Welcher Tag ist heute?

Es ist noch schlimmer als im Studium. Ich weiß schon jetzt nicht mehr, welchen Tag wir haben. Auch wenn ich drüber nachdenke, komme ich nicht drauf. Ich muss dann auf den Plan schauen in welchem Hafen wir liegen und dann kann ich auch das Datum ablesen. Oder ich schau aufs Handy - aber das sehe ich nur immer nach meiner Schicht. Zudem gibt es auf dem Schiff keinen nervigen Montag mehr, mit dem der Start in eine neue Woche eingeläutet wird. Man arbeitet nicht mehr, um am Wochenende endlich die Füße hoch legen zu können. Man muss eh jeden Tag ran. Fluch und Segen zugleich. Aber gefühlt habe ich mich jetzt schon daran gewöhnt. Ich bekomme trotz der langen Schichten und den vielen Bierchen nach der Arbeit genug Schlaf. Heute hatte ich sogar Zeit, um mir Palermo anzusehen (Bilder folgen!). Nach gestrigen Cocktailtest, stand ich heute auch das erste Mal an der Cocktailstation während der Happy Hour. Es ging - für die erste Woche an Board nicht schlecht. Die verfluchen alkoholfreien Cocktails will ich mir einfach nicht merken. Wer bestellt sowas denn auch? Ach, fast vergessen: An dem Cocktail-Wettkampf der Nationen nahm ich auch teil. Gewonnen habe ich leider nicht, allerdings musste ich auch mit einem alkoholfreien Cocktail antreten. Unfair! Es gab trotzdem einen kurzen Auftritt im Theatrium und einen kleinen Preis. In meiner "Aida-bar" habe ich bereits treue Stammkunden, die mich jeden Abend besuchen kommen und mir hier und da mal den ein oder anderen Euro zukommen lassen. Fast wie beim Table-Dance - nur muss ich mich nicht so viel bewegen. Die Reise ist etwas ruhig zurzeit, sodass die Zeit am Tag manchmal etwas schleppend vergeht, der Abend hingegen ist schneller vorbei als man denkt. Allgemein laufen die Uhren anders als an Land. Ich hätte mir z.B. nie vorstellen können im Burgerking 12 Std jeden Tag zu arbeiten. Das wäre die Hölle gewesen. Hier hingegen ist der Tag schneller rum, als man gucken kann. Im nächsten Blog, den ich hoffentlich spätestens übermorgen schreibe, werde ich ein bisschen von meinen Gästen erzählen. Da gab es nun auch schon ein paar Highlights. Bis dahin! Ahoi!