schon lange auf der Strecke geblieben sind. Und scheiße nochmal, hört auf Klopapier zu horten!

Bis bald und beste Grüße aus der Corona freien Zone AIDAvita!

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Alles dicht!

Das Coronavirus setzt derzeit die Kreuzfahrt in Angst & Schrecken. Ein Hafen nach dem anderen macht dicht. Und auch hier, wo noch letzte Woche alles in bester Ordnung war, ist jetzt Schluss. Wir machen ja schon lange kein Touren mehr, aber unsere große Schwester AIDAprima hat nun alle Orientreisen abgesagt. Morgen geht es für die verbliebenen Gäste nach Hause. Auch alle anderen Redereien müssen ihre Touren unterbrechen. Nun ist neben Asien auch der Orient komplett dicht!

Auch im Rest der Welt fallen Häfen willkürlich aus

Aber auch auf dem restlichen Erdball sieht es nicht allzu rosig für Kreuzfahrtschiffe aus. Selbst Norwegen schließt die ersten Häfen. Italien sowieso und auch in der Karibik kommt es immer wieder zu Problemen. Teilweise allerdings für Redereien und Gästen sehr willkürlich. An dem einen Tag darfst du anlegen, an dem anderen nicht. Hier ja - ein paar Kilometer weiter nein. Anlegen? Ja klar, aber nicht von Bord gehen!

Und die Flieger fliegen "fast" ohne Einschränkungen

Während über die Häfen kaum noch Touristen einreisen dürfen, gibt es an den Flughäfen nur bedingt Einschränkungen. In meinen Augen fehlt es hier dann doch etwas an der Verhältnismäßigkeit.

Veranstaltungen abgesagt, Restaurants bleiben geschlossen

Noch krasser wird es, wenn man z.B. mal nach Wien schaut. Dort wird alles über 100 Personen abgesagt. Also auch Diskotheken und Restaurants könnten, bzw. müssen leer bleiben. Als alte Gastroschlampe kann ich mit Gewissheit sagen, dass das für viele Gastronomen nicht nur eine harte Zeit wird, sondern auch das Aus bedeuten kann. In vielen Teilen Deutschlands müssen alle Großveranstaltungen abgesagt werden (ab 1000 Personen).

Schon irgenwie seltsam

Wird hier überreagiert? Umfragen zufolge sicherlich. Und auch ich bin irgendwie der Meinung, dass das ganz schön Panikmache ist. Aber ob ich damit Recht behalten werde?! Wenn sich das Virus jetzt nicht weiter verbreiten sollte, klopfen sich die Politiker auf die Schulter, so viel ist sicher. Aber so wie es derzeit aussieht, wird das noch etwas länger Schlagzeile Nr. 1 bleiben. So langsam bin ich ja fast schon froh in Dubai festzuhängen. Zumindest in der Stadt wirkt es nicht so, als würden hier alle Panik haben.

Aber

Dennoch fängt die Regierung nun an, dass Land abzuriegeln. Reine Vorsichtsmaßnahme? Auch für uns Crew wurde derzeit der Landgang gestrichen. Aktuell für zwei Tage. Bleibt nur zu hoffen, dass es dabei bleibt. Sonst wird es hier sicherlich bald ungemütlich.

Wird Zeit, dass der Scheiß bald vorbei ist. Nervt echt!

Ja bist du denn närrisch?!

Eigentlich nicht zu glauben - aber das "Chaos" nimmt kein Ende. Wir hatten schon gespannt auf erste Infos gewartet, wie viele Gäste uns am 07.03 und am 16.03 erwarten würden und freuten uns auf die diese Touren hier. Alle bereiteten schon Ausflüge und alle Informationen vor, alles sollte perfekt sein, wenn es wieder los geht. Und dann heute: "Na - weißt du schon das Neueste?" Tolle Wurst.Auch die zwei Reisen, die wie vor der Werft gemacht hätten, sind heute kurz vor der Freischaltung zur Buchung abgesagt worden. Offiziell brauchen wir mehr Zeit für die Vorbereitung der Wert, inoffiziell kann man sich natürlich denken, warum wir diese Touren abgesagt haben. Hat hier jemand Bier bestellt?! Corona? Was? Ah ja nehm ich gerne!Ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Am 14.04 werden wir (wahrscheinlich) wieder planmäßig Gäste an Bord haben. Dann wären ziemlich exakt zwei Monate meiner Zeit an Bord vorbei und gesehen hätte ich bis dato: Dubai. Und ne. Da kommt nichts mehr. Sechs Wochen Dubai stehen nun auf dem Programm. Wer also Tipps & Eindrücke aus dieser hoffentlich fantastischen Stadt haben möchte, ist bei mir sicher an der richtigen Adresse (ab April). Heute Nacht werden wir in Dubai ankommen und (bitte Gott) von Bord gehen dürfen (ich glaub ja bald an Garnichts mehr).Aber an dieser Stelle muss auch mal gesagt werden, dass AIDA an sich die richtige Entscheidung trifft. Das Letzte was ich möchte, ist mehrere Wochen auf meiner Kabine zu verbringen, weil wir ein alten Mann mit Husten an Bord haben.Diese Zeit wird vielen sicher lange in Erinnerung bleiben. Da alle etwas mehr Zeit haben als sonst, konnte ich bereits auch schon guten Anschluss finden und bin bereits bekannt als der Crew-Fotograf und kann vielleicht demnächst noch nebenbei ein paar Euros mit privaten Foto-Shootings verdienen.

Mit ein paar Bildern der Crew entlasse ich euch in diesen Donnerstag. Bleibt mir gesund und merkt euch Eins: Gegen Corona gibt es bereits ein bestätigtes Gegenmittel:

Corona bzw. Alkohol! In diesem Sinne: Prost! 
 

Webseite online!

Puh! Das hat ganz schön gedauert und der Prozess ist auch noch nicht vorbei. Aber eine "Version 1" meiner Fotografie-Webseite ist nun online. Neugierig?www.frame-by-frame.deFreut euch auf wachsende Portfolios und weitere Blogbeiträge rund um das Thema Foto & Video. Ganz frisch wäre dieser hier zu empfehlen. Zudem freue ich mich natürlich über ehrliches Feedback, um mich immer weiter entwickeln zu können.Ihr vermisst weitere Infos über die aktuelle Situation hier an Bord? Dann sei so viel verraten, dass ich mich bestimmt schon bald mit neuen Eindrücken melden werde. Im Moment bete ich, dass wir in wenigen Tagen in Dubai endlich mal wieder von Bord dürfen und ich die erste Stadt auf meiner Reise erkunden darf.

Unterwegs auf dem Geisterschiff & neue Routen.

Das ist schon alles irgendwie besonders. Keine Gäste die in den Restaurants sich die Kilos auf die Rippen futtern, keine Gäste die schon am frühen morgen ihre Handtücher über die Liegen schmeißen und auch keine Gäste die mich Nachts mit Ihren Sorgen unterhalten. Beziehungsweise noch viel schlimmer für mich: Keine Gäste die Geld ausgeben. Nahezu alle Bars & Restaurant sind logischerweise geschlossen. Daher kommen leider auch keine Bar & Restaurant Kollegen bei mir mit Ihren Belegen vorbei. Meine sozialen Kontakten in der Nacht beschränken sich damit auf meinen Crew-Bar Kollegen, der mir gegen ca. 02:30 Uhr die einzigen Belege vorbei bringt. Immerhin ist das das Zeichen für mich, dass ich schon knapp die Hälfte der Nacht geschafft habe. Ich habe ja schon nicht viel zu tun, wenn Gäste an Bord sind, aber jetzt wird es tatsächlich anstrengend. Derzeit arbeite ich noch an verschiedenen Foto- und Videoprojekten, oder lese spannende Sachbücher, die ich in der elektronischen Bücherei meines Arbeitgebers finden kann oder beschäftige mich diversen Online-Trainings von AIDA.Zuviel darf ich über unsere Situation derzeit nicht erzählen, aber sagen wir mal, dass wir zumindest mal kein Urlaub haben und einiges gemacht wird uns Crew bei Laune zu halten. Denn auch wenn man es nicht glaubt: Wir haben lieber Gäste an Bord, als mehr oder weniger sinnfrei hier an Bord rumzueiern.In Singapur durften wir leider das Schiff nicht verlassen. Bzw. was heißt hier leider. In Singapur verbreitet sich der Virus derzeit schneller und stärker als in Hongkong. Daher ist die Entscheidung vom Kapitän, uns nicht raus zulassen durchaus nachvollziehbar. Aber ich habe in Singapur wieder mal was gelernt: Schiffe habe nicht alle den gleichen Anschluss, wenn es um das Thema Tanken geht. Denn wir mussten unseren Aufenthalt hier kurzfristig verlängern, da es nicht möglich war uns zu betanken. Der Schlauch hatte nicht gepasst. Und es hatte fast einen Tag gebraucht, ehe das Problem gelöst war und wir den Hafen wieder verlassen konnten. Gefühlt wurden wir allerdings nur leicht angeschubst, denn ich würde sagen wir schleichen gerade übers Meer. Wir haben uns auf den Weg in den Orient gemacht. Wie es aber nun weiter geht und ob und wann wir wieder Gäste bekommen werden, ist leider noch nicht sicher. Es bleibt also spannend. Alles nur nicht ins Mittelmeer!Bitte!

Ich wurde erhört

Einen Teil des Beitrages hatte schon geschrieben, bevor es klar war wo es hingeht, aber nun ist es offiziell: Wir bleiben im Orient. Es sieht wie folgt aus:28.02-08.03 Dubai09.03 Doha10.03 Khalifa Bin Salman11.03 Khasab12.03 Muscat14./15.03 Abu Dhabi16./17.03 Dubai18.03 Doha19.03 Khalifa Bin Salman21.03 Muscat22.03 Khasab23./24.03 Abu Dhabi25.03 - 15.04 Dubai (Werft)Dann geht es wie geplant weiter.Ich freue mich, dass wir nochmal Gäste vor der Werft bekommen. Bleiben also nur noch gut zwei Wochen bis es wieder richtig losgeht! Wer noch nichts vorhat... Die 9-Tagesreise ist schon ab 479 € zu haben ;).Wenn von mir was die kommenden Tage kommt, dann sicher etwas abseits von AIDA. Hier passiert ja derzeit nicht viel.

Das kann doch alles nicht wahr sein!

Noch nicht einmal auf dem Schiff angekommen und bereits eines der größten Abenteuer seit langer Zeit erlebt. Wie das? Dazu muss ich etwas ausholen. Wir erinnern uns: Bei meinem ersten Einsatz verlief die Anreise gut, jedoch wollte man mich auf dem Schiff nicht so wirklich behalten, und erst nach langwierigem Hin und Her durfte ich meinen Vertrag antreten. Das ganze Dilemma hier. Der zweite Versuch, stressfrei an Bord anzukommen, verpuffte seinerzeit, als mein Flieger nach Amsterdam ausgefallen war. Wie es damals weiterging: Hier!Aller guten Dinge sind drei? Naja, es ging ja schon vor knapp zwei Wochen los, als die liebe AIDAvita beschlossen hatte, Hongkong aufgrund der Sorgen rund um das Corona-Virus nicht anzulaufen. Wo sollte ich doch gleich aufsteigen? Ach ja, Hongkong. Die Infos über die neuen Flüge - drei an der Zahl - ließen zwar etwas auf sich warten, erreichten mich aber noch rechtzeitig. Somit stand einem Aufstieg im Vietnam, genauer gesagt in Cai Lan, nichts mehr im Wege. Es sollten jedoch einige Hürden folgen.Einen Tag später als ursprünglich geplant, ging es dann am Dienstag nach Sturm „Sabine“ (die fast auch noch ein Wörtchen mitreden wollte, es aber dann doch gelassen hat) an den Münchner Flughafen zur Hürde Eins. Check-In Qatar-Airline. Zwar durfte mein Koffer bis zu 30 Kg wiegen, das Handgepäck jedoch nur 7 Kg, welches zu meinem Unglück (allerdings im Internet mehrmals bestätigt) auch penibel gemessen wurde. Als die Waage 15 Kg anzeigte, hieß es: lächeln und charmant sein. Kann ich. Ein „Ausnahmsweise“ später hatte ich schon meinen Aufkleber für Handgepäck an meinem Rucksack. Aber ich wäre nicht Lars Eggers, wenn ich nicht auch noch einen Notfallplan in der Hinterhand gehabt hätte: Meine Schwester und mein Vater hatten mich begleitet und warteten mit einem leeren Rucksack auf mich, den ich im Fall der Fälle noch hätte als Gepäck aufgeben können. Eine kleine Falle hatte ich mir mit meiner List allerdings selbst gestellt. Clever wie ich war, hatte ich meinem Escort-Service eine weitere Handgepäcktasche gegeben, damit diese beim Check-In nicht gesehen wird. Ich wollte meine Kamera-Cube einfach als „persönlichen Gegenstand“ durchgehen lassen. Aber der hatte nun diesen schönen Aufkleber von der Airline eben nicht. Ob das noch zum Problem werden würde?!Dann kam der Teil, bei dem ich auch Schwierigkeiten befürchtet hatte, letztlich aber einfach durchgewunken wurde: Die Sicherheitskontrollen. Ab ans Gate und warten. Hier fiel mir dann auf, dass an allen „persönlichen Gegenständen“ der Gäste kein Aufkleber angebracht war. Somit war ich zunächst wieder beruhigt. Allerdings habe ich die Rechnung ohne das Schicksal gemacht, das nun dreist eben jene junge Dame, bei der ich das Gepäck aufgegeben hatte, zur Kontrolle abkommandiert hatte. „Fuck!“ Ob sie sich an mich und meine viel zu schwere Tasche erinnern würde? Ich nahm mir fest vor, ihr einfach nicht in die Augen zu sehen. Dann aber wurde ich plötzlich zur Erste-Klasse-Abfertigung gebeten, wo gerade nur wenig Betrieb war. Glück gehabt!Im Flieger habe ich dann Platz gefunden und alles easy verstauen können. Und noch besser: Nachdem das Boarding komplett abgeschlossen war, sah ich, dass die Reihe hinter mir noch frei war und ergriff die Gelegenheit. So konnte ich es mir dann gut gemütlich machen. Die ersten sechs Stunden vergingen dank Entertainment und gutem Service der Airline stressfrei und schnell.Herzlich willkommen Doha. Auch hier war ich bald am neuen Gate und hatte noch eine gute Stunde bis zum Boarding, welches anschließend ebenfalls entspannt verlief. Im Flieger hatte ich leider nicht wieder so viel Glück und konnte keine leeren Plätze um mich herum erblicken. Immerhin saß neben mir eine Dame aus der „Fraktion Mundschutz“, und die sind ja zu meist recht zierlich. So auch diese. Allerdings ließ es sich die Person vor mir nicht nehmen, den Sitz nach hinten zu stellen und mir dabei fast die Beine zu brechen. Nun setzte die Müdigkeit ein. Der Flug geriet immer mehr zur Qual, war dann aber nach weiteren sechs Stunden irgendwann geschafft.In Bangkok angekommen, empfing mich eine Dame der Airline am Ausgang und die Scheiße nahm ihren Lauf.

Die Sache mit den Toiletten

Wenn wir schon über Scheiße reden, lockere die Story etwas mit den Toiletten im asiatischen Raum auf …In Bangkok angekommen, drängte es nämlich etwas bei mir. Auf den Örtlichkeiten IMG_20200212_185356angekommen, wunderte ich mich über diesen Schlauch neben der Schüssel. „Clever, dann kann man die Toilette schnell und einfach reinigen. Hier wird auch noch an die Toilettenfrauen und -männer gedacht. Stark.“ So dachte ich. Es standen allerdings auch Mülleimer in den Toiletten. Aber als alter Fuchs weiß ich inzwischen: Mülleimer auf Toilette heißt Kein Papier in die Schüssel. Das ist nicht nur in Brasilien so, sogar in weitaus mehr Ländern üblich als zunächst gedacht, und auch in Europa kommt das relativ häufig vor. Als wir letztlich im Vietnam angekommen waren, lächelte mich wieder so ein Schlauch an, und nun musste doch in Erfahrung gebracht werden, was es damit auf sich hat. Nach kurzer Zeit im WWW stellte sich heraus: Das ist gar kein Reinigungsgerät für die Toilette, sondern eines für den Benutzer, also eine „Popodusche“. Üblicherweise reinigt sich der Toilettenbesucher damit seinen Allerwertesten. Oftmals wird hierzu aber auch direkt die Hand verwendet. Laut Knigge empfiehlt sich hier die linke Hand, die man niemanden reicht. Oftmals gibt es auch kein Papier auf den Toiletten. Außerdem empfiehlt es sich, die Temperatur und den Druck des Schlauches vorher zu prüfen. Wenn hier Kärcher-Niveau herrscht, ist das Ganze mit Vorsicht zu genießen. Verbrühungen will auch keiner. Die wären dann tatsächlich für den Arsch. Wenn du also das nächste Mal in Asien auf einer dieser Toiletten sitzt, dann genieße dein Geschäft.

Zurück zu Bangkok und dem Beginn des Abenteuers

Nach diesem Ausflug auf die Örtlichkeiten Asiens zurück zu der netten Dame der Airline, die mich in Bangkok abgefangen hatte. Sie versuchte mir zu erläutern, dass ich aus dem Flughafen, also aus der Transitarea, herausgehen müsse, um meinen Koffer zu holen, da sie nicht in der Lage gewesen waren, diesen an die Airline für den letzten Flug zu überreichen. Zeit bis zum Boarding des letzten Fluges: zwei Stunden. Die ersten 30 Minuten gingen für das Laufen Richtung Ausgang drauf. Dort: Passkontrolle. Wartezeit: Eine Stunde. Großartig. Doch ich glaubte, clever zu sein. Ich entdecke ein Schild, welches einen Treffpunkt für Seefahrer anzeigte. 600 Meter im Flughafen kosteten mich allerdings auch fast 10 Minuten. Weitere Minuten vergingen, ehe mich die Mitarbeiterin vor Ort zurück zur „normalen“ Passkontrolle schickte. Insgesamt verlor ich also Zeit, statt aufzuholen. Es wurde an der Zeit, Dreistigkeit an den Tag zu legen. Die Schlange zeigte zwei Linien: „Holzklasse bitte links und eine Stunde warten“ und „1st Class und Benachteiligte bitte rechts und zwei Minuten warten.“ Ich war selbst erstaunt, wie einfach es war, hier fix durchzuflitzen. Ein bisschen Panik und Schweiß in meinem Gesicht überzeugten den Mitarbeiter davon, dass ich es eilig hatte. So - wo aber war nun mein Koffer?! Ich suchte an der Tafel. Ah, Doha! Band 17 und los! Am Band eingetroffen, wurde ich sogar etwas entspannter, denn die Koffer waren quasi gerade erst angekommen. Aber als ich nach der zweiten Runde meinen Koffer nicht finden konnte, wurde es wieder spannender. Die Sache, dass ungefähr jeder zweite Koffer auf den ersten Blick so aussah wie meiner, machte es nicht unbedingt besser. Nach langen Minuten ging es dann zu einem Mitarbeiter, der mich ein Band weiterschickte. Fuck - da steht ja auch Doha! Der Puls sank wieder, aber nicht allzu lange, denn auch dort war nichts zu finden. Wieder einen Mitarbeiter zu Rate gezogen - der ging mit mir an einen komischen Schalter, und schließlich folgte der entscheidende Tipp: Versuchen Sie es mal beim Übergepäck. Mit Erfolg. Ich hatte meinen Koffer.Endlich zum Ausgang und weiter zum Eingang. Wo ist der Check-In? Noch 45 Minuten bis zum Boarding. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es gefühlt 30 Grad und 100 Prozent Luftfeuchtigkeit in dem Flughafengebäude hatte? Aber endlich hatte ich den Check-In gefunden! Hier mein Koffer - und los! Denkste! „Sorry Sir, to heavy!“ Hui - ob ich jetzt Zeit für Diskussionen hatte? „How much?“ So lautete meine Gegenfrage, nachdem ich ein paar Sekunden versucht hatte, zu erklären, dass ich bereits zwei Flüge hinter mir habe und es zunächst hieß, das Gepäck werde komplett durchgeschickt. Wenn man in Europa Gepäck mit Übergewicht hat, zahlt man gefühlt mehr Gebühren als für das Flugticket selbst. Hier wollte die Dame für acht Kilo Übergewicht allerdings nur knapp 25 Euro, weshalb ich mir das alles ersparen und bezahlen wollte. Aber ich hatte die Endrechnung ohne die Dame gemacht. Die schickte mich nämlich zum Bezahlen quer durch den Flughafen. Wieder waren somit 20 Minuten weg. Als ich dann endlich wieder am Schalter war, fiel mir eine junge Frau am Schalter neben mir auf: Offensichtlich europäisch, wenn nicht sogar deutsch, hochroter Kopf und pure Verzweiflung im Gesicht. Wir schauten uns kurz an, dann war klar: AIDA. Auch wenn die Zeit knapper und knapper wurde, freute ich mich ungemein, da ich ab sofort die Scheiße nicht mehr allein durchlaufen musste. Und es waren noch einige Hürden zu nehmen.Sarah, so der Name meiner Leidensgenossin, hatte noch ganz andere Probleme. Man wollte sie gar nicht ins Land lassen. Aber ich war ja auch eingecheckt worden. Das sorgte nun allenthalben für Verwirrung, weshalb meine Papiere erneut geprüft wurden. Dass wir nur noch 15 Minuten bis zum Boarding hatten, war den Damen am Schalter sichtlich egal. Nach weiteren wertvollen Minuten waren wir gemeinsam zumindest bei jenem Problem angekommen, das ich schon eine geraume Zeit mit mir herumschleppte: Übergepäck. Immerhin hatten wir gelernt, dass sich selbst die schlüssigste Argumentation nicht lohnt, sondern es besser ist, zunächst rasch zu bezahlen. Gesagt, getan und ab zum Gate. „Nur“ noch Sicherheits- und erneute Passkontrolle vor uns. Die Sicherheitskontrolle verlief erstaunlich zügig. Bei der Passkontrolle setzte ich wieder auf Panik und Schweiß, um schnell durchzukommen. Dann ging es endlich zum Gate, welches nicht mehr „Boarding“ anzeigte, sondern „Final Call“. Ich war als erster vor Ort und gab an die Mitarbeiter weiter, dass noch mindestens eine Person käme und sie doch bitte warten mögen. Dann kam zwar zunächst nicht meine Kollegin angerannt, aber eine weitere Dame, die ebenfalls von mir mit dem Wort: „AIDA?!“ begrüßt wurde - und tatsächlich: Nun waren wir schon zu Dritt. Auch Sarah - die zweite Kollegin hieß übrigens Silvi - war angekommen, und tiefe Erleichterung machte sich breit.

Kommen wir ohne Maske überhaupt ins Flugzeug?

Auffällig war zudem, dass es von Flughafen zu Flughafen immer mehr Mundschutzmasken an den Fluggästen zu sehen gab. In Bangkok waren wir bereits die Einzigen, die ohne Mundschutz unterwegs waren; ganz gleich, ob Mitarbeiter oder Fluggäste. Alle hatten Masken. Sollte einem das Angst machen? Ich weiß nicht. Aber es ist schon krass zu sehen, wie das die Menschen beeinflusst, wobei man auch sagen muss, dass dort generell viel Mundschutz getragen wird. Daher habe ich auch keinen richtigen Vergleich, was dort „normal“ ist. Aber auch im Flieger waren wir dann ausnahmslos die einzigen Personen ohne Mundschutzmaske.Flug Nummer drei von Drei war zum Glück nicht besonders lang, dafür auch nicht gerade komfortabel. Und gegen Ende hatte man das Gefühl: jetzt läuft es doch. Pünktlich wurde gelandet, Passkontrolle verlief ohne Schwierigkeiten und die Koffer wurden gleich gefunden. Höhepunkt: Unser Agent war auch schon da. Also ab ins Hotel. Oder? Der Fahrer konnte leider kein Wort Englisch, was die Angelegenheit verkomplizierte. Nach etwa einer Stunde Fahrtzeit waren wir offenbar in der Nähe der Küste. Riesige Hotelkomplexe zeichneten sich im Dunkeln ab. Ein Hotel erschien pompöser als das andere. Allerdings waren die Straßen menschenleer und das um 17.30 Uhr Ortszeit. Am Hotel angekommen, bestätigte sich der Eindruck - wir waren wohl die einzigen Gäste. Was auch immer hier sonst abgeht, gerade jetzt war hier jedenfalls Totentanz angesagt. Ob es darin lag, dass nicht Hauptsaison ist, oder ob es mit dem Virus zu tun haben könnte, konnte mir niemand erklären, da wirklich hier keiner auch nur zwei Sätze Englisch sprechen konnte.Auch wenn wir ziemlich ermüdet von den Flügen waren, machten sich Silvi, Sarah und ich noch auf den Weg, um etwas zu essen, was angesichts der leeren Straßen gar nicht so einfach war. Das erste Restaurant nahm keine Kreditkarte, das zweite verscheuchte unser Interesse mit der fettesten Ratte im Eingangsbereich, die ich je gesehen habe, und das dritte Restaurant, eher ein Kiosk, erschien zunächst nicht sehr einladend, erwies sich dann aber als recht nett. Bier gab es für etwa einen Euro, und eine Flasche Vodka für 5,50 Euro. Insgesamt bestellten wir viele Getränke und reichlich zu essen und hatten am Ende keine 50 Euro auf der Uhr. Das war echt günstig.

AIDAvita fährt unseren Hafen nicht an

Schon vor dem Essen kamen die ersten Gerüchte auf, dass wir am morgigen Tage überhaupt nicht auf unser Schiff aufsteigen könnten. Nach weiteren Gesprächen mit bekannten Crew-Mitgliedern kam dann tatsächlich die Bestätigung, dass dem Schiff das Anlegen verwehrt worden sei und man nun nach Bangkok fahre. Bangkok?! War das nicht der Flughafen, der uns Schweiß, Tränen und Blut geraubt hatte? Welch eine Ironie! Bis dato hatten wir aber auch noch nichts Offizielles gehört.Im Hotel dann eine nette Überraschung - Transfer morgen früh um fünf Uhr. Na geil, jetzt noch 6 Stunden schlafen und wieder weiter, aber keine Ahnung, wohin es eigentlich geht.

Wir waren nicht alleine!

Wenige Stunden später stand ich also wieder am Eingang des Hotels, und war bereit, erneut zu diesem Höllenflughafen zu fliegen. Zu meiner Überraschung waren tatsächlich noch andere AIDA-Crewmitglieder in dem Hotel. Wir waren nunmehr insgesamt 9 Leute. Teamstimmung kam auf, die besonders heiter wurde als der Busfahrer auf einmal umdrehte und zurückfuhr. Unsere Flüge waren erneut gestrichen worden, und wir fuhren zunächst zurück ins Hotel.

Das wars dann mit meiner 1000 Euro-Drohne

Zurück im Hotel war schnell klar – wir wollten die Zeit hier nutzen. Auch wenn wir noch nicht genau wussten, wann es für uns weitergehen würde, haben sich ein paar von uns dazu entschlossen, einen Trip zu unternehmen. Es sollte in die Bucht von Hai Long DSC07321.jpggehen. Ein wundervoller Ort, der leider an diesem Tag etwas nebelverhangen war. Das hatte aber auch seinen Charme. Was uns schon am Tag zuvor aufgefallen war: Hier steht ein Hotel-Komplex neben dem anderen, aber es ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen. So kam es, dass wir uns zu sechst ein 30-Mann-Boot charterten und uns auf dem Weg in die besagte Bucht machten. Die Stimmung war gut, und Bier gab es für rund 1.20 Euro ebenfalls an Bord. Nach einer langen Fahrt durch eines der heutigen Weltwunder, hielten wir dann an einer wundervollen Höhle, die gar kein Ende zu nehmen schien. Am Ausgang der Höhle und mit wunderbarem Blick über die Bucht dann die Idee, hier die Drohne fliegen zu lassen. Gesagt, getan. Alles bereit gemacht. Allerdings hatte ich kein Internetempfang und auch das GPS-Signal ließ zu wünschen übrig. Hatte ich schon erwähnt, dass es zudem leicht nieselte? Der Start verlief zunächst gut, sie schwebte noch im Schutz eines Felsvorsprungs in der Luft, doch kaum war meine kleine Drohne im „Freien“, verlor ich das Bildsignal und die Drohne machte sich selbstständig auf und verschwand zwischen zwei Felsen. Der Flug dauerte laut Aufzeichnungen nicht einmal 48 Sekunden. Das war irgendwie ärgerlich. Aber ich habe nun gelernt:1. Nicht bei Regen fliegen.2. Nicht ohne GPS-Signal fliegen.3. Nicht ohne Internetverbindung fliegen.4. Nicht fliegen, wenn ich meine Brille nicht dabeihabe. Ich hatte nämlich meine Drohne zudem kurz nach dem Start mit einem Vogel verwechselt.5. Auch mal aufs Bauchgefühl verlassen – und das war an diesem Tag nicht besonders gut.Nach ein paar vergeblichen Versuchen, die Verbindung zur Drohne erneut aufzubauen, ging es langsam zurück Richtung Festland und Hotel. Nach einem mehr oder wenig gutem Essen sank ich erschöpft ins Bett und fiel ziemlich fix ins Koma, aus dem ich erst um 1 Uhr in der Nacht erwachte.

Zurück nach Bangkok

Inzwischen stand auch fest, dass es morgens um 6 Uhr wieder an den Flughafen und von dort aus über Ho Chi Min Stadt nach Bangkok gehen würde. Am Flughafen angekommen, nahmen die Probleme und Hürden einmal mehr kein Ende. „Sorry Sir, only 20 Kilos!“ Gemeint war mein Koffer, der immer noch über 28 Kilo auf die Waage brachte. Fast alle von uns hatten „Übergepäck“, weshalb wir zunächst versuchten, zu diskutieren und letztlich bezahlten. Sonst wird das nie was. Immerhin war das zunächst das einzige Problem, das wir hatten. Der Flug verlief anschließend fast schon zu reibungslos, was sich in Ho Chi Minh Stadt dann rächen sollte.

Kein Einlass nach Thailand

In Ho Chi Ming Stadt ging es dann raus – Gepäckholen und wieder neu einchecken. Doch Pustekuchen. Wir könnten ohne ein Flugticket aus Thailand nicht einreisen. Dass wir auf dem Schiff arbeiten sollten, interessierte die Dame am Schalter überhaupt nicht. Glücklicherweise war auch unserer General-Manager mit in der Truppe. Er hat alle notwendigen Kontakte schnell am Telefon und versuchte, uns irgendwie in dieses Flugzeug zu bringen. Allerdings rückte das Boarding immer und immer näher. Nach ein paar Telefonaten zogen wir uns zurück. Es hieß nun warten auf ein paar Dokumente, die uns helfen sollten, doch noch fliegen zu dürfen. Ich gönnte mir eine Stärkung bei meiner alten Liebe „Burger King“, und als ich zurückkam, standen schon wieder alle aufgeregt am Schalter. Nun sollte es doch in den Flieger gehen. Allerdings zog sich auch das ohne Ende hin. Die Nervosität stieg. Jetzt war zwar das Gepäck eingecheckt, wir aber nicht im Flieger. Als wir nun alle endlich Boardingpässe hatten, wurde sich vorgedrängelt, wo es nur ging. Und tatsächlich: Noch bevor unsere Namen durch die Lautsprecher schallten, hatten wir das Gate erreicht. Verschwitzt ging es in den Flieger zu unserem hoffentlich letzten Flug.

Neue Gerüchte

In Bangkok angekommen, schien unsere Pechsträhne endlich ein Ende zu nehmen. Das Gepäck war da und unsere Fahrer gefunden. Sollte es alles so einfach bleiben?! Plötzlich klingelte das Telefon eines Kollegen: „Asien ist abgesagt, alle Gäste verlassen morgen das Schiff und wir fahren leer raus aus dem Corona-Gebiet“. Oh nein – bitte nicht. Ich bin nur wegen der Route auf diesem Horrortrip. Aber als dann auch die nächste Kollegin die Info bekommen hatte, war es wohl bestätigt. Na, das wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das Chaos endlich ein Ende nehmen würde. Aber jetzt erstmal ins Hotel und duschen.

Luxus-Hotel in Pattaya

Nach gut zwei Stunden kamen wir dann endlich am Ziel an und waren etwas überrascht. Gab es keine freien Hotels oder was läuft hier falsch? Uns wurde das Gepäck abgenommen, wie man es sonst nur aus Filmen kennt. Ihr wisst schon, wo ein Mensch mit Hut das Gepäck auf diese Wagen stellt und dann auf das Zimmer bringt. Ferner wurde sich verbeugt, und es gab leckere Getränke, während wir auf unsere Zimmerkarten warteten. Das Beste kam aber erst noch.

DSC07340-HDR.jpg

Das Ding hatte einen Pool auf dem Dach – ne warte: Zwei Pools. Mit Blick auf das Meer und den Sonnenuntergang; ein reiner Traum. Auch die Zimmer waren gigantisch. Da hat sich AIDA absolut nicht lumpen lassen. Aber wir hatten uns das definitiv verdient. Essen war auch mit dabei, und so ließen wir es uns noch richtig gut gehen an diesem Abend, schlenderten durch die Straßen und waren auf der berühmten „Walking Street“. „Massage, Massage“ und jede Menge Ping-Pong-Angebote wurden uns zugerufen. Niemals war man sich sicher, ob hier Frauen oder Ladyboys am Start waren. Ein gefährliches Spiel. Aber das ist eigentlich eine andere Geschichte. Kommen wir zum Finale …

Endlich zuhause

Am nächsten Morgen ging es erneut mit dem Taxi zum Schiff. Oder vielleicht besser gesagt, sollte es zum Schiff gehen. Und tatsächlich: Etwa 20 Minuten später standen wir vor AIDAvita. Kaum zu glauben. Wir hatten es geschafft. Nachdem wir mit dem Gepäck dann auch im Inneren des Schiffes standen, gab es wirklich keinen Zweifel mehr. Wir waren zuhause.

Keine Gäste an Bord

Fünf Tage Anreise, vier verschiedene Länder, zwei Hotels und eine versenkte Drohne im Vietnam. Was für ein Trip! Und wie geht es jetzt weiter? Das ist nach wie vor ungewiss. Seit zwei Tagen sind wir mittlerweile ohne Gäste unterwegs nach Singapur, wo wir auch das Schiff nicht verlassen werden. Wo es dann hingeht, ist tatsächlich noch immer nicht bekannt.Über die aktuelle Situation und was ich jetzt eigentlich mache, solange keine Gäste an Bord sind, berichte ich dann in den kommenden Tagen.

Treffen in fernen Ländern? Hier bin ich!

Moin zusammen,morgen geht es nun "endlich" los. Zumindest wenn Sabine soweit nichts dagegen hat. Bisher habe ich aber schon weniger namenhafte Stürme stärker blasen gesehen. Morgen soll es nun aber über Doha und Bangkok in den Vietnam, genauer gesagt nach Cai Lan gehen. Anschließend trifft man mich wie folgt an:

Cai Lan Vietnam 13./14.02
Da Nang Vietnam 15./16.02
Nha Trang Vietnam 17.02
Ho Chi Minh City Vietnam 18./19./20.02
Singapur Singapur 22./23./24.02
Semarang Indonesien 26.02
Benoa Indonesien 28./29.02
Darwin Australien 03./04./05.03
Komodo Island Indonesien 08.03
Lombok Indonesien 09.03
Surabaya Indonesien 11.03
Singapur Singapur 14.03
Port Kelang Malaysia 29.03
Langkawi Malaysia 30.03
Male Malediven 03./04.04
Cochin Indien 06.04
New Mangalore Indien 07.04
Marmugao Indien 08.04
Muscat Oman 11.04
Dubai Vereinigte arabische Emirate 13./14./15.04
Al Fujayrah Vereinigte arabische Emirate 16.04
Muscat Oman 17.04
Salalah Oman 18.04
Aqaba Jordanien 24./25.04
Suez Kanal Durchquerung Ägypten 26./27.04
Limassol Zypern 28.04
Valetta Malta 01.05
Palma de Mallorca Spanien 03.05
Cadiz Spanien 05.05
Leixoes Portugal 07.05
Vigo Spanien 08.05
Gijon Spanien 09.05
Portland Großbritanien 11.05
Honfleur Frankreich 12.05
Dover Großbritanien 13.05
Antwerpen Belgien 14.05
Hamburg Deutschland 16.05
Honfleur Frankreich 18.05
Fishguard Großbritanien 20.05
Liverpool Großbritanien 21.05
Belfast Großbritanien 22.05
Greenock Großbritanien 23.05
Dublin Irland 24.05
Cobh Irland 25.05
Portland Großbritanien 27.05
Dover Großbritanien 28.05
Hamburg Deuschland 30.05

Meldet euch gerne hier, wenn ihr in der Nähe seid! Ich freue mich!Bald dann erste Eindrücke von der AIDAvita!

Athen - du abgefucktes, wundervolles Stück Erde

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Darf man sowas im Internet überhaupt schreiben?! ABGEFUCKT. Aber mit seinem ganz eigenen Charme: So lässt sich Athen wohl am besten charakterisieren. Natürlich kann ich nur meine Eindrücke aus unserem knappen Drei-Tages-Trip schildern. Aber für alle Unentschlossene und Neugierige folgen hier ein paar Infos:DSC06126 So und so ähnlich sah es rund um unser Apartment aus im Stadtteil "Feron". Auch unser betagter Taxifahrer, der uns vom Flughafen zu unserer Unterkunft gefahren hat, konnte sich einen Kommentar zu unserem Wohnort nicht verkneifen: "Oh Feron! Be careful there - very dangerous". Wir waren immerhin neun Jungs - aber ich musste dem alten Mann am Ende Recht geben. Wohlgefühlt haben wir uns dort selbst als Gruppe nicht wirklich. Überall lungern dunkle Gestalten herum und überhaupt war alles recht heftig heruntergekommen. Wie sich dann in den kommenden Tage herausstelle, galt dies für ganz Athen. Nur ein paar wenige Ecken bilden die Ausnahme. Wer also durch nette Gassen auch außerhalb des direkten Stadtzentrums flanieren möchte, ist hier falsch.DSC06129.jpgWir hatten alle stets den Film "Sin-City" vor Augen. Hier wäre ein perfekter Drehort dafür gewesen. Aber oft sagen Bilder mehr als 1000 Worte. Vorteil solcher Gegenden?! Klar - günstig! Und nach ein paar dunklen Gassen haben wir dann auch so etwas wie den Kiez unseres Stadtteils entdeckt: Ein paar kleine Restaurants und Bars reihen sich hier aneinander. Und wer gern Ouzu mag, kommt in Griechenland natürlich voll und ganz auf seine Kosten. Einen halben Liter Ouzo bekommt man in den meisten Bars bereits für etwa 6 Euro. Das reicht für einen guten Rausch oder auch, um kräftig in großer Runde anstoßen zu können.

Kulinarisch ein Highlight

Kommen wir aber nun zu den wichtigen Dingen. Wer braucht die Akropolis, wenn man auch Gyros haben kann?! Essen & Trinken kann man in Athen gut und auch günstig. Für einen besonderen Ort mussten wir einen sehr gruseligen Park druchqueren, brennende Tonne, dunkle Gestalten und offener Drogenhandel inklusive. Wer diese Hürde meistert, erreicht das griechische Restaurant: Rozalia. Ein absoluter Geheimtipp. Wir haben spontan am Samstag-Abend mit neun Mann dort aufgeschlagen und direkt einen Platz bekommen. Es gab Weinflaschen, Bier, Softdrinks, Ouzo, unzählige Vorspeisen, riesige Hauptgerichte, Nachtisch und Espresso. Das war traumhaft gut. Als die Rechnung kam, waren wir uns nicht sicher, ob das wirklich stimmen kann: 213 Euro. Das sind nur knapp über 20 € pro Nase für 3 Gänge inkl. diverser Getränke. Gestern erst hatte ich durchweichte Pommes und einen fettigen, nicht allzu leckern Burger für 15 Euro - ohne Getränk. Nicht wirklich erfüllend. Danke München! Nun kann man behaupten, dass Griechenland allgegmein einfach günstiger ist, allerdings mussten wir lernen, dass es durchaus auch anders geht. Bei einem Ausflug nach Piräus und zum dortigen unfassbar hässlichen Hafen landeten wir spotan bei "Jimmys Fish" am Yachthafen. Dort gab es einfache Lachsnudeln als günstigstes Hauptgericht für schlappe 18 Euro. Natürlich waren wir uns zu eitel, einfach wieder aufzustehen, nachdem wir die Preise sahen und bestellten beinahe allesamt besagtes Nudelgericht. Das konnte leider auch geschmacklich nicht überzeugen uns ließ zudem lange auf sich warten.DSC06886.jpgAuch die Bars sind weit oben dabei. "The Clumsies" zählt zu den besten Bars der Welt und hat diesen Titel durchaus verdient. Super entspannte Atmosphäre und Getränke, die qualitativ ganz vorne dabei sind. Da gibt es sogar Cocktails, die mit einer Zahnbürste inkl. selbstgemachter "Zahnpasta" serviert werden, um ein besonderes Geschmackserlebnis liefern zu können. Für weitere Tipps schreibt mir sonst gerne hier.

Günstig durch Athen

Erstaunlich günstig und schnell kommt man durch Athen. Das gilt sowohl für den Öffentlichen Nahverkehr als auch für Taxen. Einmal quer durch die Stadt hat uns meinst nicht mehr als 5 Euro gekostet. Das Tagesticket für den Nahverkehr überzeugt mit 4.50 Euro. Eigentlich ist es ist sogar ein 24-Stundenticket und endet nicht mit dem Glockenschlag. Einzig Achtung bei der Benutzung der App Uber, denn hier funktioniert es etwas anders als in anderen Ländern. Man kann über die App lediglich Taxen rufen und somit den Fahrpreis vorher nicht sehen. Bezahlt wird dennoch am Ende über die App. Oftmals läuft aber auch das Taxometer zusätzlich und die Fahrer wollen dann sozusagen "doppelt" kassieren; also aufgepasst.

Alles Verbrecher

Wie wohl in vielen Touri-Hotspots ist uns hier besonders aufgefallen: Viele Leute wollen einen übers Ohr hauen. Da wir ja oft zwei und drei Taxen gebraucht haben, fiel uns beispielsweise auf, wie stark die Preise schwanken. Manche zahlten bei gleicher Strecke nahezu das Doppelte. Nachdem wir feiern waren, versuchte eine Verkäuferin es ganz dreist gleich dreimal hintereinander, uns beim Wechselgeld zu bescheißen und eben nur das Kleingeld, aber keinerlei Scheine zurückzugeben. Nun arbeite ich selber in der Gastro und weiß, dass das schon mal passieren kann. Allerdings kommt das vielleicht einmal in einer stressigen Woche vor, aber niemals hintereinander und schon garnicht dreimal hintereinader. Auch "Ausflugsfahrer" erzählen einem oft das Blaue vom Himmel. Hier niemals den ersten Preis annehmen!

Die schönen Dinge

Athen kann natürlich auch schön sein. Sehr schön sogar. Stadtzentrum um die Akropolis herum ist nicht nur schön, sondern absolut beeindruckend. Wenn man dann erstmal den Berg erklommen hat und an den unzähligen streunenden Katzen vorbeigekommen ist, hat man einen beeindruckenden Überblick über Athen. Aber auch hier gilt: Bilder können hier mehr als meine Worte.[gallery ids="426,427,428,429,431" type="rectangular"] 

Zum Ende das klassische Fazit

Athen ist definitiv einen Besuch wert. Das Land hat aber sicher noch deutlich mehr zu bieten als nur seine Hauptstadt. Soll bedeuten: Meinen gesamten Urlaub würde ich nicht ausschließlich in der Stadt verbringen. Einen Tagesausflug nach Athen oder auch ein Wochenendaufenthalt in dieser einzigartigen Stadt wird einen sicher lange im Gedächntnis bleiben. Athen - es war schön, aber so schnell sehen wir uns wohl nicht wieder! 

Alles neu in 2020?

2020 - Zwanzigzwanzig - Für mich ein besonderes Jahr. Ich werde 30. Ich werde alt. Als 18 - Jähriger wurde man mit 30 nicht alt - Leute die 30 waren, waren alt. Doch auch wenn ich fett und unbeweglich geworden bin, fühle ich mich teilweise aktiver und fitter denn je zuvor. Ich freue mich auf dieses Jahr: Ich werde unter anderem China, Vietnam, Australien, Thailand, die Philippinen, Dubai, Jordanien, Spanien, Portugal, Irland, England, Schottland, USA, Kanada, Mexiko, Norwegen, Dänemark, die Karibik und viele weitere Ländern, die ich gerade hab hinten runter fallen lassen, bereisen. Ich freue mich auf die verschiedenen Kulturen und Eindrücke.Dabei sollten dann auch hoffentlich mehr solche Videos entstehen:[youtube https://www.youtube.com/watch?v=HO9OTmNwNKg&w=560&h=315]Es werden die Tage sicher auch noch ein paar Eindrücke aus meinen Trips vom letzten Jahr folgen, aber momentan komme ich mit meiner To-Do-Liste kaum hinter her.Und wie sieht es mit den Vorsätzen aus?Sind die nicht jedes Jahr irgendwie gleich? Und sind die nicht auch jedes Jahr schneller über Bord geworfen, als noch im Jahr zuvor?! Bei mir war das ungefähr so: Ein paar Tage zuvor hatte ich Folgende Punkte für mich festgelegt:

  1. Ab dem 1. Januar Sport & gesunde Ernährung
  2. Weniger auf Amazon & Co. bestellen

So.... nachdem wir nun in Kopenhagen einen der Räusche 2019 und evtl. auch 2020 hatten, sah die Situation am 1.1.2020 wie folgt aus: 125 Kg Körpermasse liegen unbeweglich und stöhnend auf dem Sofa in unserem AirBnb. Jede Bewegung tut weh. Als die Sonne schon wieder am Horizont stand, berührten die Füße erstmals wieder festen Boden und nachdem nichts aus letzter Nacht den Rückwärts angetreten hatte, verlangte der Körper Neues. Und da kann man sich noch so viel vornehmen, nach so einer Nacht hat noch nicht einmal ein Veganer Lust auf Salat & Pinienkerne. Lecker fettige Burger oder Pizza mussten her. Und während man versucht hatte irgendwie auf sein Leben klar zu kommen, hat man auf Amazon eine Fitness-Smart-Watch bestellt. Weil DANN mache ich wirklich Sport. Ganz sicher. Bisher ist die Uhr noch nicht angekommen. Das muss ich ausnutzten. Mein Türken Emre freut sich, denn heute war ich gleich zweimal da und wir sind für morgen auch wieder verabredet.Zusammengefasst: Die guten Vorsetzte müssen sich noch etwas gedulden, aber ich hab schon ein bisschen was vor dieses Jahr - aber dazu ein anders Mal mehr!Und weil es so schön war, hier noch ein bisschen Frankreich:https://www.youtube.com/watch?v=VmBSPAR0Lkc&t=4s

Willst du nicht mal was mit deinem Studium machen?

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Jetzt musste ich erstmal nachlesen, was ich denn das letzte Mal geschrieben hatte. Betriebleiter in einer Bar war der Plan. Den Plan habe ich zumindest Mal begonnen und arbeite derzeit sogar noch bis Ende Januar 2020 im berühmten Couchclub in München - wer also in der Nähe ist.... (www.couch-club.org)Doch was dann? Ich musste für mich feststellen, dass ich eben nicht mehr der 21-Jährige Student bin, der gerne 5 Tage und mehr hinter dem Tresen verbringt (pro Woche). Meine Leidenschaften wie das Reisen, meine Freunde und die Fotografie blieben völlig auf der Strecke. Zudem ist der Job in der Gastronomie sehr undankbar. Ja - Man kann viel Geld verdienen - aber zu welchem Preis?! Ich habe also schon im November wieder gekündigt und unterstütze den Laden noch bis Ende Januar - ehe es - wer hätte es gedacht - wieder aufs Schiff geht.Am 12.02 werde ich auf die AIDAvita in Hongkong aufsteigen. Einer der kleinen Kutter (ca. 700 Passagiere) und unfassbare Routen warten auf mich. Zunächste bin ich erneut als Night Auditor unterwegs. Von den vielen vielen Plänen die es bei mir schon so gab, lautet er dieses Mal: Ca. ein Jahr Schiff und dann was Eigenes. Aber wie schon so oft - abwarten.Ich bin aktuell sehr froh, so flexibel sein zu können, immer das machen zu können, was mir Spaß macht und den Luxus bestitzen zu können, Jobs wieder zu beenden, wenn sie mir nicht zu 100% gefallen. Das habe ich mir über die letzten Jahr hart erarbeitet. Und wenn auch Ihr euch fragt (wie meine Mutter z.B.), für was ich denn bitte studiert hätte, dann passt hier Folgendes immer ganz gut: "Was man hat, dass hat man" - und wer weiß wann ich das schöne Bachelor-Zeugnis wieder gebrauchen kann.Aber auch die Zeit hier in München, insbesondere die Zeit, die ich im Couchclub verbracht habe, wird immer in guter Erinnerung bleiben. Selten habe ich nach und auch während der Schichten so viel gelacht. An so einem lebendigen Barabend kommen doch immer eingige schöne Geschichten von Gästen zusammen. Dazu evtl. mal ein eigener Beitrag. So ein bisschen nach dem Motto "Wie verhalte ich mich richtig beim Bestellen" oder auch "Wie mache ich einen Barkeeper glücklich".Und da wir ja gerade in der tollen Weihnachtszeit sind, wünsche ich euch natürlich ein paar ruhige Tage mit der Familie und einen flutschigen Rutsch in das spannende Jahr 2020.Steve, Alter!