Mein Leben

Einmal quer durch die Welt

Heute mal ganz verrückt. Wer zu faul zum lesen ist, kann auch gern meiner Stimme lauschen.

Über Dubai nach Marseille

Bei meinem letzten Beitrag - der, WTF auch schon wieder 6 Wochen zurück liegt - war ich gerade auf der AIDAvita im sonnigen Dubai angekommen. Was so ein bisschen Sonne ausmachen kann. Tagsüber war es nicht zu heiß und am Abend konnte man gemütlich draußen sitzen und die Wüstenluft genießen - Ausblick auf Dubais Skyline inklusive. Und das macht schon was aus. Auf der AIDAdiva waren mir die Tage zum Ende hin definitiv zu kurz. 15/16 Uhr Sonnenuntergang und die totale Finsternis - das ist einfach nichts für mich.
Die Stimmung auf AIDAvita war wunderbar und schon wieder hatten wir so einen verrückter Koch, der es einfach nicht sein lassen konnte, sich Tag für Tag, selbst zu übertreffen. So wird das nichts mit dem abnehmen. Aber hey - derzeit habe ich ja auch noch ein Doppel-Bett, Platz ist also noch vorhanden. Was hatte AIDAvita aber sonst noch so zu bieten? Gute Kollegen, einen offenen Pool und ein Volleyballfeld, auf dem der “High Tower” auch oft für Angst und Schrecken gesorgt hat!

IT Probleme

Der ein oder andere hat es sicher in den Nachrichten verfolgen können. Ab dem 25.12.2020 ging leider Garnichts mehr bei AIDA. Nahezu alle Systeme auf allen Schiffen sind nicht mehr zu erreichen gewesen. Als Hotel Controller irgendwie doof, da mein einziges Arbeitsgerät der PC und diese Systeme sind. Zunächst sind davon ausgegangen, dass sich das ein paar Stunden, maximal ein paar Tage ziehen würde, ehe wir wieder normal weiter machen können. Aber Pustekuchen. AIDA musst leider deswegen sogar Reisen absagen und erst Anfang Januar konnte erste Entwarnung gegeben werden. Zumindest laufen die Systeme in der Hauptzentrale wohl wieder und nach und nach werden die Schiffe wieder einsatzfähig gemacht. Die letzten Wochen wurde also ganz oldschool mal wieder mit Stift & Papier gearbeitet, was ja überhaupt nicht so mein Fall ist. Hoffen wir mal, dass da bald vorbei ist.

Aber das nur am Rande. AIDA hat dann aufgrund der aktuellen Situation in Deutschland auch erneut Reisen absagen müssen und wird bis mindestens März stillstehen. Das ist echt ein Trauerspiel. AIDAvita wird bald schon ein Jahr lang in Dubai ohne Gäste liegen. Absolut unvorstellbar und dennoch bald Realität. Wenn ich im Mai nach Hause komme, werde ich mehr als 14 Monate, während dieser verrückten Pandemie, an Bord verbracht haben. Und ich sage euch was. Ich bin auch ein bisschen froh, das Privilieg zu haben, an Bord sein zu dürfen. Sicherlich kann ich mir Schöneres vorstellen, als über so einen langen Zeitraum in einer Blase aus Stahl zu leben, aber betrachten wir es mal in Relation:

  • Ich habe die Möglichkeit ins Fitnessstudio zu gehen (Ob ich diesse Möglichkeit nutze, sei mal außen vorgelasssen)

  • Ich kann jeden Abend mein Feierabendbier in meiner Lieblingsbar trinken

  • Ich habe gutes Internet (Ich bin ja nicht in Deutschland)

  • Ich kann abends mit Freunden (Mehrzahl!) zusammen sitzen

  • Und es ist nicht so scheiße kalt.

Und das sind nur die Highlights. Ganz nebenbei verdiene ich ja auch noch Geld, welches ich nicht so richtig ausgeben kann. Alles in Allem ist das schon ganz OK so. Ja natürlich fehlt die Familie und als frischgebackener zweifacher Onkel, seine Nichte und Neffen, besonders in dieser spannenden Zeit nicht so häufig sehen zu können, ist schade, aber dafür habe ich umso mehr Zeit, wenn ich zurück bin. Ich war schon immer einer, der gerne unter Leute geht und, dann bin ich lieber auf dem Schiff. mehr oder weniger dazu gezwungen, als zuhause meinen Leuten nur mit Abstand zu begegen. Das wäre nichts, woran ich besondere Freude hätte. Im Mai sieht die Welt hoffentich schon wieder anders aus und wir können alle zusammen mal einen drauf machen.

Die Kehrseite der Medallie

Aber nicht allen fällt diese etwas einsame Zeit an Bord der vielen Geisterschiffe leicht und bei vielen anderen Reederein, sind oftmals auch deutlich weniger Crew an Bord, als z.B. bei uns. Und nicht immer haben alle Zugang zu Internet, oder Hobbies die einen bei Laune halten. Eines muss ganz klar sein: Auch wenn es für Außenstehende oft für eine große Party und leicht verdientes Geld klingt, kann ich euch mit Gewissheit sagen: So einfach ist das nicht! Mehrere 1000 Km von zuhause entfernt, vielleicht schon zehn Moante oder mehr an Bord. Jeden Tag die gleiche Aussicht, die gleichen Gesichter, das gleiche Umfeld. Das Wetter draußen oftmals ungemütlich, kalt und in den Wintermonaten dunkel. Das nagt an vielen und wenn die Stimmung dann Bord kippt oder man das Gefühl hat ausgegrenzt zu werden, ist es schwierig seine Gedanken wieder positiv einzustellen. Ich möchte an dieser Stelle meinen tiefsten Respekt an alle Kollegen dort draußen ausprechen und hoffe, dass wir alle gesund bleiben und weiterhin Freude an dem haben, was wir tun. Bleibt stets positiv, auch wenn die Situation derzeit scheiße ist. Wir kommen da alle gemeinsam durch! Ahoi!

Willkommen auf AIDAsol

Nun aber wieder zurück auf AIDAvita. Zumindest kurz. Es ging am 22.01. dann ich Richtung Marseille. Airline KLM über Amsterdam und mit AIR France dann schließlich nach Frankreich. Und was soll man sagen: An den Flughäfen wieder ein ähnliches Bild. Die Menschen stauen sich überall - an den Ceck-In Schaltern, bei den Security und Pass Kontrollen, beim Einsteigen und im Flieger selbst. Aber bei uns werden “Corona-Partys” mit 4 Personen als Straftat verfolgt. Aber da fehlt eben die Lobby. Oh - ich drifte ab! Aber ihr merkt, ganz kalt lässt mich dieses Thema auch irgendwie nicht. Also wo war ich?! Zwei bis unters Dach gefüllte Flüge später, kam ich nach ca. 14 Stunden planmäßig in Marseille an. Das hatte alles reibungslos funktioniert. Zu meiner Ankunft regnete es stark. Regen hatte ich nun wirklich lange nicht gesehen - irgendwie angenehm. An Bord wurde ich gleich doppelt getestet. Linkes und rechtes Nasenloch bekammen jeweils einen eigenen Test. Somit ist Corona Test 7 auch geschafft und es wird irgendwie nicht angenhemer. Heute Nachmittag gibts dann Test Nummero 8. Wahrscheinlich sogar noch während ich hier an diesem Beitrag sitze.

Morgen ist dann die sog. Hard-Qurantäne vorbei und ich habe Übergabe mit einem alten Kollegen, ehe ich dann ab übermorgen wieder die Verantwortung als Hotel Controller übernehme. Ich bin schon sehr gespannt wie die Situation an Bord ist. Man muss wissen, das auch wenn überall AIDA draufsteht, dennoch jedes Schiff sich irgendwie, wie ein anderes Unternehmen anfühlt. Jeder hat so seine eigenen kleinen Regeln und jeder macht es ein bisschen anders wie die anderen. Das ist zum Teil sehr unterhaltsam, aber zum Teil natürlich auch ganz schön traurig für so ein großen und “modernes” Unternehmen. Wenn man einen Durschnitt aller Schiffe nehmen müsste, würde ich sagen, dass die AIDAsol das im Vergleich wohl ganz gut macht. Auf den ersten Blick. Gewissheit jedoch, werde ich erst in ein paar Wochen haben.

Irgendwie verrückt, dass ich nun schon 7 Monate an Bord bin. Und noch drehe ich nicht am Rad. Aber villeicht merke ich es nur selbst nicht. Na ihr lieben Leser und Freude werdet hoffentlich auf mich zukommen, wenn ihr das Gefühl habt, ich lauf nicht mehr ganzr und im Kopf, also eben für meine Verhältnisse. Bisher würde ich sagen ich komme mit der Situation ganz gut zurecht und freue mich auf die letzten drei Monate.

Velo.Bar

Und zum Abschluss noch ein bisschen was in eigener Sache. Es wird ernst. Mit großen Schritten geht es in Richtung “die erste eigenen Bar”. Zunächst mal auf Rädern und wenn sich Corona beruhigt, dann mal sehen was noch so passiert, aber für den Anfangt ist das eine gute Sache und ich würde mich über Unterstützung wirklich sehr freuen. Das geht auch ganu einfach. Ein Like auf Facebook oder Instagram, dass würde schon helfen. Oder wenn Ihr jemanden kennt der bald heiraten möchte, der ein kleines Firmenfest veranstalten möchte, oder vill für seinen Geburtstag im Sommer Lust auf ein Gin-Tasting für seine Gäste hat, dem doch gerne von uns erzählen. Wir freuen uns über jegliche Hilfe.

Das war es dann auch schon! Vielen Dank fürs Lesen und bis bald!

PS: Positive Nachrichten - Der Test war negativ!



Die Zeit rennt - in zweierlei Hinsicht

Ja Moinsen!

Immer noch hier? Immer noch nicht genug von meinem Gesabbel? Dann bitteschön. Viel Spaß mit den folgenden Zeilen.

Wann hatte ich eigentlich den letzten Beitrag geschrieben? 31.08. - Na, dass doch länger her als ich dachte. Entschuldigt also bitte die unverschämt lange Wartezeit und die damit verbundenen Qualen die ihr durchleben musstet. Ohne Mist. Tut mir voll Leid.

Jetzt gehts aber wirklich los

Die Zeit hier an Bord verfliegt jeden Tag schneller. Ich bin schon drei Monate an Bord. Das macht sich vor allem beim Sonnenunter- und Aufgang bemerkbar. Also eher natürlich beim Untergang, da ich den Aufgang zumeist verpenne. Aber während die Sonne zu Beginn meines Einsatzes sich gegen 22.30/23.00 Uhr hinter dem Horizont versteckte und es erst gar nicht richtig dunkel wurde, verschwindet unser kleiner Kutter nun schon gegen 19 Uhr in völliger Dunkelheit. Interessant wird es aber erst im November/Dezember. Dann ist hier um 16 Uhr Feierabend mit Sonnenschein.

Drohenenflug

Einer der wohl positivsten Erfahrungen an Bord, war die Tatsache, dass ich meine neue Drohne hier in die Luft schießen durfte. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen aus den schönsten Aufnahmen ein kleines Video zu erstellen. Wer sich also kurz von dem bisherigen eher langweiligen Lesestoff erholen möchte, darf sich nun zurücklehnen und genießen.

Es bleit zu hoffen, dass es bald heißt “We are back!”

Jetzt kommen wir auch zu dem spannenden Teil: Die AIDAblu macht sich derzeit auf den Weg nach Italien, um dort die ersten Reisen nach oder besser gesagt während dieser sch*** Zeit zu bestreiten. Wenn die Konzepte greifen und die ersten Reisen mit Landgang erfolgreich geschafft sind, sehe dem nächsten Jahr durchaus positiv entgegen. Mein nächster Einsatz ist nämlich für die AIDAsol ab Mitte Januar geplant. Nach zwei Verträgen in völliger Einsamkeit, wird es definitiv Zeit für Action!

Was bei uns sonst noch so los ist

Aber erstmal zurück zur AIDADiva. Die wohl spannendste Aktion war unser Loading am 03.09, bzw. was heißt hier unser Loading. Wir haben Loading für alle Schiffe in Skagen (also von AIDA) aufgenommen, damit wir für die Company etwas Geld sparen. Mehr als 70 vollgepackte Paletten haben wir uns in den Bauch gepackt, die eigentlich überhaupt nicht zu uns gehören. Mehr als 40 Tonnen Ware. Könnt Ihr euch nicht vorstellen? Müsst ihr aber, denn Bilder habe ich leider nicht :-). Am nächsten Tag hieß es dann alle Paletten auf die anderen Schiffe bringen. Nun kommt der Haken an der Sache: Das geht nämlich nicht mit Palette für Palette. Alle Paletten mussten entpackt werden und in die Tenderboote geladen werden und auf den anderen Schiff wieder entladen und wieder auf Paletten gepackt werden. Also musste jeder Karton, jeder Kartoffelsack angepackt werden und verladen werden. So hieß es im Akkord Kisten und Säcke wuchten. Eigentlich kaum vorstellbar, aber wenn alle mit anpacken ist auch diese Aktion schneller erledigt als gedacht. Noch am frühen Nachmittag waren alle 40 Tonnen Ware wieder runter von unserer kleinen Diva und unsere Gänge wieder frei. Und auch wenn es anstrengend war, sind solche Tage eine schöne Abwechslung zu dem sonst manchmal tristen “Corona-Alltag”. Generell haben wir immer mal wieder Besuch von den anderen Schiffen erhalten, die sich diverse Artikel geschnappt haben. Manchmal hab ich das Gefühl, die AIDAdiva ist ein schwimmendes Warenhaus. Shop, Spa, Entertainment, Housekeeping und und und… alle haben sich bedient. Mehrmals. Sollte die DIVA nächstes Jahr wieder auf Reisen gehen, muss erstmal kräftig aufgefüllt werden. Vorteil für die Gäste: Alles neu! Und neu ist bekanntlich immer besser.

So - was noch. Ihr wolltet schon immer mal wissen wir kleinere Dinge zu anderen Schiffen bringen, falls es mal wieder schneller gehen muss oder wenn die See zu rau ist, um eines unserer eigenen Tenderboote zu schicken?

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Ja - Wir haben tatsächlich einen kleinen Test zur 2,5 km entfernten AIDAperla gebracht. Ich hatte natürlich die Hosen etwas voll. Neue Drohne. Windig. Landen auf einem anderen Schiff, dass sich natürlich bei dem Wind auch entsprechend bewegt. Aber ich hatte Bock! Also ein bisschen Klebeband hier und da und ab gings! Nach nur wenigen Minuten, war AIDAperla schon erreicht und ich konnte die Drohne tatsächlich crashfrei im FKK Bereich landen. Dann war die Verbindung weg. Für mich eigentlich fein, denn dann muss ich die Drohne nicht zurückfliegen und lasse sie mir irgendwann die nächsten Tage mitbringen. Aber dann war das Signal doch zurück und ich startete die Drohne aus der Hand eines Kollegen auf AIDAperla und machte mich auf den Weg zurück. Jetzt hieß es nur noch hoffen, dass ich das richtige Schiff angepeilt hatte, denn hier liegen ja noch ein paar Kollegen. Auch wenn ihr jetzt vielleicht doch noch auf das große Unglück wartet, muss ich euch enttäuschen. Alles hat perfekt geklappt. Man erlebt eben immer wieder was Neues. Für alle Beteiligten eine noch nicht erlebte Situation. Video ist in Arbeit.

Verfressener alter Sack

Das Essen ist nach wie vor viel zu gut. Ich fresse mich hier am laufenden Band voll. Das Problem ist, man kann einfach nicht Nein sagen. Ich mein nur ein Beispiel von heute: Frühshoppen mit Weißwurst und Brezen, Hendl und Pommes, Germknödel mit Vanillesauce und Abends dann Rinderfilet mit Kartoffelgratin. Ich mein!? Soll ich das einfach liegen lassen? Aber wie immer versuche ich es morgen wieder! Auch versuche ich es wie jeden Tag morgen wieder mit Sport. Ob das klappt, bleibt abzuwarten. Bisher hab ich es meist auf morgen verschoben. Aber vielleicht werde ich dann am Dienstag erwachsen und werde diszipliniert. Die Uhr schlägt nämlich schon 30!

Junge Junge. Also ich 16 Jahre alt war, waren die mit 30 die alten Vollidioten, deren Leben quasi schon vorbei ist. Jetzt denkt man sich eher: Ach bis 50 kann ich schon noch Gas geben. Aber ich bin dennoch gespannt, was sich die nächsten Jahr noch so tut. Bisher kann ich auf eine Zeit zurück blicken, in der ich fast immer genau das gemacht hab, was mir Spaß macht. Und auch wenn es sich nur schwer vollstellbar ist, dass die Zeit hier an Bord gerade erfüllend ist, bereue ich die Entscheidung kein Stück. Zuhause hätte mich die Kurzarbeit wahrscheinlich voll erwischt und ich hätte ganz schön in die Röhre geschaut. Solange dieser Virus noch aktiv ist, könnte es mich besser nicht treffen. Meine Lebensunterhaltskosten belaufen sich derzeit auf unter 200 Euro im Monat. Also sprich ich zahle für Wohnung, Auto, Sprit, Versicherung, Freizeit, Essen, Trinken und Vollräusche an der Bar nicht mehr als 200 Euro im Monat. Da bleibt also gut was über um ein bisschen Geld zu sparen, um dann die Zeit zu genießen, wenn dieser Albtraum bald vorbei ist.

In diesem Sinne wird am Dienstag erstmal wieder schön gesoffen und der Sport verschoben und sich auf den Kater am nächsten Tag erstmal schön vollgefressen. Dann ist wäre schon wieder Donnerstag. Special Tag. Also irgendwas geiles zu Essen, dass man nicht einfach liegen lassen kann. Ihr merkt also: Teufelskreis.

Ich hoffe Ihr habt weniger schlimme Probleme. In diesem Sinne, lasst euch nicht ärgern und bis bald!

Alles neu in 2020?

2020 - Zwanzigzwanzig - Für mich ein besonderes Jahr. Ich werde 30. Ich werde alt. Als 18 - Jähriger wurde man mit 30 nicht alt - Leute die 30 waren, waren alt. Doch auch wenn ich fett und unbeweglich geworden bin, fühle ich mich teilweise aktiver und fitter denn je zuvor. Ich freue mich auf dieses Jahr: Ich werde unter anderem China, Vietnam, Australien, Thailand, die Philippinen, Dubai, Jordanien, Spanien, Portugal, Irland, England, Schottland, USA, Kanada, Mexiko, Norwegen, Dänemark, die Karibik und viele weitere Ländern, die ich gerade hab hinten runter fallen lassen, bereisen. Ich freue mich auf die verschiedenen Kulturen und Eindrücke.Dabei sollten dann auch hoffentlich mehr solche Videos entstehen:[youtube https://www.youtube.com/watch?v=HO9OTmNwNKg&w=560&h=315]Es werden die Tage sicher auch noch ein paar Eindrücke aus meinen Trips vom letzten Jahr folgen, aber momentan komme ich mit meiner To-Do-Liste kaum hinter her.Und wie sieht es mit den Vorsätzen aus?Sind die nicht jedes Jahr irgendwie gleich? Und sind die nicht auch jedes Jahr schneller über Bord geworfen, als noch im Jahr zuvor?! Bei mir war das ungefähr so: Ein paar Tage zuvor hatte ich Folgende Punkte für mich festgelegt:

  1. Ab dem 1. Januar Sport & gesunde Ernährung
  2. Weniger auf Amazon & Co. bestellen

So.... nachdem wir nun in Kopenhagen einen der Räusche 2019 und evtl. auch 2020 hatten, sah die Situation am 1.1.2020 wie folgt aus: 125 Kg Körpermasse liegen unbeweglich und stöhnend auf dem Sofa in unserem AirBnb. Jede Bewegung tut weh. Als die Sonne schon wieder am Horizont stand, berührten die Füße erstmals wieder festen Boden und nachdem nichts aus letzter Nacht den Rückwärts angetreten hatte, verlangte der Körper Neues. Und da kann man sich noch so viel vornehmen, nach so einer Nacht hat noch nicht einmal ein Veganer Lust auf Salat & Pinienkerne. Lecker fettige Burger oder Pizza mussten her. Und während man versucht hatte irgendwie auf sein Leben klar zu kommen, hat man auf Amazon eine Fitness-Smart-Watch bestellt. Weil DANN mache ich wirklich Sport. Ganz sicher. Bisher ist die Uhr noch nicht angekommen. Das muss ich ausnutzten. Mein Türken Emre freut sich, denn heute war ich gleich zweimal da und wir sind für morgen auch wieder verabredet.Zusammengefasst: Die guten Vorsetzte müssen sich noch etwas gedulden, aber ich hab schon ein bisschen was vor dieses Jahr - aber dazu ein anders Mal mehr!Und weil es so schön war, hier noch ein bisschen Frankreich:https://www.youtube.com/watch?v=VmBSPAR0Lkc&t=4s

Willst du nicht mal was mit deinem Studium machen?

frohe-weihnachten.jpg

Jetzt musste ich erstmal nachlesen, was ich denn das letzte Mal geschrieben hatte. Betriebleiter in einer Bar war der Plan. Den Plan habe ich zumindest Mal begonnen und arbeite derzeit sogar noch bis Ende Januar 2020 im berühmten Couchclub in München - wer also in der Nähe ist.... (www.couch-club.org)Doch was dann? Ich musste für mich feststellen, dass ich eben nicht mehr der 21-Jährige Student bin, der gerne 5 Tage und mehr hinter dem Tresen verbringt (pro Woche). Meine Leidenschaften wie das Reisen, meine Freunde und die Fotografie blieben völlig auf der Strecke. Zudem ist der Job in der Gastronomie sehr undankbar. Ja - Man kann viel Geld verdienen - aber zu welchem Preis?! Ich habe also schon im November wieder gekündigt und unterstütze den Laden noch bis Ende Januar - ehe es - wer hätte es gedacht - wieder aufs Schiff geht.Am 12.02 werde ich auf die AIDAvita in Hongkong aufsteigen. Einer der kleinen Kutter (ca. 700 Passagiere) und unfassbare Routen warten auf mich. Zunächste bin ich erneut als Night Auditor unterwegs. Von den vielen vielen Plänen die es bei mir schon so gab, lautet er dieses Mal: Ca. ein Jahr Schiff und dann was Eigenes. Aber wie schon so oft - abwarten.Ich bin aktuell sehr froh, so flexibel sein zu können, immer das machen zu können, was mir Spaß macht und den Luxus bestitzen zu können, Jobs wieder zu beenden, wenn sie mir nicht zu 100% gefallen. Das habe ich mir über die letzten Jahr hart erarbeitet. Und wenn auch Ihr euch fragt (wie meine Mutter z.B.), für was ich denn bitte studiert hätte, dann passt hier Folgendes immer ganz gut: "Was man hat, dass hat man" - und wer weiß wann ich das schöne Bachelor-Zeugnis wieder gebrauchen kann.Aber auch die Zeit hier in München, insbesondere die Zeit, die ich im Couchclub verbracht habe, wird immer in guter Erinnerung bleiben. Selten habe ich nach und auch während der Schichten so viel gelacht. An so einem lebendigen Barabend kommen doch immer eingige schöne Geschichten von Gästen zusammen. Dazu evtl. mal ein eigener Beitrag. So ein bisschen nach dem Motto "Wie verhalte ich mich richtig beim Bestellen" oder auch "Wie mache ich einen Barkeeper glücklich".Und da wir ja gerade in der tollen Weihnachtszeit sind, wünsche ich euch natürlich ein paar ruhige Tage mit der Familie und einen flutschigen Rutsch in das spannende Jahr 2020.Steve, Alter!  

Die Zeit verfliegt

Nachdem ich nun eben meine ersten Sätze wieder gelöscht habe – nun ein neuer Versuch. Es ist 03:25 Uhr – die Sonne scheint schon wieder am Horizont. Dunkel wird es schon nicht mehr wirklich. Ein bisschen surreal. Wir sind auf dem Weg von St. Petersburg nach Helsenki in Finnland.

Auch wenn es mir so vorkommt, als bin ich erst vor wenigen Tagen aufgestiegen, geht mein Vertag nun doch schon dem Ende zu. Zuhause warten ab September dann neue Herausforderungen! Der Couchclub (www.couch-club.org) wird vorerst mein neues Zuhause. Ich werde ab dem 1. September als Betriebsleiter eingesetzt und erfülle mir einen weiteren Schritt zur eigenen Bar. Es wird sich noch zeigen, wie sehr ich die Bar prägen kann/darf/werde – freue mich aber sehr auf die kommenden Monate hinter dem Tresen und mit meinem Team, dass ich bald kennenlernen darf.

Vom Schiff gibt es derzeit nicht viel Neues. Die letzte Woche durfte ich Dank Mark, Marion und Laura auch der Gäste Bereich mal besser kennenlernen und mich durch die Vielfalt unseres Kutters durchprobieren. Derzeit fungiere ich auch so ein bisschen als Notruf-Hotline für die anderen Schiffe und freue mich schon immer, wenn ein Anruf von außerhalb eingeht und ich den Kollegen mit einer Differenz helfen kann. Man muss ich eben an den kleinen Dingen erfreuen und das sind dann eben Differenzen von 3.90 € zwischen unseren Buchungssystemen. Ob das traurig ist? Ja – vielleicht ein bisschen. Unterforderung lässt grüßen.

Aber ich habe nun neue/alte Kollegen an Bord, mit denen ich den ein oder anderen Ausflug, bzw. den Hafenstädten einen Besuch abstatten kann. Bisher konnte ich auf der AIDAprima doch eher immer nur alleine die Städte erkunden, da ich noch nicht so wirklich jemand gefunden habe, der gern Zeit außerhalb des Stahlriesen verbringt.

Noch nicht beim Lesen bisher eingeschlafen? Dann habe ich eventuell doch noch ein spannendes Thema. Naja ich gebe zu es ist nicht allzu spannend – zumindest nicht für euch. Ich freue mich sehr und bin auch aufgeregt. Sobald ich im September in München die Bar schmeiße, fange ich auch an intensiv meine Fotografie & Videografie Karriere voran zu treiben. „Frame by Frame“ wird es heißen und ich bin über jede Empfehlung und jedes Projekt dankbar! 2019 wird noch ein spannendes Jahr für mich, ehe es nächstes Jahr bergab geht, wenn die 30 näher und näher kommt!

24 h Stundenlauf - Wie blöd kann man sein?

100 Km. Also nicht ganz. Fast. Immerhin. Aber von Anfang an:Irgendwann letztes Jahr im Sommer, kam doch tatsächlich einer meiner Jungs auf die glorreiche Idee an dem 24 h Stunden extrem lauf im Burgenland (Österreich) rund um den Neusiedler See teilzunehmen. "Wie viel km sollen das denn dann sein? 120? Klar, warum nicht!? Bin dabei!"Ich bin mir nicht mehr so ganz genau sicher, was ich mir dabei gedacht habe. Der Sommer verging. Es wurde ruhig um unsere Unternehmung. Schließlich hatten wir uns ja auch noch nicht angemeldet. Doch im Dezember war es dann soweit. Wir hatten uns für den Lauf am 25. Januar 2019 angemeldet. Andi, Martin und ich waren die letzten Dummen aus unserer Gruppe, die jetzt tatsächlich da antreten wollten. Ich bezahlte also 70 Euro, um mir selbst weh zu tuen.Für die wenigen, die hier vielleicht zufällig gelandet sind und mich nicht kennen, eine kurze Beschreibung meiner körperlichen Verfassung:Ich bringe bei einer Größe von ca. 1.93 solze schwere 129,9 Kg auf die Waage, habe diverse Knie und Rückenprobleme und ich mache ca. so viel Sport, wie das Bild von dem Menschen, den ihr gerade vor eurem inneren Auge habt, macht. Nämlich gar keinen. Den einzigen Sport den ich ab und zu betreibe nennt sich Tresensport. Macht auch Spaß, sieht nur scheiße an einem selbst aus.Es wurde Januar und immer noch nicht bin ich bewusst mal mehr als 2 Km gelaufen. Aber Andi dachte es wäre sinnvoll mal ein Gefühl dafür zu bekommen wie weit 120 km eigentlich sind. "Lass und doch mal 50 km laufen". Das war zwei Wochen vor dem eigentlichen Lauf. Was für eine dumme Idee.Während den ersten 20 Km war es noch lustig. Auch bei Km 25 war noch alles in Ordnung. Dann begann der Zerfall. Bei Km 30 hätte ich am liebsten schon aufgehört. Meine Kniekehlen flehten mich bei jedem Schritt an, endlich stehen zu bleiben. Meine Fußgelenke versetzten mir messerstichartige Schmerzen und waren bereits stark angeschwollen. In diesem Zustand quälte ich mich irgendwie noch bis km 40. Dort brachen wir dann ab. Andi und Basti (der ist mal zum Spaß mitgelaufen) waren auch durch, wirkten neben mir, aber wie zwei Neugeborene. Wir wurden mit dem Auto abgeholt. Die nächste zwei Tage hatte ich die Schmerzen meines Lebens und kaum ein Fuß vor den anderen setzen. Beste Voraussetzungen, um in nicht einmal 14 Tagen 120 km zu laufen.Zwei Wochen später:Ich spürte immer noch diese leichten Schmerzen in meinen Beinen, als ich Andi abholte, damit wir uns auf den Weg nach Österreich machen konnten. Ca. 500 Km später trafen wir dann auf die anderen Verrückten. Martin hatte doch tatsächlich zwei weitere Verrückte gefunden, die da mitmachen. Es wurde eine kurze Nacht, denn schon um 4.30 war der Start angesetzt. Ich meine gegen drei Uhr morgens quälte ich mich aus meinem Bett, bzw. dem harten Ding, auf dem ich gelegen hatte. Rein in meine Ausrüstung, die ich mir nur für diesen Lauf gekauft hatte. Dann enstand kurz Stress. Wir waren natürlich etwas spät dran, erreichten aber nur ein paar wenige Minuten zu spät den Startbereich. Ich mein, was machen ein paar Minuten, wenn man jetzt voraussichtlich 24 Std. auf den Beinen ist. Die ersten liefen los, also joggen, also ich mein: "Gehts noch?" Wir gingen das eher gemütlich an. Das war auch der Plan. Langsam, aber beständig. Ich ging das ganze auch direkt taktisch an. Laufstöcke wurden für jeden Schritt verwendet und ich "teile" mir mit Andi einen Rucksack und wir vereinbarten, dass er mit dem Tragen anfängt. Zu diesem Zeitpunkt, wusste er noch nicht, dass er den Rucksack nie wieder loswerden würde.Die ersten Kilometer gingen fix. Aber dann: Ich schätze es war Kilometer fünf, als sich das erste Mal meine Knie meldeten. "Bitte nicht jetzt schon". Meine Beine schmerzten schon jetzt, wie zwei Wochen zuvor nach 30 Km. Es gab nur einen entscheidenden Vorteil. Ich kannte die Schmerzen. Also draufbeißen. Nach 15 Km forderte ich von den Jungs die erste Pause ein, da die ersten Versorgungsstation erst bei ca. Km 25 eingezeichnet war. Es gab also Tee, Riegel und ein paar Dehnübungen, ehe wir uns im Morgengrauen wieder auf den Weg machten. Es folgte der schönste Abschnitt der Tour. Sonnenaufgang im Burgenland. Da liefen sich die weiteren 10 Km bis zu der ersten Versorgungsstation fast von selbst. Dort angekommen gab es für mich leckere Schmerztablette und Energiedrinks. Andi musste seine Füße bereits auf Blasen kontrollieren und neue abkleben.Weiter gings.  Zwei Km ins nächste Dorf. Geschafft. Drei Km bis zum nächsten Dorf. Geschafft. Und immer so weiter. Wir liefen schon lange keinen 120 Km Lauf mehr, sondern viele kleine Etappen. Das ist besser für den Kopf. Kleine Ziele und so. Die nächste Station nach Km 35 hatte nicht mehr viel für uns übrig. Ein Tässchen Tee war alles was es noch für uns gab. Kurz aufgewärmt und weiter gings. Gleich sollte die Marke fallen, nach der ich nur zwei Wochen zu vor schon keinen Schritt mehr vor den anderen bekommen habe. Es tat auch wirklich weh. Es ging durch ein scheinbar endloses Waldstück, bevor eigentlich eine Versorgungsstation kommen sollte. Gekämpft, gequält und enttäuscht worden. Die eingezeichnete Station war nicht oder auch vielleicht nicht mehr vorhanden. Der nächste rote Punkt (Versorgungsstationen) erst wieder in 10 Km. Wir bogen auf eine Landstraße ab. Um uns herum: Das weite Nichts mitten im Grenzgebiet. Eiskalter Wind peitschte uns mitten ins Gesicht. Das wäre selbst für Nordlichter mehr also nur ein laues Lüftchen gewesen. Unsere Süddeutschen hätten dann wohl von "Orkan" gesprochen. Es waren die schlimmsten Km meines Lebens. Alles schmerzte, die Sonne ging bereits wieder unter und die ersten Blasen machten sich bemerkbar. Aber auch Andi ging es nicht mehr allzu gut. Ich verlor jegliches Zeitgefühl doch irgendwann war das 60 km Ziel tatsächlich in Reichweite. Wir stoppen kurz davor in einer kleinen Hütte und versorgten uns mit Gulaschsuppe. Sie rettete unser Leben. Ich hatte gerade ein relativ gutes Gefühl und lief schon mal ins 60 Km Ziel voraus, wo ich mich auf der Toilette selbst mit einer Massage verpflegte und mir bei den Ersthelfen nochmal eine Schmerztablette gaben lies. Dann waren die Jungs auch schon da und ebenfalls guter Dinge, dass wir noch ein paar Kilometer schaffen werden. Auf den Kilometer 65 bis 80 passierte etwas, womit wohl keiner und auch ich niemals gerechnet hätte.Zunächst war ich wieder eher eine Bremse für die Jungs. Bis zu dem Moment, als ich das erste Mal meine Kopfhörer anschloss und mich auf die Musik einlies. Ich versuchte den Takt aufzunehmen, die Augen nur noch soweit zu öffen, das ich ab und so den Weg kontrollieren konnte und lockerte den ganzen Körper. Zunächst "tanzte" ich an meinen Jungs vorbei, hinter die ich zwischenzeitlich mal gute 200 Meter gefallen war und kam dann so langsam so richtig in Fahrt. Ich weiß nicht woher diese Kräfte kamen, aber ich zog auf den nächsten Kilometern an allen vorbei und gab mir selbst einen "Fitnesskurs". "Locker in den Hüften und tak, tak, tak,... ja immer weiter, nicht locker lassen, tak, tak, tak, die Arme mit nehmen, ja genau und tak, tak" Ich schoss aus versehen an der nächsten Versorgungsstation vorbei und weiter bis zum 80 Km Ziel. Ich lief diese 15 Km im Schnitt fast doppelt so schnell wie zuvor und wusste nicht woher das kam, aber das motivierte. Ich konnte nun eine lange Pause machen, da ich den Jungs ca. 30 Minuten voraus gelaufen war und versuchte diese Zeit gut zu Nutzen. Kleidung runter, Füße massieren, trinken, essen. Die Jungs kamen und wir verbrachten weiter 20 Minuten in einer Art Gasthaus."Die nächste Station hat die ganze Nacht geöffnet" Dieser Satz sollte uns noch zum Verhängnis werden. Gegen Mitternacht (wir waren bereits über 20 Std unterwegs) ging es weiter Richtung Neusiedel. Wieder ein schier endloser Feldweg, der nicht enden wollte. Meine Füße der Laufstöcke waren bereits komplett abgenutzt, sodass die Metalspitzen die sich darunter befinden anstatt dessen über den Asphalt schabten. Wie die Jungs diese Geräusch so lange ertragen konnte, ist mir ein Rätsel. Kurz vor Neusiedl, merkte man nun uns allen die Km an. Auch Martin, der sehr lange den Eindruck machte, die 120 Km mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu absolvieren, ging nun am Limit. Fehlende Wegmarkierungen und Umwege machten die Sache nicht besser. letztendlich krochen wir gegen 2 Uhr morgens zu den Türen der großen Versorgungstation in Neusiedel.... DIE GESCHLOSSEN HATTE.Einer der letzten Mitarbeiter, der noch zum aufräumen geblieben war, teilte uns mit, das es hier keine Möglichkeit mehr gibt, sich zu versorgen oder aufzuwärmen. Das nahm uns dann jegliche Motivation schlagartig. "Wollen wir nicht noch bis Km 100 laufen?" brachte ich noch kurz ein, aber habe mich wirklich sehr schnell davon überzeugen lassen aufzuhören. Wir waren glücklich, erschöpft, enttäuscht und verärgert zur gleichen Zeit. Wir riefen eines der Shuttletaxen und liesen uns nach Hause fahren. Allein in den 30 Minuten von der Aufgabe bis zu dem Ausstieg zuhause, hatte mein Körper alles Funktionen auf ein Minimum heruntergefahren. Ich konnte kaum aus dem Auto aussteigen, geschweige denn, die Treppen zu meinem Bett erklimmen. Mein ganzer Körper zitterte. Auch die heiße Dusche half da nicht wirklich. Mit meiner Wellenstyn Winterjacke und zahlreichen Decken, legte ich ins Bett und hoffte am nächsten Tag wieder aufzuwachen.Ich wachte wieder auf. In den Beinen hatte ich Schmerzen, die ich keinem wünsche. Kennt jemand die Szene aus How I met your Mother, nachdem Barny einen Marathon gelaufen war und in der Ubahn tagelang hin und her fahren muss, da er seine Beine nicht mehr bewegen konnte? Jap, so in etwa ging es mir. Autofahren ging nicht. Beine heben auch nicht mehr. Ich schleifte mich in Wien dann zu Martin nach Hause und lag mich auf das Sofa um die nächsten 24 Std nicht mehr davon aufzustehen. Nach der zweiten Nacht konnte ich zumindest wieder aufstehen.Jetzt. ca. 6 Wochen später schmerzt es immer noch manchmal. Es war dennoch eine großartige Erfahrung und es ärgert uns alle auch immer noch, dass wir aufgehört haben, aber wir können stolz sein, diese knapp 100 Km hinter uns gebracht zu haben. Man kann fast alles schaffen, auch wenn es noch so wehtut. Willst du es wirklich erreichen, geht alles.Danke Martin und Andi für diesen unfassbaren Blödsinn und wer weiß.... vielleicht bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: 24 h Burgenland extrem! 

Der letzte persönliche Blogeintrag!

Hallo zusammen,für die ganz wenigen unter euch, die diesem Blog noch in irgendeiner weise folgen und auch ein bisschen für mich... in ein paar Jahren, wenn ich alt und grau bin und nochmal wissen möchte, was ich damals für einen Blödsinn gemacht habe. Der vorerst letzte persönliche Blogeintrag. Nicht der letzte Eintrag, nein nein. Es wird sich hier um Getränke & Bar drehen. Was macht eigentlich so einen richtig guten Drink aus und solche Stories.Aber dann doch nochmal ein letztes Update, zudem was ich eigentlich jetzt mache und machen werde. Seit dem letzten Eintrag hat sich zumindest in Sachen Fakten nicht mehr viel getan. Vor ziemlich genau zwei Wochen habe ich meinen neuen Job angefangen und schimpfe mich jetzt ganz offiziell "Consulting Manager" - also klassischer Unternehmensberater. Ja die mit dem Anzug und ja den Job den ja eigentlich jeder machen kann. Bisher ist noch nicht viel passiert. Ein paar Exceltabellen hier, ein paar Powerpointpresentationen hier. Auf das erste eigene Projekt warte ich noch. Aber arbeiten werde ich noch genug sagen sie. Ich bin gespannt. Aber hätte nix dagegen.Ansonsten hatte ich das große Vergnügen ein paar wundervolle Orte zu sehen. Nach Hamburg Mitte August, ging es Ende August nach Kroatien in den Entspannungsurlaub mit Onkel und Familie. Nach einem Boxenstopp zuhause ging es dann schon direkt weiter nach New York City. Was eine Stadt, was für ein Land. Absolut faszinierend. Nicht alles aus Gold was glänzt, aber absolut beeindruckend und fantastische Menschen. Dort kann man live erleben was Service bedeutet und wie man ihn lebt. Hatte so viele Gespräche mit Barkeepern und Kellnern wie in meinem letzten Jahr in hier in Deutschland nicht. Ein Highlight war außerdem die Brooklynbridge zum Sonnenaufgang - wenn die Stadt die niemals schläft eben doch noch etwas müde ist und gerade die Augen aufmacht. Unfassbar schön. Kann jedem nur raten, dass mal erlebt zu haben. Auch eines der AIDA Schiffe legte in NYC an und ich hab mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, mal vorbei zu schauen. Ich traf einige alte Freunde und hab doch glatt wieder Lust bekommen, doch wieder an Bord zu arbeiten. Aber das ist erstmal auf Eis gelegt, aber sich noch nicht vorbei die Geschichte. Zürich durfte ich dann auch noch erleben (man ist die Schweiz teuer!), ehe es dann wieder zurück nach Nürnberg ging. Dann noch etwas Freizeitstress und ein Cateringjob, dann sind wir schon fast heute angekommen. Ich wohne derzeit in Hipolstein bei Mutti bis sich herausstellt ob Ingolstadt meine neue Heimat wird, oder ob ich doch nochmal weiterziehe. Sollte es tatsächlich weiter oder nochmal aufs Schiff gehen, lasse ich den persönlichen Blog vielleicht doch nochmal aufleben, aber an dem Leben eines Unternehmensberater ist nicht allzu viel Spannendes dran, was sich hier dann in Worte fassen lassen könnte denke ich, daher belassen wir es bei diesem Beitrag.Ziemlich genau ein Jahr lang hab ich den Blog mehr oder weniger aktiv betrieben und konnte mich über immerhin knapp 8000 Aufrufe von über 2500 Besuchern freuen. Danke dafür! Es war mir wie immer eine Ehre und ich hoffe der ein oder andere schaut doch mal rein, was ich den über die Gastronomie so zu erzählen habe!Euer Lars

Verspätung - zu viel Unterwegs!

Wieder nach Coburg, nach Nürnberg, nach Coburg, nach Ingolstadt, nach Halle und wieder zurück. Das treue Auto meiner Mutter, musste nun schon mehr als 8 000 Kilometer seit Mitte Mai herunterreißen. Als Benziner auch nicht ganz günstig für mich, aber hilft ja nichts. Aber ich erzähle hier von den vielen Kilometern auf der Autobahn, dabei sind viel spannendere Dinge passiert!Ich bleibe an Land!Jetzt doch! Mein Freund und baldiger Kollege Philipp hat mich zu einem Bewerbungsgespräch in dem Unternehmen, in dem er arbeitet, mehr oder weniger gedrängt. Aber nach dem Gespräch und ein paar Nächten, in denen ich drüber nachgedacht habe ist es die einzig logische Option, die ich ziehen muss! Es ist der Job der meinem Studium entspricht. Ich bin nah an Familie und Freunde, das Gehalt kommt nach Abzug meiner Kosten auch ähnlich zu meinem Seefahrerlohn. Klar, ich hatte mich auf die neue Herausforderung als Redakteur sehr gefreut und auf weitere Reisen rund um die Welt entgegengefiebert, aber für mich muss ich jetzt die Chance ergreifen. Auf das Schiff kann ich immer noch zurück, wenn ich möchte. Aber zu sehen ob mein Studium vielleicht doch das richtige war, kann ich nur jetzt sehen, sonst ist es bald etwas spät mit dem Berufseinstieg! Aber der Bargedanke steht nach wie vor! Und in zwei Jahren wird es soweit sein! Zudem fangen wir jetzt schon an, die Cocktail Catering Geschichte weiter auszubauen. Ich werde in das Unternehmen meines Chefs in Coburg mit einsteigen. Pure Eventivals versorgt dann alle trockene Kehlen mit den besten Getränken ;)So genug neue Informationen. Am kommenden Montag werde ich meinen Vertrag unterschreiben und ein Burgerking Restaurant in Görtlitz eröffnen. Das wird viel Arbeit, aber sich auch eine spannende Erfahrung ;)Bis dahin - euer Lars

Schon wieder Montag!

Und ja - Es ist ein Ausruf der Freude! Endlich wieder Montag! Endlich wieder eine Woche in Halle vorbei! Ich mein - so schlimm ist es hier nicht, allerdings freue ich mich riesig auf August! Ich werde viele Freunde wieder treffen, die wie ich lang nicht in Deutschland waren. Es geht nach Hamburg und wer weiß noch wo hin. Außerdem rückt damit auch NYC immer näher!Was gibt es sonst neues?Nicht allzu viel. Hatte mir bei Philipp in Ingolstadt das Ausscheiden der DFB Elf angesehen und sowas wie ein Mini Gespräch, bezüglich eines neuen Jobs in der Autostadt gehabt. Ein richtiges Bewerbungsgespräch folgt kommenden Freitag. Gerade ist es noch schwierig für mich zu entscheiden, was ich eigentlich will. Also ich weiß was ich will: Meine eigene Bar. Und dieser Plan steht auch nach wie vor fest. Aber will ich jetzt nochmal auf Schiff oder in dem Job einsteigen wo für ich eigentlich studiert hatte?! Beide Herausforderungen interessieren mich sehr. Am besten wir warten nächsten Freitag mal ab und sehen dann weiter. Sich ständig für einen Job entscheiden zu müssen ist etwas anstrengend und nicht immer ganz leicht, allerdings ist es gut zu wissen, dass man immer gewissen Optionen hat, die man ziehen kann. Und genaue diese vielen Optionen möchte ich mir nicht nehmen, weshalb ich mir alles genau überlegen sollte. Aber darüber zerbreche ich mir jetzt noch nicht allzu sehr den Kopf - das kommt dann bei einem erfolgreichen Freitag. Und ihr werdet es kommenden Montag erfahren. Dann heißt es wieder: Endlich Montag!DSC06486.jpg

Wie versprochen!

Es ist Montag und ein neuer Blog steht an! Es gibt allerdings nicht so viel neues! Allerdings habe ich meine erste Anfrage bekommen, eine Hochzeit zu fotografieren, worauf ich mich sehr freue! Ich traue mich noch nicht ganz allein und werde eine begabte Freundin mitnehmen und am 16.03.2019 eine Hochzeit in Frankfurt fotografieren. Kontaktiert wurde ich über Instagram. Darf gerne so weiter gehen. :)Im Burgerking läuft es weiterhin eher durchwachsen. Meine Kollegen sind etwas beratungsresistent, aber was will man machen. Es sind noch 6 Wochen, von denen ich immer mal wieder drei Tage fern bleibe und dann ist das sicher schneller vorbei als ich schauen kann und dann geht es direkt los nach Hamburg!Aber Halle kann sich sogar hier und da mal sehen lassen:DSC08727.jpgMit diesem Bild entlasse ich euch in eine neue Woche! Wer will, kann ich meine ersten Bargedanken mal ansehen und gerne seine Gedanken dazu hierlassen!Der erste Gedanke: Die Drinks, Teil 1

Neue Regeln, neue Ziele!

Schon wieder ein Monat nichts Neues.... das muss aufhören. Ein Plan muss her!Aber zunächst erstmal ein Update, bzgl. "Was mache ich eigentlich gerade?!". Ganz aktuell wohne ich in Halle an der Saale - Im tiefen Osten also! Dort bin ich Manager in dem Burgerking an der Leipziger Chausee. Als neues Zuhause dient eine kleine Pansion nur wenige Kilometer entfernt. Ohne Internet. Zumindest in den ersten Wochen. Ich entdeckte ganz neue Seiten an mir. Ich begann zu lesen und das nicht zu knapp. Ein knapp 400 Seiten Buch, verschlang ich in nur wenigen Tagen. Zudem ernähre ich mich weitesgehend möglich gesund und treibe so etwas wie Sport. Ich bin nach zwei Wochen sehr zufrieden mit dem Ergebniss und werde weiter dran bleiben. Das Abenteuer Halle wird am 10.08 enden und dann beginnt eine Zeit auf die ich mich sehr freue. Ich werde wieder ein paar Tage in Hamburg verbringen, ehe es Anfang September nach New York City geht. Ich habe doch tatsächlich einen Flug für 220 Euro in diese Weltstadt gefunden. Das hab ich mir nicht nehmen lassen. Allein geht es für eine Woche in die USA, ehe es dann am 22.09 auf die AIDAMar geht. Warum ich das nach dem fürchterlichen ersten Vertrag trotzdem tue? Ich werde nicht als Barkeeper, sondern als Redakteur für Bordmedien aufsteigen. Ich erhoffe mir damit, nun endlich REISEN und ARBEITEN verbinden zu können. Bisher war es eher nur arbeiten.... Der Bürojob lässt es mir zu, mir meine Zeit selbst eineteilen zu können und wenn ich effektiv arbeite, wartet eine Menge Freitzeit auf mich. Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Am 2. März 2019 werde ich dann wieder zurück an Land sein.Auch in Sachen "eigene Bar" gibt es Neuigkeiten. Mein guter Kumpel Chris (alias Edelweiß), wird sich in seiner Bachelorarbeit dem Raumkonzept widmen. Ich freue mich sehr, dass ausgerechnet ein guter Freund jetzt an der Sache arbeitet. Er wird das großartig machen. Dann steht das Konzept, das Raumkonzept, der Businessplan. Es fehlt dann eigentlich nur noch die passende Immobilie. Ab 2019 werden wir langsam die Augen nach ihr aufhalten. 2020 spätestens intensiv suchen, sodass spätestens Ende 2020, also mit meinem 30. Geburtstag die Bar eröffnet. Ich freue mich schon jetzt darauf.Nun zur Überschrift. Neue Regeln! Ab diesem Beitrag wird es jeden Montag einen neuen Beitrag geben, der sich um mehr oder weniger Spannendes aus meinem Leben dreht. Zudem wird es jeden Freitag, einen Beitrag geben, der sich mit den Gedanken zur Bar beschäftigt. Ich bin selbst noch gespannt, wie das ganze aussieht, aber ihr sollt endlich die ersten Eindrücke und Gedanken erhalten, was schon in wenigen Jahren erlebar werden soll.Die Erinnerungen sind gestellt und die kommenden Beiträge freuen sich darauf, von euch gelesen zu werden!Ahoi und bis Freitag!

Und nun?

Nach fast genau vier Wochen voller Freizeitstress und ein paar gemütlichen Schichten in der Bar, geht es nun ab nächsten Dienstag wieder voll zur Sache. Ich ziehe für drei Monate nach Halle und werde dort in einem Burgerking die Schichtführerrolle übernehmen. Warum mache ich das? Die Rechnung ist leicht. Das Geld fließt mir nur so durch die Hände, denn Freizeit ist teuer! Zu teuer für mich! Zeit mich selbst zu schützen, mit einem Vollzeitjob und am besten noch an den freien Tagen in der Bar sein! Nach diesen drei Monaten sind es erneut 4 Wochen bevor es wieder auf den Dampfer geht. Voraussichtlich! Alles kann sich jederzeit ändern. Ich bewerbe mich aktuell auch ganz klassisch als Ingenieur und wer weiß, wenn sich hier was Spannendes ergibt... Aber ich freue mich auf die Zeit in Halle. Wieder ein kleines neues Abenteuer. Ich habe zudem viele Freunde in Leipzig und das ist ja dann nur noch eine halbe Stunde entfernt! Eine schöne Stadt! Hamburg ist dann auch wieder ein Stück näher. Aber okay - es ist halt der Osten. Ich bin gespannt.Der Blog wird sich hoffentlich auch bald nicht einfach nur mehr um mein Leben drehen, sondern um die ersten Bar Gedanken und um leckere Drinks. Ich melde mich hoffentlich schon sehr bald hier wieder über diesen Kanal!