Da die letzte Tage gut waren und auch nichts sonderlich Spannendes passiert ist, werde ich heute ein bisschen über das Leben an Board schreiben. Ja, wie ist es nun auf einem Schiff zu leben? Fangen wir mit dem Schlafplatz an. Der umfasst ca. 7qm. Also ca. so groß wie eure Abstellkammer zu Hause, wenn die nicht mal sogar noch größer ist. Das Bett ist allerdings groß genug - selbst für mich - und die Matratze wirklich tp. Hier wurde nicht gespart. Die Nasszelle, auch Badezimmer genannt, bietet eigentlich genug Platz - selbst für mich - und man freut sich über heißes Wasser, dass sich schon nach wengen Sekunden über einem breit macht. Ansonsten gibt es noch einen Fernseher, einen kl. Schreibtisch und einen Schrank. Was will man mehr? Hatte ich die Klimaanlage schon erwähnt? Aber was bietet das Schiff außerhalb der Kabine? Fangen wir mit dem wichigsten an: Die Crew-Bar. Hier gibt es Bier für 40 Cent, Gin Tonic für 1.50 Euro und vieles mehr zu Spottpreisen. Hier kann man sich auch mit den wichtigsten Dingen versorgen, wie Shampoo, Zahnbürste, Rasierer, etc, etc. In der Crew-Bar trifft sich, wie der Name schon verrät meist die Crew nach der Arbeit. Hier ist es also möglich auch die Jungs und Mädels aus den anderen Abteilungen kennen zu lernen. An nächster wichtiger Stelle steht für mich die Crew-Messe. Dort gibt es 4 mal am Tag (morgens, mittags, abends und nachts) diverse Spezialitäten. Mal leckerer als gestern, mal wenigr lecker als gestern, aber grundsätzlich eigentlich richtig gut. Durch die vielen verschiednen Kulturen an Board ist auch die Auswahl relativ groß. Vorteil für mich: Nachdem ich meinen Job bei Burgerking aufgegeben habe, kann ich nun endlich normal essen und habe gefühlt auch schon 5 Kg iwo in den Bars verloren. Was haben wir noch? Es gibt einen Schneider für uns und eine Wäscherei. Ein Crew-Gym und eine Crew-Sauna. Wir haben ein Deck am Ende des Schiffes nur für uns und auch vorne unter der Brücke, das sogenannte Sonnendeck, welches ausschließlich für die Crew bestimmt ist. Auch alle Gästebreiche bis auf wenige Ausnahmen können wir nutzen. Allerdings bin ich dazu noch nicht gekommen und kann hierzu noch nix sagen. Es ist aber der Wahnsinn, was man auf einem Schiff alles so machen kann. An die Arbeit gewöhnt man sich ebenfalls. 12 Stunden am Tag vergehen schneller als man denkt. Lediglich das frühe Aufstehen, wenn man mal an Land möchte, fällt noch etwas schwer. Heute z.B. war in in Split und bin daher um 9 Uhr aufgestanden, nachdem ich um 2 Uhr Feieranbend hatte. Den einen oder anderen Gähner konnte ich mir dann auf meiner ersten Schicht in der Poolbar nicht verkneifen. Jetzt sitze ich in meiner Pause gerade an diesem Beitrag, muss noch schnell zum Schneider und dann ab in die Aidabar und bis 2 weiterarbeiten. Deswegen ist hier jetzt erstmal Schluss.