Ja nun seit nun nach langem Nerven und Würgen jetzt dann doch endlich mein Crosstraining als Redakteur angefangen habe gibt es darüber nicht viel zu berichten, außer das ich grundsätzlich froh bin, einfach mal etwas anderes zu machen. Was mache ich eigentlich genau? Ich bin vor allem verantwortlich für die AIDA Heute, eine kleine Zeitschrift mit den wichtigsten Infos für den Tag an Bord, die jeden Tag 1500 x gedruckt werden muss. Texte einfügen und austauschen, erweitern und kürzen. Öffnungszeiten ändern und anpassen, und den Tagesablauf detailliert eintragen. Philipp lacht wahrscheinlich, wenn er das hier liest. Der Eggers und Texte schreiben – na das kann ja was werden… Aber ich hab ja vom Besten gelernt die letzten Jahre – das klappt nämlich ganz gut! Und so viel ist da auch wieder nicht dabei. Ja – der Nachteil an dem Training ist jedoch meine aktuellen Arbeitszeiten von 9 bis 12 von 14 bis 20 und von 21 bis 00 30 Uhr. Ich arbeite also quasi den ganzen Tag. Deshalb auch die Überschrift….. Mit Landgang ist da nicht viel. Aber das ändert sich schon bald wieder. Ab der nächsten Reise, bin ich nur noch vereinzelt für das Training beim Redakteur und werde zudem wieder die Bar wechseln. Ich bekomme erneut eine eigene Bar – die Cafe Mare Bar– dieses Mal allerdings mit zwei Mitarbeitern. Es ist wieder ein weiterer Schritt Richtung neuer Position. Dann habe ich tatsächlich auch fast alle Bars an Bord in nur einem Vertrag kennengelernt. Mal sehen vielleicht geht es zum Ende meines Vertrages noch in die Anytme Bar, dann hab ich alles durch. Ich gehe aber davon aus, dass ich meinen Vertrag wohl in der Cafe Mare beende. Wir werden sehen.Ansonsten ist die Stimmung bei mir an Bord zur Zeit so mittelmäßig. Ich bin etwas genervt von meinen Vorgesetzten, oder besser von der Hierarchie hier an Bord und wie diese funktioniert, bzw. in meinen Augen nicht funktioniert – ich seh irgendwie nicht ein, nur weil das ja „Schiff“ ist oder „ja das ist schon immer so“ manche Sachen einfach zu hinzunehmen. Das ist für mich Stillstand – man möchte sich nicht weiterentwickeln. „Du bist ja nur Barkeeper“. Hört man dann auch hier und da mal. Ich habe schon lange aufgehört mich vor meinen Vorgesetzten in die Hose zu machen und blind irgendwelchen sinnlosen Anweisungen zu folgen oder alles zu glauben was sie einem so erzählen. Das soll hier gar nicht falsch rüberkommen. Das sind privat alles großartige Menschen, die sicherlich auch beruflich hier an Bord ordentlich was auf dem Kasten haben, aber man hat das Gefühl, dass Sie sich ein bisschen was auf Ihre Position einbilden. Nicht alle – das muss hier auch mal gesagt werden. Aber manche fühlen sich eben so sehr auf den Fuß getreten, weil man hier und da mal einen Vorschlag macht, etwas anders zu machen als bisher. Der große Vorteil an einem Erstfahrer ist, dass er die Dinge noch aus einem anderen Blickwinkel sieht. Mit Sicherheit stumpft man eben nach ein paar Jahren AIDA ab und verliert den Blick für Neues. Aber es wäre ja eine Schande, wenn dann auf einmal jemand Neues kommt und eine Idee hat, die eventuell auch noch Sinn macht. „Warum bin ich denn da nicht draufgekommen – das können wir nicht umsetzten, wie stehe ich denn dann da?“ So oder so ähnlich müssen sich die Gedankengänge anhören. Auch enden Diskussionen immer meist zu Gunsten der Vorgesetzten. Das ist dann reine Psychologie – der Mensch ist grundsätzlich von seiner Meinung mehr überzeugt, auch wenn es neutral betrachtet falsch ist. Und bei AIDA scheint das Phänomen besonders stark ausgeprägt zu sein. „Ich habe Recht – habe ja schließlich Streifen“. Das interessante an der ganzen Sache ist eigentlich ja, dass dies kein AIDA Problem ist. In wie vielen Unternehmen habe ich schon gearbeitet, wo ich mir auch immer an Kopf gefasst habe: Was machen die da? Und sicher, habt auch ihr sowas bei euch auf der Arbeit erlebt. Es ist überall das Gleiche. Auch wenn es alles nur in kleinem Stil war – als Phillip, Chris und Ich „Departure“ organisiert haben, konnte man sehen wie es funktionieren kann. Und es ist auch nicht, was wir alles richtiggemacht haben – wie auch? Aber die Dynamik im Team war der Wahnsinn und es kann so viel dabei entstehen, wie man ja auch sehen konnte. Es war nicht nötig zusagen du machst das und du machst das so und so. Wir waren alle die dabei waren ein großes Team und es hat sich für jeden Bereich eigentlich ein Team völlig selbständig gebildet, weil sich jeder dort angeschlossen hat, was er gut kann. Neben nur groben Vorgaben (Es gab quasi nur eine To do Liste aber ohne Zuteilung wer was macht – das war jedem freigestellt), waren den Jungs und Mädels quasi freie Hand gelassen. Wir hatten Vertrauen in die Leute und wurden dafür mehr als belohnt. Was wir eigentlich bei allein drei Veranstaltungen, auch insbesondere bei der letzten Veranstaltung auf die Beine gestellt haben, gleicht einem kleinen Wunder. In der kurzen Zeit mit freiwilligen Leuten. Auch wenn es schon ein halbes Jahr her ist. Ich bin immer noch stolz auf uns alle. Bis dato sind und bleiben wir die einzigen, die in der Größe und liebe zum Detail dort etwas auf die Beine gestellt haben. Für alle die sich jetzt denken – „Hä? Wo von sabbelt der Trottel da?“ die schauen auf www.esevents.de und dürfen sich von den dort verlinken Videos ein bisschen verzaubern lassen. Bei Departure 1, passt die Musik leider nicht mehr zu dem Video und auch die Webseite ist nicht mehr wirklich aktuell, da wir so als E&S Events aktuell nicht mehr auftreten.Jetzt bin ich etwas weit abgekommen, aber das musste jetzt auch mal gesagt werden. Ich bin aktuell einfach zu sehr fokussiert, weiter voran zu kommen, als das ich einfach nur meinen etwas zu simplen Barkeeperjob mache und das restliche Schiffsleben genieße. Und für viele andere Dinge einfach mein Hirn ausschalte. Das klappt aber nicht und wird auch nix mehr bis zum Ende es Vertrages. Ich werde also meinen Vorgesetzten weiter aufn Sack gehen und meine Infos die ich gern hätte einfordern. Und immer hinterfragen, warum genau ich eigentlich das mache, was ich gerade tue. Allen voran dann, wenn ich mir schon wieder denke: „Watn dummer Scheiß ey!“Das sind so schöne letzte Worte, dass ich meinen Beitrag hier beende und mich die Tage wieder melde! Ahoi!