Die Zeit verfliegt

Nachdem ich nun eben meine ersten Sätze wieder gelöscht habe – nun ein neuer Versuch. Es ist 03:25 Uhr – die Sonne scheint schon wieder am Horizont. Dunkel wird es schon nicht mehr wirklich. Ein bisschen surreal. Wir sind auf dem Weg von St. Petersburg nach Helsenki in Finnland.

Auch wenn es mir so vorkommt, als bin ich erst vor wenigen Tagen aufgestiegen, geht mein Vertag nun doch schon dem Ende zu. Zuhause warten ab September dann neue Herausforderungen! Der Couchclub (www.couch-club.org) wird vorerst mein neues Zuhause. Ich werde ab dem 1. September als Betriebsleiter eingesetzt und erfülle mir einen weiteren Schritt zur eigenen Bar. Es wird sich noch zeigen, wie sehr ich die Bar prägen kann/darf/werde – freue mich aber sehr auf die kommenden Monate hinter dem Tresen und mit meinem Team, dass ich bald kennenlernen darf.

Vom Schiff gibt es derzeit nicht viel Neues. Die letzte Woche durfte ich Dank Mark, Marion und Laura auch der Gäste Bereich mal besser kennenlernen und mich durch die Vielfalt unseres Kutters durchprobieren. Derzeit fungiere ich auch so ein bisschen als Notruf-Hotline für die anderen Schiffe und freue mich schon immer, wenn ein Anruf von außerhalb eingeht und ich den Kollegen mit einer Differenz helfen kann. Man muss ich eben an den kleinen Dingen erfreuen und das sind dann eben Differenzen von 3.90 € zwischen unseren Buchungssystemen. Ob das traurig ist? Ja – vielleicht ein bisschen. Unterforderung lässt grüßen.

Aber ich habe nun neue/alte Kollegen an Bord, mit denen ich den ein oder anderen Ausflug, bzw. den Hafenstädten einen Besuch abstatten kann. Bisher konnte ich auf der AIDAprima doch eher immer nur alleine die Städte erkunden, da ich noch nicht so wirklich jemand gefunden habe, der gern Zeit außerhalb des Stahlriesen verbringt.

Noch nicht beim Lesen bisher eingeschlafen? Dann habe ich eventuell doch noch ein spannendes Thema. Naja ich gebe zu es ist nicht allzu spannend – zumindest nicht für euch. Ich freue mich sehr und bin auch aufgeregt. Sobald ich im September in München die Bar schmeiße, fange ich auch an intensiv meine Fotografie & Videografie Karriere voran zu treiben. „Frame by Frame“ wird es heißen und ich bin über jede Empfehlung und jedes Projekt dankbar! 2019 wird noch ein spannendes Jahr für mich, ehe es nächstes Jahr bergab geht, wenn die 30 näher und näher kommt!