Die Zeit verfliegt

Nachdem ich nun eben meine ersten Sätze wieder gelöscht habe – nun ein neuer Versuch. Es ist 03:25 Uhr – die Sonne scheint schon wieder am Horizont. Dunkel wird es schon nicht mehr wirklich. Ein bisschen surreal. Wir sind auf dem Weg von St. Petersburg nach Helsenki in Finnland.

Auch wenn es mir so vorkommt, als bin ich erst vor wenigen Tagen aufgestiegen, geht mein Vertag nun doch schon dem Ende zu. Zuhause warten ab September dann neue Herausforderungen! Der Couchclub (www.couch-club.org) wird vorerst mein neues Zuhause. Ich werde ab dem 1. September als Betriebsleiter eingesetzt und erfülle mir einen weiteren Schritt zur eigenen Bar. Es wird sich noch zeigen, wie sehr ich die Bar prägen kann/darf/werde – freue mich aber sehr auf die kommenden Monate hinter dem Tresen und mit meinem Team, dass ich bald kennenlernen darf.

Vom Schiff gibt es derzeit nicht viel Neues. Die letzte Woche durfte ich Dank Mark, Marion und Laura auch der Gäste Bereich mal besser kennenlernen und mich durch die Vielfalt unseres Kutters durchprobieren. Derzeit fungiere ich auch so ein bisschen als Notruf-Hotline für die anderen Schiffe und freue mich schon immer, wenn ein Anruf von außerhalb eingeht und ich den Kollegen mit einer Differenz helfen kann. Man muss ich eben an den kleinen Dingen erfreuen und das sind dann eben Differenzen von 3.90 € zwischen unseren Buchungssystemen. Ob das traurig ist? Ja – vielleicht ein bisschen. Unterforderung lässt grüßen.

Aber ich habe nun neue/alte Kollegen an Bord, mit denen ich den ein oder anderen Ausflug, bzw. den Hafenstädten einen Besuch abstatten kann. Bisher konnte ich auf der AIDAprima doch eher immer nur alleine die Städte erkunden, da ich noch nicht so wirklich jemand gefunden habe, der gern Zeit außerhalb des Stahlriesen verbringt.

Noch nicht beim Lesen bisher eingeschlafen? Dann habe ich eventuell doch noch ein spannendes Thema. Naja ich gebe zu es ist nicht allzu spannend – zumindest nicht für euch. Ich freue mich sehr und bin auch aufgeregt. Sobald ich im September in München die Bar schmeiße, fange ich auch an intensiv meine Fotografie & Videografie Karriere voran zu treiben. „Frame by Frame“ wird es heißen und ich bin über jede Empfehlung und jedes Projekt dankbar! 2019 wird noch ein spannendes Jahr für mich, ehe es nächstes Jahr bergab geht, wenn die 30 näher und näher kommt!

GRÖẞER IMMER BESSER?

Die einen würden sagen „Ja“ – „Auf die Technik kommt es an“ die anderen. Aber wovon reden wir hier? Woran ihr denkt, da bin ich mir nicht ganz sicher. Ich jedoch rede (besser vielleicht: schreibe) von meinem Umstieg von der AIDAmar auf die AIDAprima. Die nämlich ist gleich mal ein ganzes Stück größer und „moderner“ als der Kutter, auf dem ich vor zwei Wochen noch unterwegs war.

Gefühlt gibt es doppelt so viele Restaurants und Bars – womöglich nicht nur gefühlt, aber das müsste ich nachlesen – dazu reicht die Motivation gerade nicht aus. Es gibt auf jeden Fall etwas mehr Vielfalt. Hier finden sich nämlich jetzt auch ein Klettergarten, eine Art Wasserpark inkl. Rutschen, ein sog. Beachclub, ein Kochstudio, unzählige Shops und einen Magnum-Store, sowie die berühmte Scharfe Ecke, an der es noch bis spät in die Nacht lecker Curry-Wurst gibt. Zwar nichtganz so wie in eurer Vorstellung – bzw. hier eine kurze Darstellung meiner Gedanken, als mir davon das erste Mal berichtet wurde: Ihr kennt Ditsche und seine kleinen Sketsche in dem Imbiss? Ja – ungefähr so hatte ich mir das vorstellt. Ditsche hört sich für euch an wie ne neue Ketchup Sorte? Dann ist es spätestens jetzt an der Zeit „Ditsche“ auf Youtube einzugeben. Aber immerhin: Bier aus der Knollenflasche gibt es! Und die Wurst die da über den Tresen kommt, schmeckt auch nicht schlechter als die auf dem Spielbudenplatz in Hamburg auf der Reeperbahn. Aber ich schweife ab – hab aber auch gerade echt Hunger. Und Durst. Bier. Hä?!

 

„Hallo – spricht da der Nightauditor der AIDAprima?“ meldete sich vor wenigen Tagen eine Kollegin eines unserer Flottenschiffe, die damit kämpfen mussten, dass deren Nightauditor krank im Bett lag und sie nun ohne Nightauditor-Wissen versuchte die Nacht zu überstehen. „Ich dachte ich ruf mal auf dem großen Schiff an. Dort MUSS jemand mit Erfahrung sitzen!“ Ich hab selten so gelacht, aber konnte ihr trotzdem helfen. Also um es kurz zu machen: Der Job ist wie fast erwartet ähnlich, nur noch weniger als auf den kleinen Schiffen, da hier wohl zuvor nicht die hellsten Birnen auf dem Arbeitsplatz von mir saßen – oder so taten (Dann wären sie wiederum Genies). Jedenfalls sind mir hier noch weniger Arbeiten zugeteilt als zuvor. Einzig die Arbeit, die mir vorher schon nicht besonders gefallen hat, ist nun noch mehr. Mehr Bars und Restaurants bedeuten auch mehr Belege die es zu sortieren gibt. Abgesehen davon, trage ich nur noch ein paar Zahlen ein und bin eigentlich soweit durch mit meinem Job. Wenn da nicht noch die Gäste wären.

Von denen gibt es ja nun auch doppelt so viele an Bord. Und auch doppelt so viele verlaufen sich Nachts an die Rezeption. Jetzt gibt es doppelt so viele Geschichten zu erzählen. Aber es sind eher doppelt so viele gleicheGeschichten. Aber vielleicht dennoch ein paar kleine Highlights, die ich guten Gewissens erzählen kann:

03:00 Uhr morgens: „Hallo ist dort die Rezeption?!“ „ja bitte?!“ „Ich habe um 8 Uhr einen Termin im SPA – könnte ich das verschieben?“ Kurze Stille in der Leitung – der Gast scheint selbst zu merken, dass das schwierig werden könnte und setzt erneut an. „Ah – das ist wohl jetzt eher schwierig oder?!“

08:00 Uhr morgens: „Hallo?! Im Gang auf Deck 7 liegen zwei fast nackte Männer im Flur“

Gerade sind wir mit Kurzreisen beschäftigt und viele Tage auf See, weshalb ich nur sehr wenig von draußen berichten kann, was sich aber hoffentlich jetzt ab Samstag endlich ändert. Dann geht’s es wieder auf unsere normale Ostsee-Tour. Schon am 8.6. freue ich mich sogar auf bekannte Gesichter, die eine Tour auf der AIDAprima gebucht haben. Im Juli sogar dann noch mehr Besuch! Bis dahin bin ich auf dem großen Kutter hoffentlich dann auch richtig angekommen. Denn einen großen Nachteil hat meine Position dann eben doch. Während alle anderen sich bei Bier, Wein & Schnaps in der Crewbar näher kommen und Freundschaften schließen, bleiben mir meist nur ein paar Gesprächen in der Messe beim Essen, wenn die Laune der Kollegen häufig noch nicht auf vollen Touren läuft oder insbesondere e beim Frühstück, eigentlich nur der Körper des Kollegen vor einem sitzt. Der Rest scheint noch irgendwo fernab im Reich der Träume zu sein. Doch wenn jetzt die normalen Touren wieder starten und ich mit einem schönen Bierchen in der Hand in Stockholm an der Pier sitze, dann weiß ich wieder warum hier mir gerade diese Position an Bord ausgesucht habe. Nämlich die Position, die als eine von ganz wenigen, den ganzen Tag frei hat und für die kein Ausflug zu lange ist. Dann hat man auch genug Zeit um in Ruhe ein Foto zu machen.

Mal was anderes!

Wovon ich heute schreiben werde, sollte eigentlich schon die letzten Wochen passieren, doch obwohl ich relativ viel Zeit habe, bin ich irgendwie nicht dazu gekommen.

Am 27.04. haben mich ein paar Freunde an Bord als sog. „Daily Visitor“ besucht. Insgesamt waren wir 9 Personen, komplett zusammen gemixt aus Freunden meiner Mutter, diverse Freunde von mir aus dem Studium und die jeweiligen interessierten Freunde meiner Freunde die mitgekommen sind. Außerdem das Au-pair und der Sohnemann der Freunde meiner Mutter. Ihr merkt: Viele Freunde und Freude am heutigen Tage. Untereinander kannte sich kaum jemand, aber dafür hat man ja Bier an Bord. Nach den ersten beiden kam die Runde erst so richtig in Schwung. Wir hatten ein paar lustige Stunden an Bord, ehe es gegen Mittag wieder Verabschiedung heißen sollte. Aber wenn man erstmal mit dem Bier angefangen hat, zudem in Hamburg knapp 20 Grad und Sonne auf uns strahlte, kann man eben nicht so fix aufhören. Also sagte Kai kurzer Hand seine Termine ab, Viki und Oda verzichteten auf Ihren Sport und Caro sagt bei Bier auch selten nein. Unser Au-Pair Lucia war eigentlich schon im Auto mit den Carola und Knud gesessen, bis es sie aber dann auch packte. Kurzerhand nochmal angehalten und sich uns angeschlossen. Ab zu Strand Pauli und auch gleich noch weiteren Freunden Bescheid gegeben, wo man jetzt hinzugehen hatte. Und so kam es, dass noch wenige Stunden zuvor wildfremdeLeute herzlichst lachend und erzählend mit einer Jolle in der Hand am Hafen von Hamburg sitzen und man meinen könnte die Truppe kennt sich schon seit Jahren. Doch manchmal trügt der Schein und es bleibt bei diesem kurzen Nachmittags-es-war-schon-ganz-ok-aber-mehr-auch-nicht-Bier. Das dachte ich zunächst auch, als ich dann zunächst erstmal wieder Richtung Kutter musste. Bis dato war ich bereits knapp 30 Std wach und fiel nach der Sicherheitsübung kurz ins Koma, ehe ich um 23 Uhr wieder meinen Dienst antrat. Kurz die neusten Nachrichten auf meinem Mobiltelefon geprüft und dabei war ich mir nicht sicher, ob ich nicht doch immer noch schlafe. Die Truppe die sich erst heute Morgen kennengelernt hatte, war noch bis spät abends, teilweise spät nachts um die Häuser gezogen und hatte mir Bilder und Dankes-SMS geschrieben. Theresa hatte sogar kurzfristig nicht nur zwei neue Freunde, sondern sogar zwei neue Models für ihr Fotografie Projekt gefunden. Und wie es sich herausstellen sollten, treffen sich alle sogar nun regalmäßig (Dank Instagram & Co ja ständig verfolgbar)

Es war einer meiner Highlight Tage der letzten Jahre und beweist nur zu gut, dass es eben auch die kleinen Dinge sind, wie ein Bierchen mit Freunden, die einen wissen lassen, wofür es sich zu Leben lohnt. Und warum man eben nicht nur 24/7 an die Arbeit denken sollte, oder nicht jede freie Minute mit Netflix verbringen sollte. Versteht mich hier nicht falsch ich lege auch ungemein gern die Füße hoch und hab schon Unmengen an Serien und Filme gesehen und bin ein großer Fan von guten Produktionen, aber wenn ich auf ein Bier gebeten werde bin ich immer dabei. Und ja es muss auch nicht immer das Bier sein, gerne auch Schnaps. Ok, der war schlecht, aber ich lasse ihn mal stehen. Ausreden wie „Ich bin so kaputt von der Arbeit“ oder „Die nächsten drei Monate bin ich total im Stress“ sollten nicht auf eurer Liste stehen. Denn auch wenn ich jetzt 5 Euro ins Phrasenschwein werfe, wir leben nicht um zu arbeiten, sondern arbeiten ein bisschen, um zu leben. An dieser Stelle auch nochmal ein großes Danke an alle die an dieser Story mitgewirkt haben, aber auch an alle anderen Freunde, die mich bisher freiwillig und unfreiwillig hier an Bord besucht haben.

Hier wären zu nennen: Theresa, Eileen, Juliane, Stephan, Antonia, mein guter Fabser, Oda, Caro, Kai, Viki, Knud, Carola, Peer und Lucia

Es hat sich jede Minute Schlafentzug gelohnt!

3 Wochen geschafft!

Wie schon als Barkeeper vergeht die Zeit wie im Flug – wenn nicht sogar noch schneller. Man wird ja auch nicht jünger. Da sitz ich nun in meiner Nachtschicht von 23 Uhr bis 7 Uhr. Die Vorteile liegen klar an auf der Hand:Ich hab ab 7 Uhr dann den ganzen Tag frei, ich arbeite allein und dann kommen wir auch schon zu den Nachteilen: Ich arbeite allein und hab ab 7 Uhr den ganzen Tag frei. Und dann der nächste Vorteil der vom Nachteil zunichtegemacht wird: Ich trinke kaum Alkohol– dafür Zucker aufgelöst in Energy und Softdrinks und lecker zubereitet in Schokolade. Sport? Ja – hatte ich vor. Habe ich vor. Naja iwas dazwischen. Noch bin ich jedenfalls nicht dazu gekommen. Kommt noch. Vielleicht. Hoffentlich.

Die Route – die Metropolentour. Ja – naja ich würd sie persönlich nicht unbedingt buchen. Die wirklich interessanten Städte wie London und Paris sind zu weit von der Küste entfernt, sodass ein Besuch dorthin immer mit relativ hohen Kosten verbunden ist. Zugleich sind die Städte viel zu groß, um sie an einem Tag zu erkunden. Brügge und Rotterdam machen da die Ausnahme und können sich als Highlights der Reise betiteln lassen. Letzteres hab ich mir selbst schon ein bisschen angesehen, Brügge fehlt noch, steht allerdings weit oben auf meiner Liste.

Als alter Hobbyfotograf würde ich ja öfter gern zu den Abendstunden unterwegs sein, aber das lassen meist unsere Liegezeiten nicht so. Schade eigentlich und für Fotografen der große Nachteil, wenn man glaubt mit dem Schiff viele schöne Destinationen in wenigen Tagen fotografieren kann. Also ja kann man – aber nicht umsonst sind berühmte Fotos zumeist in den frühen Morgen oder späten Abendstunden entstanden.

Aber zurück zum Schiffsleben. Die Crew, die Kollegen und Vorgesetzten scheinen alle samt relativ entspannt zu sein – was ja bei meinem letzten Vertrag nicht ganz der Fall gewesen ist. Gefühlt fehlt dem Schiff allerdings ein wenig Action – aber ich arbeite ja auch, wenn die in der Theorie stattfindet, also vielleicht täuscht das auch. Was gibt’s über meinen Job zu erzählen? Ich sitze nachts im Büro direkt an der Rezeption und empfange die Kollegen aus den Bars und den Restaurants, prüfe ob deren Belege vollständig sind, richtig storniert wurde und bin verantwortlich für alle Gäste und Anrufe die Nachts entweder meine Nummer wählen oder persönlich an die Rezeption kommen. Hier ist die Vielfalt eigentlich nicht zu überbieten. Hier ist wirklich alles dabei: Besonders unterhaltsam an den Tagen, an den wir die Zeit umstellen.

„Ich stehe hier vor dem Restaurant mit anderen Gästen und die sollten schon seit 15 Minuten offen haben!“ – mhm sie sind leider ne Std. zu früh dran.

Aber auch sonst… Karte verloren oder auch Karte verloren und nicht mehr wissen welche Kabine man den bewohnt. Weckruf stellen. Fernseher zurücksetzten, Batterien tauschen, Safenummer vergessen, Essen im Restaurant buchen, den Geburtstag von seinem Sohn vergessen und in einer Nacht und Nebel Aktion eine Torte ordern wollen. Oder eben auch sich volllaufen lassen und mit der Alten streiten, dass es das ganze Deck mitbekommt. Klimaanlage zu kalt oder auch zu warm. Die Kabine ist zu laut, das Schiff wackelt zu sehr. Mir ist schlecht. Ich will den Doktor sehen „Das kostet aber außerhalb der Sprechzeiten extra!“ Oh ne dann nicht. Nehmen die in England eigentlich auch Dollar? Ja man könnte eigentlich ein Buch schreiben und ich arbeite nur nachts an der Rezeption. Die Kollegen von der Tagschicht können da sicher noch so einige Geschichten erzählen. Generell gefällt mir der Kundenkontakt aber und man freut sich, wenn man dem Gast wieder weiterhelfen konnte, oder ein Missverständnis aus der Welt schaffen konnte.

Die ersten Eindrücke sind somit durchaus positiv. Vielleicht nicht ganz so großartig, wie man sich das zuvor vorgestellt hatte. Aber die schönen Touren kommen noch und dann zahlt es sich aus 7 Tage die Woche zu arbeiten und 4,5 Monate lang auf feiern zu verzichten. Ja daran glaube ich – ganz fest – Also naja – Ja doch ganz bestimmt.

Wenn ich so ein bisschen meinen Rhythmus gefunden habe, kommt hier sicher auch wieder mehr. Nicht nur über das Leben an Bord, sondern hoffentlich auch wieder weiter im Bereich Bar usw.

Bis dahin

Lars

Zurück zu AIDA und Sturm in Amsterdam

Hallo zusammen,ich weiß es wird langsam schwierig da noch ganz durchzublicken. Doch wieder Schiff? Bin ich nicht gerade erste in Ingolstadt und dem neuen Job so richtig angekommen? Ja, was soll ich sagen? Dieses Mal war es eine Bauchentscheidung. Ich hatte schon immer mit dem Gedanken gespielt ganz vielleicht mal wieder auf den Kutter zu steigen, dass sich jetzt mein Leben innerhalb von zwei Wochen auf den Kopf stellen würde, damit hatte ich nicht so richtig mit gerechnet. Aber zu den Fakten:Ich steige am 14.03.2019 auf die AIDAmar auf und wechsle zum 16.05 auf die AIDAprima. Am 22.07 ist dann die Fahrt erstmal wieder vorbei. Aussagen wie "die nächsten 3 Jahre bleibe ich Seemann" gibt es dieses Mal nicht! Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Dieses Jahr bringt die Zukunft noch die Herausforderung den Couchclub in München ab September leiten zu dürfen. Darauf freue ich mich schon und bin gespannt was mich erwartet.Steht da nicht noch was von Sturm in Amsterdam? Richtig - es wäre ja auch nicht mein Leben, wenn nicht wieder etwas nicht so ganz läuft wie geplant (Wer sich erinnern kann - das letzte Mal hätte ich, wegen fehlender Papiere {ich war nicht schuld}, fast nicht aufsteigen dürfen. Gestern aber, war es der Wind der alles etwas durcheinander brachte. Am Münchner Flughafen angekommen, dachte ich zunächst die Technik ist in Deutschland einfach noch nicht so weit und das Self-Check-In ist eben doch noch nicht ganz ausgereift. Ich konnte mich nämlich nicht einchecken. Am Schalter: "Der Flug nach Amsterdam? Der ist gestrichen, gehen Sie hier und dort hin". Am nächsten Schalter angekommen, eine endlose Schlange und nur zwei verzweifelte Mitarbeiter, die jeden Gast einzeln umbuchten, Hotels organisierten, usw. usw. Da stand ich nun. Zwischenzeitlich zweimal mit AIDA telefoniert, mit meinem Papa telefoniert, meine Musikplaylist durchgehört und alle Teile der Herr der Ringe Reihe angesehen. Letztendlich gab es die Info, dass es heute nicht mehr nach Amsterdam geht und ich auch ersten morgen (also heute.) um 17.30 den Flieger nehmen kann. Immerhin Lufthansa. Das Hotel Kategorie: Luxus. Bis auf die unnötige Wartezeit am Schalter, war das ganze eigentlich eher entspannt als nervig. Heute morgen habe ich ordentlich gefrühstückt und warte gerade auf mein Taxi, dass mich dann wieder an den Münchner Flughafen bringt. Dort hoffe ich auf ein stressfreien Security-Check. Ich mag mein Kamera-Equipment ungern am Flughafen zurücklassen....Dann ab nach Amsterdam. Das Schiff liegt eh noch die ganze Nacht, daher war die unerwartete Verspätung kein Problem. Ich bin schon gespannt, welche Hürden noch zu meistern sein werden, ehe der entspannte Teil des Abenteuers los geht.Wer in den kommenden Wochen mal in Hamburg ist, kann gerne mal für ein paar Stündchen an Bord kommen als Tagesbesucher. Schreibt mir, dann zeig ich euch mein schwimmendes Zuhause für die nächsten Monate.

24 h Stundenlauf - Wie blöd kann man sein?

100 Km. Also nicht ganz. Fast. Immerhin. Aber von Anfang an:Irgendwann letztes Jahr im Sommer, kam doch tatsächlich einer meiner Jungs auf die glorreiche Idee an dem 24 h Stunden extrem lauf im Burgenland (Österreich) rund um den Neusiedler See teilzunehmen. "Wie viel km sollen das denn dann sein? 120? Klar, warum nicht!? Bin dabei!"Ich bin mir nicht mehr so ganz genau sicher, was ich mir dabei gedacht habe. Der Sommer verging. Es wurde ruhig um unsere Unternehmung. Schließlich hatten wir uns ja auch noch nicht angemeldet. Doch im Dezember war es dann soweit. Wir hatten uns für den Lauf am 25. Januar 2019 angemeldet. Andi, Martin und ich waren die letzten Dummen aus unserer Gruppe, die jetzt tatsächlich da antreten wollten. Ich bezahlte also 70 Euro, um mir selbst weh zu tuen.Für die wenigen, die hier vielleicht zufällig gelandet sind und mich nicht kennen, eine kurze Beschreibung meiner körperlichen Verfassung:Ich bringe bei einer Größe von ca. 1.93 solze schwere 129,9 Kg auf die Waage, habe diverse Knie und Rückenprobleme und ich mache ca. so viel Sport, wie das Bild von dem Menschen, den ihr gerade vor eurem inneren Auge habt, macht. Nämlich gar keinen. Den einzigen Sport den ich ab und zu betreibe nennt sich Tresensport. Macht auch Spaß, sieht nur scheiße an einem selbst aus.Es wurde Januar und immer noch nicht bin ich bewusst mal mehr als 2 Km gelaufen. Aber Andi dachte es wäre sinnvoll mal ein Gefühl dafür zu bekommen wie weit 120 km eigentlich sind. "Lass und doch mal 50 km laufen". Das war zwei Wochen vor dem eigentlichen Lauf. Was für eine dumme Idee.Während den ersten 20 Km war es noch lustig. Auch bei Km 25 war noch alles in Ordnung. Dann begann der Zerfall. Bei Km 30 hätte ich am liebsten schon aufgehört. Meine Kniekehlen flehten mich bei jedem Schritt an, endlich stehen zu bleiben. Meine Fußgelenke versetzten mir messerstichartige Schmerzen und waren bereits stark angeschwollen. In diesem Zustand quälte ich mich irgendwie noch bis km 40. Dort brachen wir dann ab. Andi und Basti (der ist mal zum Spaß mitgelaufen) waren auch durch, wirkten neben mir, aber wie zwei Neugeborene. Wir wurden mit dem Auto abgeholt. Die nächste zwei Tage hatte ich die Schmerzen meines Lebens und kaum ein Fuß vor den anderen setzen. Beste Voraussetzungen, um in nicht einmal 14 Tagen 120 km zu laufen.Zwei Wochen später:Ich spürte immer noch diese leichten Schmerzen in meinen Beinen, als ich Andi abholte, damit wir uns auf den Weg nach Österreich machen konnten. Ca. 500 Km später trafen wir dann auf die anderen Verrückten. Martin hatte doch tatsächlich zwei weitere Verrückte gefunden, die da mitmachen. Es wurde eine kurze Nacht, denn schon um 4.30 war der Start angesetzt. Ich meine gegen drei Uhr morgens quälte ich mich aus meinem Bett, bzw. dem harten Ding, auf dem ich gelegen hatte. Rein in meine Ausrüstung, die ich mir nur für diesen Lauf gekauft hatte. Dann enstand kurz Stress. Wir waren natürlich etwas spät dran, erreichten aber nur ein paar wenige Minuten zu spät den Startbereich. Ich mein, was machen ein paar Minuten, wenn man jetzt voraussichtlich 24 Std. auf den Beinen ist. Die ersten liefen los, also joggen, also ich mein: "Gehts noch?" Wir gingen das eher gemütlich an. Das war auch der Plan. Langsam, aber beständig. Ich ging das ganze auch direkt taktisch an. Laufstöcke wurden für jeden Schritt verwendet und ich "teile" mir mit Andi einen Rucksack und wir vereinbarten, dass er mit dem Tragen anfängt. Zu diesem Zeitpunkt, wusste er noch nicht, dass er den Rucksack nie wieder loswerden würde.Die ersten Kilometer gingen fix. Aber dann: Ich schätze es war Kilometer fünf, als sich das erste Mal meine Knie meldeten. "Bitte nicht jetzt schon". Meine Beine schmerzten schon jetzt, wie zwei Wochen zuvor nach 30 Km. Es gab nur einen entscheidenden Vorteil. Ich kannte die Schmerzen. Also draufbeißen. Nach 15 Km forderte ich von den Jungs die erste Pause ein, da die ersten Versorgungsstation erst bei ca. Km 25 eingezeichnet war. Es gab also Tee, Riegel und ein paar Dehnübungen, ehe wir uns im Morgengrauen wieder auf den Weg machten. Es folgte der schönste Abschnitt der Tour. Sonnenaufgang im Burgenland. Da liefen sich die weiteren 10 Km bis zu der ersten Versorgungsstation fast von selbst. Dort angekommen gab es für mich leckere Schmerztablette und Energiedrinks. Andi musste seine Füße bereits auf Blasen kontrollieren und neue abkleben.Weiter gings.  Zwei Km ins nächste Dorf. Geschafft. Drei Km bis zum nächsten Dorf. Geschafft. Und immer so weiter. Wir liefen schon lange keinen 120 Km Lauf mehr, sondern viele kleine Etappen. Das ist besser für den Kopf. Kleine Ziele und so. Die nächste Station nach Km 35 hatte nicht mehr viel für uns übrig. Ein Tässchen Tee war alles was es noch für uns gab. Kurz aufgewärmt und weiter gings. Gleich sollte die Marke fallen, nach der ich nur zwei Wochen zu vor schon keinen Schritt mehr vor den anderen bekommen habe. Es tat auch wirklich weh. Es ging durch ein scheinbar endloses Waldstück, bevor eigentlich eine Versorgungsstation kommen sollte. Gekämpft, gequält und enttäuscht worden. Die eingezeichnete Station war nicht oder auch vielleicht nicht mehr vorhanden. Der nächste rote Punkt (Versorgungsstationen) erst wieder in 10 Km. Wir bogen auf eine Landstraße ab. Um uns herum: Das weite Nichts mitten im Grenzgebiet. Eiskalter Wind peitschte uns mitten ins Gesicht. Das wäre selbst für Nordlichter mehr also nur ein laues Lüftchen gewesen. Unsere Süddeutschen hätten dann wohl von "Orkan" gesprochen. Es waren die schlimmsten Km meines Lebens. Alles schmerzte, die Sonne ging bereits wieder unter und die ersten Blasen machten sich bemerkbar. Aber auch Andi ging es nicht mehr allzu gut. Ich verlor jegliches Zeitgefühl doch irgendwann war das 60 km Ziel tatsächlich in Reichweite. Wir stoppen kurz davor in einer kleinen Hütte und versorgten uns mit Gulaschsuppe. Sie rettete unser Leben. Ich hatte gerade ein relativ gutes Gefühl und lief schon mal ins 60 Km Ziel voraus, wo ich mich auf der Toilette selbst mit einer Massage verpflegte und mir bei den Ersthelfen nochmal eine Schmerztablette gaben lies. Dann waren die Jungs auch schon da und ebenfalls guter Dinge, dass wir noch ein paar Kilometer schaffen werden. Auf den Kilometer 65 bis 80 passierte etwas, womit wohl keiner und auch ich niemals gerechnet hätte.Zunächst war ich wieder eher eine Bremse für die Jungs. Bis zu dem Moment, als ich das erste Mal meine Kopfhörer anschloss und mich auf die Musik einlies. Ich versuchte den Takt aufzunehmen, die Augen nur noch soweit zu öffen, das ich ab und so den Weg kontrollieren konnte und lockerte den ganzen Körper. Zunächst "tanzte" ich an meinen Jungs vorbei, hinter die ich zwischenzeitlich mal gute 200 Meter gefallen war und kam dann so langsam so richtig in Fahrt. Ich weiß nicht woher diese Kräfte kamen, aber ich zog auf den nächsten Kilometern an allen vorbei und gab mir selbst einen "Fitnesskurs". "Locker in den Hüften und tak, tak, tak,... ja immer weiter, nicht locker lassen, tak, tak, tak, die Arme mit nehmen, ja genau und tak, tak" Ich schoss aus versehen an der nächsten Versorgungsstation vorbei und weiter bis zum 80 Km Ziel. Ich lief diese 15 Km im Schnitt fast doppelt so schnell wie zuvor und wusste nicht woher das kam, aber das motivierte. Ich konnte nun eine lange Pause machen, da ich den Jungs ca. 30 Minuten voraus gelaufen war und versuchte diese Zeit gut zu Nutzen. Kleidung runter, Füße massieren, trinken, essen. Die Jungs kamen und wir verbrachten weiter 20 Minuten in einer Art Gasthaus."Die nächste Station hat die ganze Nacht geöffnet" Dieser Satz sollte uns noch zum Verhängnis werden. Gegen Mitternacht (wir waren bereits über 20 Std unterwegs) ging es weiter Richtung Neusiedel. Wieder ein schier endloser Feldweg, der nicht enden wollte. Meine Füße der Laufstöcke waren bereits komplett abgenutzt, sodass die Metalspitzen die sich darunter befinden anstatt dessen über den Asphalt schabten. Wie die Jungs diese Geräusch so lange ertragen konnte, ist mir ein Rätsel. Kurz vor Neusiedl, merkte man nun uns allen die Km an. Auch Martin, der sehr lange den Eindruck machte, die 120 Km mit einem Lächeln auf dem Gesicht zu absolvieren, ging nun am Limit. Fehlende Wegmarkierungen und Umwege machten die Sache nicht besser. letztendlich krochen wir gegen 2 Uhr morgens zu den Türen der großen Versorgungstation in Neusiedel.... DIE GESCHLOSSEN HATTE.Einer der letzten Mitarbeiter, der noch zum aufräumen geblieben war, teilte uns mit, das es hier keine Möglichkeit mehr gibt, sich zu versorgen oder aufzuwärmen. Das nahm uns dann jegliche Motivation schlagartig. "Wollen wir nicht noch bis Km 100 laufen?" brachte ich noch kurz ein, aber habe mich wirklich sehr schnell davon überzeugen lassen aufzuhören. Wir waren glücklich, erschöpft, enttäuscht und verärgert zur gleichen Zeit. Wir riefen eines der Shuttletaxen und liesen uns nach Hause fahren. Allein in den 30 Minuten von der Aufgabe bis zu dem Ausstieg zuhause, hatte mein Körper alles Funktionen auf ein Minimum heruntergefahren. Ich konnte kaum aus dem Auto aussteigen, geschweige denn, die Treppen zu meinem Bett erklimmen. Mein ganzer Körper zitterte. Auch die heiße Dusche half da nicht wirklich. Mit meiner Wellenstyn Winterjacke und zahlreichen Decken, legte ich ins Bett und hoffte am nächsten Tag wieder aufzuwachen.Ich wachte wieder auf. In den Beinen hatte ich Schmerzen, die ich keinem wünsche. Kennt jemand die Szene aus How I met your Mother, nachdem Barny einen Marathon gelaufen war und in der Ubahn tagelang hin und her fahren muss, da er seine Beine nicht mehr bewegen konnte? Jap, so in etwa ging es mir. Autofahren ging nicht. Beine heben auch nicht mehr. Ich schleifte mich in Wien dann zu Martin nach Hause und lag mich auf das Sofa um die nächsten 24 Std nicht mehr davon aufzustehen. Nach der zweiten Nacht konnte ich zumindest wieder aufstehen.Jetzt. ca. 6 Wochen später schmerzt es immer noch manchmal. Es war dennoch eine großartige Erfahrung und es ärgert uns alle auch immer noch, dass wir aufgehört haben, aber wir können stolz sein, diese knapp 100 Km hinter uns gebracht zu haben. Man kann fast alles schaffen, auch wenn es noch so wehtut. Willst du es wirklich erreichen, geht alles.Danke Martin und Andi für diesen unfassbaren Blödsinn und wer weiß.... vielleicht bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: 24 h Burgenland extrem! 

Der letzte persönliche Blogeintrag!

Hallo zusammen,für die ganz wenigen unter euch, die diesem Blog noch in irgendeiner weise folgen und auch ein bisschen für mich... in ein paar Jahren, wenn ich alt und grau bin und nochmal wissen möchte, was ich damals für einen Blödsinn gemacht habe. Der vorerst letzte persönliche Blogeintrag. Nicht der letzte Eintrag, nein nein. Es wird sich hier um Getränke & Bar drehen. Was macht eigentlich so einen richtig guten Drink aus und solche Stories.Aber dann doch nochmal ein letztes Update, zudem was ich eigentlich jetzt mache und machen werde. Seit dem letzten Eintrag hat sich zumindest in Sachen Fakten nicht mehr viel getan. Vor ziemlich genau zwei Wochen habe ich meinen neuen Job angefangen und schimpfe mich jetzt ganz offiziell "Consulting Manager" - also klassischer Unternehmensberater. Ja die mit dem Anzug und ja den Job den ja eigentlich jeder machen kann. Bisher ist noch nicht viel passiert. Ein paar Exceltabellen hier, ein paar Powerpointpresentationen hier. Auf das erste eigene Projekt warte ich noch. Aber arbeiten werde ich noch genug sagen sie. Ich bin gespannt. Aber hätte nix dagegen.Ansonsten hatte ich das große Vergnügen ein paar wundervolle Orte zu sehen. Nach Hamburg Mitte August, ging es Ende August nach Kroatien in den Entspannungsurlaub mit Onkel und Familie. Nach einem Boxenstopp zuhause ging es dann schon direkt weiter nach New York City. Was eine Stadt, was für ein Land. Absolut faszinierend. Nicht alles aus Gold was glänzt, aber absolut beeindruckend und fantastische Menschen. Dort kann man live erleben was Service bedeutet und wie man ihn lebt. Hatte so viele Gespräche mit Barkeepern und Kellnern wie in meinem letzten Jahr in hier in Deutschland nicht. Ein Highlight war außerdem die Brooklynbridge zum Sonnenaufgang - wenn die Stadt die niemals schläft eben doch noch etwas müde ist und gerade die Augen aufmacht. Unfassbar schön. Kann jedem nur raten, dass mal erlebt zu haben. Auch eines der AIDA Schiffe legte in NYC an und ich hab mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, mal vorbei zu schauen. Ich traf einige alte Freunde und hab doch glatt wieder Lust bekommen, doch wieder an Bord zu arbeiten. Aber das ist erstmal auf Eis gelegt, aber sich noch nicht vorbei die Geschichte. Zürich durfte ich dann auch noch erleben (man ist die Schweiz teuer!), ehe es dann wieder zurück nach Nürnberg ging. Dann noch etwas Freizeitstress und ein Cateringjob, dann sind wir schon fast heute angekommen. Ich wohne derzeit in Hipolstein bei Mutti bis sich herausstellt ob Ingolstadt meine neue Heimat wird, oder ob ich doch nochmal weiterziehe. Sollte es tatsächlich weiter oder nochmal aufs Schiff gehen, lasse ich den persönlichen Blog vielleicht doch nochmal aufleben, aber an dem Leben eines Unternehmensberater ist nicht allzu viel Spannendes dran, was sich hier dann in Worte fassen lassen könnte denke ich, daher belassen wir es bei diesem Beitrag.Ziemlich genau ein Jahr lang hab ich den Blog mehr oder weniger aktiv betrieben und konnte mich über immerhin knapp 8000 Aufrufe von über 2500 Besuchern freuen. Danke dafür! Es war mir wie immer eine Ehre und ich hoffe der ein oder andere schaut doch mal rein, was ich den über die Gastronomie so zu erzählen habe!Euer Lars

Verspätung - zu viel Unterwegs!

Wieder nach Coburg, nach Nürnberg, nach Coburg, nach Ingolstadt, nach Halle und wieder zurück. Das treue Auto meiner Mutter, musste nun schon mehr als 8 000 Kilometer seit Mitte Mai herunterreißen. Als Benziner auch nicht ganz günstig für mich, aber hilft ja nichts. Aber ich erzähle hier von den vielen Kilometern auf der Autobahn, dabei sind viel spannendere Dinge passiert!Ich bleibe an Land!Jetzt doch! Mein Freund und baldiger Kollege Philipp hat mich zu einem Bewerbungsgespräch in dem Unternehmen, in dem er arbeitet, mehr oder weniger gedrängt. Aber nach dem Gespräch und ein paar Nächten, in denen ich drüber nachgedacht habe ist es die einzig logische Option, die ich ziehen muss! Es ist der Job der meinem Studium entspricht. Ich bin nah an Familie und Freunde, das Gehalt kommt nach Abzug meiner Kosten auch ähnlich zu meinem Seefahrerlohn. Klar, ich hatte mich auf die neue Herausforderung als Redakteur sehr gefreut und auf weitere Reisen rund um die Welt entgegengefiebert, aber für mich muss ich jetzt die Chance ergreifen. Auf das Schiff kann ich immer noch zurück, wenn ich möchte. Aber zu sehen ob mein Studium vielleicht doch das richtige war, kann ich nur jetzt sehen, sonst ist es bald etwas spät mit dem Berufseinstieg! Aber der Bargedanke steht nach wie vor! Und in zwei Jahren wird es soweit sein! Zudem fangen wir jetzt schon an, die Cocktail Catering Geschichte weiter auszubauen. Ich werde in das Unternehmen meines Chefs in Coburg mit einsteigen. Pure Eventivals versorgt dann alle trockene Kehlen mit den besten Getränken ;)So genug neue Informationen. Am kommenden Montag werde ich meinen Vertrag unterschreiben und ein Burgerking Restaurant in Görtlitz eröffnen. Das wird viel Arbeit, aber sich auch eine spannende Erfahrung ;)Bis dahin - euer Lars

Schon wieder Montag!

Und ja - Es ist ein Ausruf der Freude! Endlich wieder Montag! Endlich wieder eine Woche in Halle vorbei! Ich mein - so schlimm ist es hier nicht, allerdings freue ich mich riesig auf August! Ich werde viele Freunde wieder treffen, die wie ich lang nicht in Deutschland waren. Es geht nach Hamburg und wer weiß noch wo hin. Außerdem rückt damit auch NYC immer näher!Was gibt es sonst neues?Nicht allzu viel. Hatte mir bei Philipp in Ingolstadt das Ausscheiden der DFB Elf angesehen und sowas wie ein Mini Gespräch, bezüglich eines neuen Jobs in der Autostadt gehabt. Ein richtiges Bewerbungsgespräch folgt kommenden Freitag. Gerade ist es noch schwierig für mich zu entscheiden, was ich eigentlich will. Also ich weiß was ich will: Meine eigene Bar. Und dieser Plan steht auch nach wie vor fest. Aber will ich jetzt nochmal auf Schiff oder in dem Job einsteigen wo für ich eigentlich studiert hatte?! Beide Herausforderungen interessieren mich sehr. Am besten wir warten nächsten Freitag mal ab und sehen dann weiter. Sich ständig für einen Job entscheiden zu müssen ist etwas anstrengend und nicht immer ganz leicht, allerdings ist es gut zu wissen, dass man immer gewissen Optionen hat, die man ziehen kann. Und genaue diese vielen Optionen möchte ich mir nicht nehmen, weshalb ich mir alles genau überlegen sollte. Aber darüber zerbreche ich mir jetzt noch nicht allzu sehr den Kopf - das kommt dann bei einem erfolgreichen Freitag. Und ihr werdet es kommenden Montag erfahren. Dann heißt es wieder: Endlich Montag!DSC06486.jpg

Wie versprochen!

Es ist Montag und ein neuer Blog steht an! Es gibt allerdings nicht so viel neues! Allerdings habe ich meine erste Anfrage bekommen, eine Hochzeit zu fotografieren, worauf ich mich sehr freue! Ich traue mich noch nicht ganz allein und werde eine begabte Freundin mitnehmen und am 16.03.2019 eine Hochzeit in Frankfurt fotografieren. Kontaktiert wurde ich über Instagram. Darf gerne so weiter gehen. :)Im Burgerking läuft es weiterhin eher durchwachsen. Meine Kollegen sind etwas beratungsresistent, aber was will man machen. Es sind noch 6 Wochen, von denen ich immer mal wieder drei Tage fern bleibe und dann ist das sicher schneller vorbei als ich schauen kann und dann geht es direkt los nach Hamburg!Aber Halle kann sich sogar hier und da mal sehen lassen:DSC08727.jpgMit diesem Bild entlasse ich euch in eine neue Woche! Wer will, kann ich meine ersten Bargedanken mal ansehen und gerne seine Gedanken dazu hierlassen!Der erste Gedanke: Die Drinks, Teil 1

Neue Regeln, neue Ziele!

Schon wieder ein Monat nichts Neues.... das muss aufhören. Ein Plan muss her!Aber zunächst erstmal ein Update, bzgl. "Was mache ich eigentlich gerade?!". Ganz aktuell wohne ich in Halle an der Saale - Im tiefen Osten also! Dort bin ich Manager in dem Burgerking an der Leipziger Chausee. Als neues Zuhause dient eine kleine Pansion nur wenige Kilometer entfernt. Ohne Internet. Zumindest in den ersten Wochen. Ich entdeckte ganz neue Seiten an mir. Ich begann zu lesen und das nicht zu knapp. Ein knapp 400 Seiten Buch, verschlang ich in nur wenigen Tagen. Zudem ernähre ich mich weitesgehend möglich gesund und treibe so etwas wie Sport. Ich bin nach zwei Wochen sehr zufrieden mit dem Ergebniss und werde weiter dran bleiben. Das Abenteuer Halle wird am 10.08 enden und dann beginnt eine Zeit auf die ich mich sehr freue. Ich werde wieder ein paar Tage in Hamburg verbringen, ehe es Anfang September nach New York City geht. Ich habe doch tatsächlich einen Flug für 220 Euro in diese Weltstadt gefunden. Das hab ich mir nicht nehmen lassen. Allein geht es für eine Woche in die USA, ehe es dann am 22.09 auf die AIDAMar geht. Warum ich das nach dem fürchterlichen ersten Vertrag trotzdem tue? Ich werde nicht als Barkeeper, sondern als Redakteur für Bordmedien aufsteigen. Ich erhoffe mir damit, nun endlich REISEN und ARBEITEN verbinden zu können. Bisher war es eher nur arbeiten.... Der Bürojob lässt es mir zu, mir meine Zeit selbst eineteilen zu können und wenn ich effektiv arbeite, wartet eine Menge Freitzeit auf mich. Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Am 2. März 2019 werde ich dann wieder zurück an Land sein.Auch in Sachen "eigene Bar" gibt es Neuigkeiten. Mein guter Kumpel Chris (alias Edelweiß), wird sich in seiner Bachelorarbeit dem Raumkonzept widmen. Ich freue mich sehr, dass ausgerechnet ein guter Freund jetzt an der Sache arbeitet. Er wird das großartig machen. Dann steht das Konzept, das Raumkonzept, der Businessplan. Es fehlt dann eigentlich nur noch die passende Immobilie. Ab 2019 werden wir langsam die Augen nach ihr aufhalten. 2020 spätestens intensiv suchen, sodass spätestens Ende 2020, also mit meinem 30. Geburtstag die Bar eröffnet. Ich freue mich schon jetzt darauf.Nun zur Überschrift. Neue Regeln! Ab diesem Beitrag wird es jeden Montag einen neuen Beitrag geben, der sich um mehr oder weniger Spannendes aus meinem Leben dreht. Zudem wird es jeden Freitag, einen Beitrag geben, der sich mit den Gedanken zur Bar beschäftigt. Ich bin selbst noch gespannt, wie das ganze aussieht, aber ihr sollt endlich die ersten Eindrücke und Gedanken erhalten, was schon in wenigen Jahren erlebar werden soll.Die Erinnerungen sind gestellt und die kommenden Beiträge freuen sich darauf, von euch gelesen zu werden!Ahoi und bis Freitag!

Und nun?

Nach fast genau vier Wochen voller Freizeitstress und ein paar gemütlichen Schichten in der Bar, geht es nun ab nächsten Dienstag wieder voll zur Sache. Ich ziehe für drei Monate nach Halle und werde dort in einem Burgerking die Schichtführerrolle übernehmen. Warum mache ich das? Die Rechnung ist leicht. Das Geld fließt mir nur so durch die Hände, denn Freizeit ist teuer! Zu teuer für mich! Zeit mich selbst zu schützen, mit einem Vollzeitjob und am besten noch an den freien Tagen in der Bar sein! Nach diesen drei Monaten sind es erneut 4 Wochen bevor es wieder auf den Dampfer geht. Voraussichtlich! Alles kann sich jederzeit ändern. Ich bewerbe mich aktuell auch ganz klassisch als Ingenieur und wer weiß, wenn sich hier was Spannendes ergibt... Aber ich freue mich auf die Zeit in Halle. Wieder ein kleines neues Abenteuer. Ich habe zudem viele Freunde in Leipzig und das ist ja dann nur noch eine halbe Stunde entfernt! Eine schöne Stadt! Hamburg ist dann auch wieder ein Stück näher. Aber okay - es ist halt der Osten. Ich bin gespannt.Der Blog wird sich hoffentlich auch bald nicht einfach nur mehr um mein Leben drehen, sondern um die ersten Bar Gedanken und um leckere Drinks. Ich melde mich hoffentlich schon sehr bald hier wieder über diesen Kanal!

Ein kurzer Rückblick

Leicht einen sitzen und keine Termine. Auch für mich eines der besten Beschreibungen für Glück. Also leicht einen sitzen hab ich - allerdings die Termine nehmen noch kein Ende. Arbeitsamt hier, Arbeitsamt da, TÜV, kein TÜV, Werkstatt, Wohnung leer räumen, München, Nürnberg und Coburg im täglichen Wechsel. Also knapp ne Woche dauerts wohl noch bis ich wirklich etwas rasten kann. Aber wie war es jetzt auf dem dicken schmutzigen Dampfer. Es lässt sich mehr oder weniger mit DURCHWACHSEN beschreiben denke ich. Selten hatte ich so viele Höhen und Tiefen in einer so kurzen Zeit. Nach ersten Horrortagen, konnte ich mich jedoch schnell einleben und hatte großen Spaß in der AIDAbar. Die Kollegen respektierten mich und wir hatten ein gutes Team. Dann kam die Versetzung in Vinothek, womit das ganze Dilemma dann begonnen hatte. Die ersten Wochen waren noch spannend, zwar auch anstrengend, aber ich konnte zeigen was ich kann. Nach der ersten Phase allerdings und ohne ein Ende dieser Zeit in Sicht, ging es mir zunehmend schlechter und die Motivation ließ stark nach! Oder weniger die Motivation als meine Laune. Es kostete jeden Tag mehr Energie die Schicht zu bestreiten. Nach einem gefühlten Kampf raus aus der Vinothek, rein in die Poolbar begann ein sehr schöne, wenn auch sehr kurze Zeit an Bord der AIDAblu. Ich konnte mir sehr schnell den Respekt einer hoch gefürchteten Head Barkeeperin verschaffen. Nachdem Sie mir beim ersten Vorstellen noch nicht mal meine Hand geben wollte, sollte ich sie schon nach wenigen Tagen "Ate" nennen, was soviel wie Schwester bedeutet. Wir arbeiteten Hand in Hand in der Bar. Ich versuchte alles was ich bisher wusste an die anderen Jungs weiter zu geben. Zudem startete ich endlich mein Crosstraining und hatte dadurch zwar sehr lange Tage aber ich war gefordert und hatte einen guten Ausgleich zu meinem Barleben. Es ist interessant, dass die Zeit in der Poolbar von meinen Vorgesetzten genau andersrum eingeschätzt wurde. Das hatte ich ein paar Tage vor meinem Abstieg erfahren. Während meiner Zeit dort, hatte niemand mit mir darüber gesprochen. Aber darauf kommen wir später zurück. Nach der Poolbar ging es für ein paar Tage in die Blubar und von dort in die Cafe Mare Bar - mein Bonbon zum Abschluss. Geplant waren genau zwei Reisen, also ca. 3 Wochen dort. Dann sollte die Kollegin wieder übernehmen. Aber es kam wie oft auf dem Schiff kommt. Der Plan ging nicht auf. Ich sollte in der Cafe Bar bleiben. Ich übte also über vier Monate die sogenannte Headbarkeeper Position aus - bekam aber meine Beförderung nicht. Aktuell plane ich im September wieder aufzusteigen. Ich glaube nicht, dass das alles war. Ich hatte einfach Pech. Und das nächste mal hab ich Glück. Und wenn nicht, dann ist die Option AIDA eben leider früher zu Ende als gedacht, aber dann ziehe ich eben eine andere. Aber weg von meinem Arbeitsleben an Bord. Darüber gibt es nämlich wirklich nichts aussergewöhnliches zu sagen. Das Schiffsleben außerhalb der Arbeitszeiten ist aber schon etwas besonderes. Alles ist iwie eine große Familie. Alle helfen sich gegenseitig. Wir sitzen ja schließlich alle im gleichen Boot. Das Essen ist gut und das Bier günstig. Was will man eigentlich mehr? Mal ein freier Abend wäre schön gewesen, aber das ist im Bardepartment nicht vorgesehen. Vor 0 Uhr ist da niemals Feierabend. Das zerrt - die anderen können gemeinsam Essen gehen oder sich von dem Abendprogramm an Bord verzaubern lassen. Es entspricht etwas mehr dem Traumjob,  von dem viele denken das ihn alle am Schiff haben. In der Bar ticken die Uhren allerdings etwas anders. Aber das Arbeiten als Barkeeper hat auch Vorteile. Es gibt in den meisten Bars drei Schichten, was bei regelmäßiger Rotation recht angenehm ist. Zu lange in der gleichen Schicht nervt allerdings ziemlich schnell. Stichwort 10 Wochen Vinothek.Aber dann verdient man doch sicher ein Haufen Kohle.... Ja und nein. Für die vielen Stunden, keinen freien Tag keinen freien Abend verdient man einen Witz. Aber bedenkt man, dass Unterkunft und Verpflegung schon dabei ist, ist es wiederum gar nicht so schlecht. Man kann gut was beiseite legen - wenn man will - mehr zumindest als an Land. Ist es das wert? Das ist so ein bisschen dir Frage. Das muss ich noch rausfinden. Aber es gibt einen Vorteil an Bord, den ich tatsächlich nicht mehr missen will: Keine Sorgen. Also im Sinne von keine Rechnungen die im Briefkasten liegen, kein Auto das kaputt geht und repariert werden will. Kein Haushalt der gemacht werden muss. Man muss sich um nichts kümmern, außer seine Arbeit an Bord. Daran könnte ich mich tatsächlich gewöhnen. Denn kaum an Land angekommen, ging es schon los. Bis nächste Woche stecke ich noch voll im Papierkrieg. Was mache ich jetzt eigentlich mit dem Blog? Der soll weiter gehen. Vielleicht demnächst mit ein paar leckeren Cocktailrezepten und immer mal wieder paar Geschichten, wie es bei mir und der Bar weiter geht. Vielleicht schaff ich es ja sogar mal mehr als alle drei Wochen zu schreiben. Sobald ich meinen eigenen Schreibtisch wieder habe, klappt das mit Sicherheit!Bis dahin sehen wir uns vielleicht am Tresen! Ahoi!

Land in Sicht!

Aber sowas von! 5 Schichten a 12 Stunden noch, dann ist es endgültig vorbei! Kann es wirklich kaum erwarten. Der oft angekündigte Motivationsschub bleibt bei mir aus. Wäre nicht in 5 Tagen Schluss, wäre ich selber bald nach Hause. Einen großen Rückblick will ich nochmal nach ein paar Tagen an Land weiter schreiben, aber vielleicht nur ein paar Sätze. Es war eine große Erfahrung, aber auch lange nicht der Traumjob, von dem viele denken, dass ich ihn ausführe. Solch einen Vertrag werde ich nicht nochmal machen - das steht schon mal fest. Aber es wird mit Sicherheit noch einer werden - das steht auch fast fest. Ich hoffe einfach, dass es auch anders geht und auch durch meine neue Position alles etwas anders wird. Ich wurde auch zu einem Führungsseminar von Aida eingeladen, welches nur für weit aus höher Positionierte bestimmt ist. Ich freu mich schon und bin zudem dankbar das meine Leistungen und Bemühungen doch in einer gewissen Weise anerkannt worden sind.Aber dazu wann anders mehr - nun nur ein paar Bilder von der Reise mit Sandra und Stefan! Danke, dass Ihr hier wart! Bis bald schon! Ahoi!

Noch 3.....

Wochen und ein paar Tage.... ich bin immer noch in der Cafe Mare Bar und werde dort wohl auch bis zum Ende meines Vertrages verweilen. Die Bar ist genauso wenig meins wie es die Vinothek war... keine Tresengäste und viel Kaffee aus der Maschine. Zwar das eigene Outlet.. aber das könnte auch ein 12-jähriger hinkriegen. Ich fange meist gegen 12 Uhr an - weßhalb ich zu oft noch nach der Arbeit in der Crew bar versacke... weder gut für meine Leber noch für mein Bordkonto. Man gönnt sich ja sonst nix. In drei Tagen ist die Reise und damit die letzte Kanaren Tour vorbei. War schön - reicht jetzt aber! Nach weiteren 2.5 Reisen sitze ich schon im Flieger Richtung Nürnberg! Endlich. Nach über 180 Tagen mal wieder einen freien Abend! Ich freu mich drauf! Es gibt sonst nicht viel zu berichten, außer das nächste Reise Sandra und Stefan zu mir kommen und ich mich freue mit den zwei das ein oder andere zu erleben. Davon werde ich bestimmt berichten. Bis dahin. Ahoi

Schon wieder zwei Wochen vorbei.

Heute mal vom Handy aus - sonst wird das nichts mehr mit einem neuen Beitrag. Langsam ist man echt froh - besser: bin ich froh, wenn es rum ist. Die letzten Reisen waren sehr sehr langweilig und ich war kaum draußen. Wenn ich mich recht entsinne dann war es einmal in Funchal (der Ausflug ist aber im Nebel versunken) in den letzten drei Wochen. Aber ich tausche bald die Schicht, sodass ich wieder am Nachmittag eine lange Pause habe und raus kann. Wird Zeit. Die Zeit an Bord rennt aber trotzdem.... in drei Wochen kommen schon Sandra und Stefan zu mir an Bord (gute Freude aus Nürnberg)!! Freu mich riesig... wird bestimmt ne schöne Tour und wir werden bisschen was zusammen unternehmen. Danach sind es auch nur noch 1.5 Reisen, ehe es nach Hause geht. Oder auch in drei Beiträgen, wenn man meinen aktuellen Schnitt nimmt... zuhause freu ich mich auf Familie und Freunde - auf ein großes Bett und meine Lieblingsbars. Schon 140 Tage arbeite ich nun am Stück. Tag ein und Tag aus. Kein Wochenende. Kein Sonntag. Kein freier Tag. Nicht einmal ein freier Abend. Das zerrt schon auch iwann mal an einem. Aber nun es nur noch etwas mehr als 40 Tage. Die werden auch schnell vergehen. In wenigen Tagen findet zudem ein großer Crew Wechsel statt. Es werden ein paar tolle Leute gehen. Bin schon gespannt wer so nach kommt. Bis dahin verweile ich noch etwas in der Cafe Mare Bar und hoffe schon bald wieder spannendere Geschichten erzählen zu können. Ahoi!

Seit neun Tagen nicht an Land

Ja nun seit nun nach langem Nerven und Würgen jetzt dann doch endlich mein Crosstraining als Redakteur angefangen habe gibt es darüber nicht viel zu berichten, außer das ich grundsätzlich froh bin, einfach mal etwas anderes zu machen. Was mache ich eigentlich genau? Ich bin vor allem verantwortlich für die AIDA Heute, eine kleine Zeitschrift mit den wichtigsten Infos für den Tag an Bord, die jeden Tag 1500 x gedruckt werden muss. Texte einfügen und austauschen, erweitern und kürzen. Öffnungszeiten ändern und anpassen, und den Tagesablauf detailliert eintragen. Philipp lacht wahrscheinlich, wenn er das hier liest. Der Eggers und Texte schreiben – na das kann ja was werden… Aber ich hab ja vom Besten gelernt die letzten Jahre – das klappt nämlich ganz gut! Und so viel ist da auch wieder nicht dabei. Ja – der Nachteil an dem Training ist jedoch meine aktuellen Arbeitszeiten von 9 bis 12 von 14 bis 20 und von 21 bis 00 30 Uhr. Ich arbeite also quasi den ganzen Tag. Deshalb auch die Überschrift….. Mit Landgang ist da nicht viel. Aber das ändert sich schon bald wieder. Ab der nächsten Reise, bin ich nur noch vereinzelt für das Training beim Redakteur und werde zudem wieder die Bar wechseln. Ich bekomme erneut eine eigene Bar – die Cafe Mare Bar– dieses Mal allerdings mit zwei Mitarbeitern. Es ist wieder ein weiterer Schritt Richtung neuer Position. Dann habe ich tatsächlich auch fast alle Bars an Bord in nur einem Vertrag kennengelernt. Mal sehen vielleicht geht es zum Ende meines Vertrages noch in die Anytme Bar, dann hab ich alles durch. Ich gehe aber davon aus, dass ich meinen Vertrag wohl in der Cafe Mare beende. Wir werden sehen.Ansonsten ist die Stimmung bei mir an Bord zur Zeit so mittelmäßig. Ich bin etwas genervt von meinen Vorgesetzten, oder besser von der Hierarchie hier an Bord und wie diese funktioniert, bzw. in meinen Augen nicht funktioniert – ich seh irgendwie nicht ein, nur weil das ja „Schiff“ ist oder „ja das ist schon immer so“ manche Sachen einfach zu hinzunehmen. Das ist für mich Stillstand – man möchte sich nicht weiterentwickeln. „Du bist ja nur Barkeeper“. Hört man dann auch hier und da mal. Ich habe schon lange aufgehört mich vor meinen Vorgesetzten in die Hose zu machen und blind irgendwelchen sinnlosen Anweisungen zu folgen oder alles zu glauben was sie einem so erzählen. Das soll hier gar nicht falsch rüberkommen. Das sind privat alles großartige Menschen, die sicherlich auch beruflich hier an Bord ordentlich was auf dem Kasten haben, aber man hat das Gefühl, dass Sie sich ein bisschen was auf Ihre Position einbilden. Nicht alle – das muss hier auch mal gesagt werden. Aber manche fühlen sich eben so sehr auf den Fuß getreten, weil man hier und da mal einen Vorschlag macht, etwas anders zu machen als bisher. Der große Vorteil an einem Erstfahrer ist, dass er die Dinge noch aus einem anderen Blickwinkel sieht. Mit Sicherheit stumpft man eben nach ein paar Jahren AIDA ab und verliert den Blick für Neues. Aber es wäre ja eine Schande, wenn dann auf einmal jemand Neues kommt und eine Idee hat, die eventuell auch noch Sinn macht. „Warum bin ich denn da nicht draufgekommen – das können wir nicht umsetzten, wie stehe ich denn dann da?“ So oder so ähnlich müssen sich die Gedankengänge anhören. Auch enden Diskussionen immer meist zu Gunsten der Vorgesetzten. Das ist dann reine Psychologie – der Mensch ist grundsätzlich von seiner Meinung mehr überzeugt, auch wenn es neutral betrachtet falsch ist. Und bei AIDA scheint das Phänomen besonders stark ausgeprägt zu sein. „Ich habe Recht – habe ja schließlich Streifen“. Das interessante an der ganzen Sache ist eigentlich ja, dass dies kein AIDA Problem ist. In wie vielen Unternehmen habe ich schon gearbeitet, wo ich mir auch immer an Kopf gefasst habe: Was machen die da? Und sicher, habt auch ihr sowas bei euch auf der Arbeit erlebt. Es ist überall das Gleiche. Auch wenn es alles nur in kleinem Stil war – als Phillip, Chris und Ich „Departure“ organisiert haben, konnte man sehen wie es funktionieren kann. Und es ist auch nicht, was wir alles richtiggemacht haben – wie auch? Aber die Dynamik im Team war der Wahnsinn und es kann so viel dabei entstehen, wie man ja auch sehen konnte. Es war nicht nötig zusagen du machst das und du machst das so und so. Wir waren alle die dabei waren ein großes Team und es hat sich für jeden Bereich eigentlich ein Team völlig selbständig gebildet, weil sich jeder dort angeschlossen hat, was er gut kann. Neben nur groben Vorgaben (Es gab quasi nur eine To do Liste aber ohne Zuteilung wer was macht – das war jedem freigestellt), waren den Jungs und Mädels quasi freie Hand gelassen. Wir hatten Vertrauen in die Leute und wurden dafür mehr als belohnt. Was wir eigentlich bei allein drei Veranstaltungen, auch insbesondere bei der letzten Veranstaltung auf die Beine gestellt haben, gleicht einem kleinen Wunder. In der kurzen Zeit mit freiwilligen Leuten. Auch wenn es schon ein halbes Jahr her ist. Ich bin immer noch stolz auf uns alle. Bis dato sind und bleiben wir die einzigen, die in der Größe und liebe zum Detail dort etwas auf die Beine gestellt haben. Für alle die sich jetzt denken – „Hä?  Wo von sabbelt der Trottel da?“  die schauen auf www.esevents.de und dürfen sich von den dort verlinken Videos ein bisschen verzaubern lassen. Bei Departure 1, passt die Musik leider nicht mehr zu dem Video und auch die Webseite ist nicht mehr wirklich aktuell, da wir so als E&S Events aktuell nicht mehr auftreten.Jetzt bin ich etwas weit abgekommen, aber das musste jetzt auch mal gesagt werden. Ich bin aktuell einfach zu sehr fokussiert, weiter voran zu kommen, als das ich einfach nur meinen etwas zu simplen Barkeeperjob mache und das restliche Schiffsleben genieße. Und für viele andere Dinge einfach mein Hirn ausschalte. Das klappt aber nicht und wird auch nix mehr bis zum Ende es Vertrages. Ich werde also meinen Vorgesetzten weiter aufn Sack gehen und meine Infos die ich gern hätte einfordern. Und immer hinterfragen, warum genau ich eigentlich das mache, was ich gerade tue. Allen voran dann, wenn ich mir schon wieder denke: „Watn dummer Scheiß ey!“Das sind so schöne letzte Worte, dass ich meinen Beitrag hier beende und mich die Tage wieder melde! Ahoi!

Zwischen Alltag und frischer Luft

Nachdem Onkel Patrick schon keine Fingernägel mehr hat, da er schon nervös auf den nächsten Beitrag wartet, soll es nun so weit sein. Es gab jetzt schon länger nix mehr von mir zu hören, da es zurzeit tatsächlich etwas langweilig auf dem Schiff ist. Ich erlebe aktuell an Land mehr. Ich werde demnächst ein paar Bilder hochladen – hoffe ich. Mein Tag beginnt von 9 Uhr bis 12.30 Uhr in der Poolbar. Das Wetter ist aktuell kein Genuss, weshalb sich auch nur wenige Menschen an meinen Tresen verlaufen. Wenn ich nachmittags um 17.30 Uhr wieder starte, fangen wir meist schon an die Bar zu schließen. Nach mehrstündigem Putzwahn geht es dann aber nicht in den wohlverdienten Feierabend, sondern als Aushilfe in die anderen Bars. Dort ist auch nichts los – aber Hauptsache, wir haben 11 Stunden am Tag gearbeitet. Naja aber es gibt schlimmeres. Ich habe jetzt noch genau zwei Monate, ehe es wieder nach Hause geht. Ich freu mich schon riesig darauf mal wieder ein Tag lang das zu machen, was ich möchte – nämlich NICHTS! Bin mir aber relativ sicher, dass die letzten zwei Monate relativ fix vorbei seien werden. Für die Zukunft steht aktuell noch alles offen. Derzeit ist noch kein weiterer Vertag unterschrieben. Allerdings werden es immer mehr Optionen, die ich ziehen kann. Ganz neu: Burgerking Deutschland hätte mich gern zurück. Lustigerweise war eine meiner Cocktail Workshop Teilnehmerin eine große Destrict Leiterin und wird sich bald bei mir melden. Mal sehen was sie so für mich hat. Ein bisschen reizt mich die alte Liebe Burgerking ja doch immer noch ein bisschen. Aber alles mit Ablaufdatum. In ein paar Jahren geht es ja schließlich mit der eigenen Geschichte los. Bis dahin mache ich gerne alles, wenn die Rahmenbedingungen passen. So kann ich mir auch vorstellen als Wirtschaftsingenieur einzusteigen – ein paar Jahre… Na wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Auch startet jetzt endlich mein Crosstraining zum Redakteur in ein paar Tagen. Dann werde ich zwar kaum noch raus kommen da ich dann gefühlt den ganzen Tag arbeite, aber wird Zeit, dass ich damit endlich anfangen kann. Denke viel mehr als 2 – 3 Wochen werde ich nicht dafür brauchen, ehe alles sitzt. Wenn das dann abgeschlossen ist, hab ich nur noch einen Monat an Bord. So kann man es nämlich auch sehen. Bald stehen dann schon die Flugdaten fest und der Abschied rückt näher und näher. Was aber dann doch noch Erzähl-Potential hat, ist die Tatsache, dass das Schiffsleben neben der vielen Arbeit auch noch weitere nicht so schöne Nebenwirkungen hat. So ist nun erstmalig eine gute Freundin abgestiegen, die ich tatsächlich gern noch länger an Bord gehabt hätte. Wir haben uns richtig gut verstanden und hatten viel zusammen unternommen. Wenn es blöd läuft, siehst du solche Freunde dann Jahre lang nicht, da sie auf anderen Schiffen unterwegs sind oder eben gerade an Land, wenn du aufm dem Kutter bist. An dieser Stelle also beste Grüße an Sarah! Hoffentlich bis bald! Aber so ist das eben an Bord - fast täglich steigen tolle Menschen ab und es kommen andere. Auch für mich heißt es bald … auf AIDAsehen! Aktuell gehe ich davon aus, dass ich noch einen Vertag mindestens fahre – aber das wird dann erst gegen Ende des Jahres sein. Von April bis August ca., wird an Land geackert. Mal sehen, was sich so ergibt. Bin für alles offen! Mit diesen Worten, geht es ab ins Bett. Bis nächste Woche! Ahoi!