Wovon ich heute schreiben werde, sollte eigentlich schon die letzten Wochen passieren, doch obwohl ich relativ viel Zeit habe, bin ich irgendwie nicht dazu gekommen.
Am 27.04. haben mich ein paar Freunde an Bord als sog. „Daily Visitor“ besucht. Insgesamt waren wir 9 Personen, komplett zusammen gemixt aus Freunden meiner Mutter, diverse Freunde von mir aus dem Studium und die jeweiligen interessierten Freunde meiner Freunde die mitgekommen sind. Außerdem das Au-pair und der Sohnemann der Freunde meiner Mutter. Ihr merkt: Viele Freunde und Freude am heutigen Tage. Untereinander kannte sich kaum jemand, aber dafür hat man ja Bier an Bord. Nach den ersten beiden kam die Runde erst so richtig in Schwung. Wir hatten ein paar lustige Stunden an Bord, ehe es gegen Mittag wieder Verabschiedung heißen sollte. Aber wenn man erstmal mit dem Bier angefangen hat, zudem in Hamburg knapp 20 Grad und Sonne auf uns strahlte, kann man eben nicht so fix aufhören. Also sagte Kai kurzer Hand seine Termine ab, Viki und Oda verzichteten auf Ihren Sport und Caro sagt bei Bier auch selten nein. Unser Au-Pair Lucia war eigentlich schon im Auto mit den Carola und Knud gesessen, bis es sie aber dann auch packte. Kurzerhand nochmal angehalten und sich uns angeschlossen. Ab zu Strand Pauli und auch gleich noch weiteren Freunden Bescheid gegeben, wo man jetzt hinzugehen hatte. Und so kam es, dass noch wenige Stunden zuvor wildfremdeLeute herzlichst lachend und erzählend mit einer Jolle in der Hand am Hafen von Hamburg sitzen und man meinen könnte die Truppe kennt sich schon seit Jahren. Doch manchmal trügt der Schein und es bleibt bei diesem kurzen Nachmittags-es-war-schon-ganz-ok-aber-mehr-auch-nicht-Bier. Das dachte ich zunächst auch, als ich dann zunächst erstmal wieder Richtung Kutter musste. Bis dato war ich bereits knapp 30 Std wach und fiel nach der Sicherheitsübung kurz ins Koma, ehe ich um 23 Uhr wieder meinen Dienst antrat. Kurz die neusten Nachrichten auf meinem Mobiltelefon geprüft und dabei war ich mir nicht sicher, ob ich nicht doch immer noch schlafe. Die Truppe die sich erst heute Morgen kennengelernt hatte, war noch bis spät abends, teilweise spät nachts um die Häuser gezogen und hatte mir Bilder und Dankes-SMS geschrieben. Theresa hatte sogar kurzfristig nicht nur zwei neue Freunde, sondern sogar zwei neue Models für ihr Fotografie Projekt gefunden. Und wie es sich herausstellen sollten, treffen sich alle sogar nun regalmäßig (Dank Instagram & Co ja ständig verfolgbar)
Es war einer meiner Highlight Tage der letzten Jahre und beweist nur zu gut, dass es eben auch die kleinen Dinge sind, wie ein Bierchen mit Freunden, die einen wissen lassen, wofür es sich zu Leben lohnt. Und warum man eben nicht nur 24/7 an die Arbeit denken sollte, oder nicht jede freie Minute mit Netflix verbringen sollte. Versteht mich hier nicht falsch ich lege auch ungemein gern die Füße hoch und hab schon Unmengen an Serien und Filme gesehen und bin ein großer Fan von guten Produktionen, aber wenn ich auf ein Bier gebeten werde bin ich immer dabei. Und ja es muss auch nicht immer das Bier sein, gerne auch Schnaps. Ok, der war schlecht, aber ich lasse ihn mal stehen. Ausreden wie „Ich bin so kaputt von der Arbeit“ oder „Die nächsten drei Monate bin ich total im Stress“ sollten nicht auf eurer Liste stehen. Denn auch wenn ich jetzt 5 Euro ins Phrasenschwein werfe, wir leben nicht um zu arbeiten, sondern arbeiten ein bisschen, um zu leben. An dieser Stelle auch nochmal ein großes Danke an alle die an dieser Story mitgewirkt haben, aber auch an alle anderen Freunde, die mich bisher freiwillig und unfreiwillig hier an Bord besucht haben.
Hier wären zu nennen: Theresa, Eileen, Juliane, Stephan, Antonia, mein guter Fabser, Oda, Caro, Kai, Viki, Knud, Carola, Peer und Lucia
Es hat sich jede Minute Schlafentzug gelohnt!